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Arbeitsmarkt: Das stille Scheitern der Personal-Service-Agenturen

Die Personal-Service-Agenturen (PSAa) sollten Arbeitslose über Zeitarbeit wieder in Beschäftigung bringen und galten einst als "Herzstück" der Hartz-Reformen. Doch sie erfüllten die hoch gesteckten Erwartungen nicht - und die Ernüchterung ist groß.

Peter Hartz ist als Personalvorstand des Autokonzerns VW bereits Geschichte. Auch ein Teil der Reformen am Arbeitsmarkt, die maßgeblich von ihm ersonnen wurden und deshalb seinen Namen tragen, dürfte nicht mehr lange überleben. Die Personal-Service-Agenturen (PSA), die Arbeitslose über die Zeitarbeit wieder in Beschäftigung bringen wollen und einst als "Herzstück" der Hartz- Reformen galten, haben die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt.

Ernüchterung ist groß

Auch in Hessen, wo die PSA ihren erfolgreichen Vorläufer unter dem Namen "Vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung" (VAÜ) hatten, ist die Ernüchterung groß. "Die PSA wurden mit großen Vorschusslorbeeren überhäuft, nach fast zwei Jahren muss festgestellt werden, dass auch dieses Instrument hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist", resümiert der DGB-Vorsitzende Stefan Körzell. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt es derzeit in Hessen 43 PSA mit rund 1100 Arbeitnehmern, die einen Arbeitsvertrag von mindestens neun Monaten haben. Seit dem Start im Frühsommer 2003 waren die verfügbaren Plätze gerade einmal zu 60 Prozent besetzt. Statt der ursprünglich erwarteten bis zu 30.000 Arbeitslosen waren bislang knapp 7000 im Verleih. Von ihnen waren lediglich 2000 danach nicht mehr arbeitslos, was einer Quote von 35,7 Prozent entspricht.

Bundesweit gab es Ende Juni 493 laufende PSA mit 16.780 Arbeitnehmern. Seit Einführung der Agenturen im Jahr 2003 wurden 117.241 Arbeitslose eingestellt, davon haben 32.627 einen Job gefunden. Damit liegt die Integrationsquote noch unter der in Hessen - bei gerade einmal 32,5 Prozent.

PSAs nicht mehr flächendeckend einsetzen

Die Regionaldirektion Hessen der BA will die PSA aber nicht als Misserfolg sehen. Grundsätzlich sei es ein gutes Instrument, das fortgeführt werden sollte, heißt es bei der Behörde. Allerdings soll es nicht mehr flächendeckend eingesetzt werden. Derzeit gibt es noch die Bestimmung, dass es in jedem Bezirk einer Agentur für Arbeit mindestens eine PSA geben muss - in Frankfurt sind es gleich elf. Nach Ansicht der Regionaldirektion kommt es darauf an, dass der Träger der PSA als Profi am Ort über Erfahrungen im Verleih und gute regionale Kenntnisse sowie Kontakte zu Arbeitgebern verfügt. "Der Schwerpunkt der PSA ist nicht das Verweilen sondern das Integrieren", betont ein BA-Sprecher. Doch damit hapert es.

Nicht nur die schwache Konjunktur und der geringe Bedarf an Arbeitskräften haben den Anfangselan gebremst. "Die Agenturen haben in die PSA reingeschoben, was Füße hatte", sagt Michael Kästner von der Zeitarbeitsfirma Manpower. Eine Vorauswahl, ob ein Bewerber für die Zeitarbeit überhaupt geeignet ist, habe es nicht gegeben. Manpower betreibt inzwischen bundesweit nur noch 10 statt einst 40 PSA.

Instrument für Missbrauch anfällig

Wegen der hohen Zuschüsse der BA war das Instrument zudem für Missbrauch anfällig. Träger wie Maatwerk hätten die PSA gerade in Hessen in Verruf gebracht, sagt DGB-Chef Körzell. Dort wurden Teilnehmende nur für ein paar Tage eingestellt, aber die Fallpauschale für zwei Monate kassiert. Andere Träger hätten Prämien für Vermittlungen in Unternehmen eingesteckt, die dem Träger nahe standen. Zwischenzeitlich gibt es zwar schärfere Regeln, doch damit wird das Ende der PSA nach Ansicht von Experten nur beschleunigt. "Das ist ein bürokratischer GAU", meint Kästner. Die Konditionen seien kaum noch zu erfüllen, das ganze System sei nicht praxistauglich. Zudem hätten die Arbeitsagenturen so viel mit der Hartz-IV-Reform zu tun, dass die Hartz-I-Reform - also die Zeitarbeit für Arbeitslose - in den Hintergrund trete.

Die Union hat bereits angekündigt, nach einem Regierungswechsel im Bund die PSA abzuschaffen. Auch die Gewerkschaften haben sich schon davon verabschiedet. "Sie sind eine Einrichtung, auf die man verzichten kann, und ein nicht taugliches Instrument, um die Probleme auf dem Arbeitsmarkt zu lösen", findet der DGB-Landeschef.

Angela Schiller/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(