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IG Metall protestiert: Massiver Stellenabbau bei Siemens

Siemens streicht in Deutschland rund 2.000 Arbeitsplätze. Am stärksten betroffen seien die Standorte Bad Neustadt an der Saale und Erlangen, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Siemens streicht in Deutschland rund 2.000 Arbeitsplätze. Am stärksten betroffen seien die Standorte Bad Neustadt an der Saale und Erlangen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. In Bad Neustadt bei Schweinfurt sollen in den nächsten zwei Jahren 840 Stellen abgebaut werden, in Erlangen weitere 300 Stellen. Neue Technologien bei Niederspannungsmotoren und ein nachhaltiger Absatzeinbruch im Maschinenbau machten diesen Schritt notwendig, erklärte Siemens. Außerdem würden in Deutschland 850 Stellen in der Division Industry Solutions gestrichen.

Siemens wolle die Arbeitsplätze "möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen" abbauen, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm. Die IG Metall kritisierte, die Abwicklung ganzer Geschäftsbereiche sei einfallslos und unnötig. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch hatte Siemens ein Rekordergebnis im ersten Quartal bekanntgegeben.

Die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat forderten den Konzern auf, auf den Stellenabbau und die Schließung von Standorten zu verzichten und eine Alternative zu suchen. Die Pläne seien weder intelligent noch verantwortungsvoll, kritisierte Aufsichtsrat Sibylle Wankel. Auf einer Telefonpressekonferenz am Donnerstag wollte Siemens die Pläne erläutern.

APN / APN