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Studie: Leipzig ist unternehmensfreundlichste Großstadt

Nach einer Studie des Allensbach-Instituts ist Leipzig die unternehmensfreundlichste Großstadt in Deutschland.

Die Wirtschaftsförderung und die städtischen Verwaltungen in Leipzig seien bei der Umfrage unter über 2.500 mittelständischen Betrieben in den 25 größten Städten am besten bewertet worden, erläuterte Allensbach-Forscher Rüdiger Schulz am 19. April bei der Vorstellung der Erhebung in Berlin. Zudem attestierten die Unternehmen den Politikern der Messestadt das höchste Maß an Wirtschaftsfreundlichkeit. Nach Leipzig bekamen Bremen, Karlsruhe, Gelsenkirchen und Düsseldorf die besten Bewertungen. Hannover, Frankfurt/Main, Mönchen, Köln und das Schlusslicht Berlin erhielten von den Firmen die schlechtesten Noten. Die im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, der Zeitschrift "Impulse" sowie des RWE-Konzerns erhobene Umfrage untersuchte die Servicequalität der Wirtschaftsförderung, der Arbeitsagentur, der Stadtverwaltung, der Kreditinstitute, der IHK und der Handwerkskammer.

Die Qualität der Verwaltungsarbeit ist laut Studie der drittwichtigste Standortfaktor für den Mittelstand, nach der Verfügbarkeit von Arbeitskräften und der Verkehrsinfrastruktur. Die Großstädte seien in den vergangenen Jahren aus Sicht des Mittelstands generell wirtschaftsfreundlicher geworden, sagte Schulz. Besonders in Bremen, Leipzig und Hamburg haben die Institutionen ihren Ruf verbessern können. Das schlechte Abschneiden der größten Städte im Gesamtranking legt nach Angaben von Johannes Meier von der Bertelsmann-Stiftung die Vermutung nahe, dass die Metropolen sich stärker auf Großunternehmen konzentrierten.

"Die Arbeitsämter schneiden extrem schlecht ab", erläuterte Schulz. Den Arbeitsagenturen werde die geringste Fachkompetenz zugestanden. Lediglich die Dresdner Arbeitsverwaltung erhielt noch eine gute Note. Die beste Durchschnittsnote erhielten die Kreditinstitute, denen freundliche und kompetente Mitarbeiter sowie eine schnelle Reaktion auf ein Anliegen bescheinigt werden.