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Opel-Sanierung: Bochum zittert um tausende Jobs

Bei den Sanierungsplänen des US-Autoriesen General Motors für sein lahmendes Europageschäft steht Opel vor dem Kahlschlag: Dem Bochumer Werk mit 7.600 Beschäftigten droht die Teilschließung, Streik liegt in der Luft.

Autobauer Opel, deutsche Tochter des amerikanischen Autokonzerns General Motors (GM) gerät zunehmend unter Druck: Die "Financial Times Deutschland" berichtete am Dienstagabend vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise, Opel bereite Teilschließungen für den mit 7.600 Beschäftigten größten GM-Standort in Europa vor. So soll das Bochumer Werk organisatorisch und rechtlich in die drei Bereiche Fahrzeugmontage, Presswerk und Achsenproduktion aufgeteilt werden.

Bochumer Werk könnte überflüssig werden

Dieser Schritt schaffe die Voraussetzungen, um zumindest die Montage langfristig schließen zu können. Dem Blatt zufolge wären davon 2.000 Arbeitsplätze betroffen. Zusätzlich könne die Achsenfertigung nach Osteuropa verlagert werden, hieß es in dem Bericht. Dabei solle Tschechien im Gespräch sein. Das Presswerk solle in eine eigenständige GmbH ausgelagert werden und vorerst erhalten bleiben, da hier auch Karosserieteile für die Opel-Werke Rüsselsheim und Eisenach gefertigt würden. Ein Opel-Sprecher wollte die Informationen laut der Zeitung nicht kommentieren.

Auch das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Unternehmenskreise vorab, der Standort Bochum rücke wegen seiner niedrigen Produktivität immer stärker in den Fokus der GM-Manager. Das Werk könne die Produktion der nächsten Mittelklasse-Modelle von Astra-Kombi und Zafira verlieren und würde damit überflüssig, berichtete das Blatt weiter unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Einen einschneidenden Stellenabbau plane GM im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim und im Saab-Werk im schwedischen Trollhättan.

Dagegen ist das Opel-Werk in Eisenach nach Betriebsratsangaben nicht von Kürzungen betroffen. "Eisenach ist nicht in die Standortverhandlungen bei Opel einbezogen", sagte der Betriebsratschef des Werkes, Harald Lieske, der "Berliner Zeitung" einem Vorabbericht zufolge. Daher werde es dort keinen Personalabbau geben. "Unsere Arbeitskosten liegen bei 70 Prozent im Vergleich zu den westdeutschen Werken", fügte er hinzu.

Studie prüft Astra-Produktionsstätten

Die Essener "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (NRZ) berichtete unter Berufung auf Betriebsratskreise über eine Untersuchung des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) namens "Footprint Studie": Diese solle Produktionsstätten des Opel-Astra überprüfen. Betroffen seien Bochum, Ellesmere Port (Großbritannien), Gliwice (Polen) und Antwerpen (Belgien). Die "Footprint-Studie" laufe derzeit noch, Ergebnisse sollten dem NRZ-Bericht zufolge gegen Mitte/Ende November vorliegen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen sei aber möglicherweise der Zeitdruck gestiegen - weshalb sich die Aufmerksamkeit nun verstärkt auf Bochum richte, schrieb die NRZ.

Die IG Metall verhandelt seit Monaten mit dem Opel-Konzern in den Werken in Bochum, Kaiserslautern und Rüsselsheim über einen Kostensenkungsplan.

IG Metall: GN tritt "stillos und kontraproduktiv"

Die IG Metall hat dem Opel-Mutterkonzern GM im Ringen um drastische Einsparungen "stilloses und kontraproduktives Verhalten" vorgeworfen. Das Durchsickern der Kopfzahlen von Opel-Mitarbeitern, die im Zuge der Sanierung ihre Arbeit verlieren sollen, "torpediert die laufenden Verhandlungen und verhindert, dass man zu einem Kompromiss kommt", sagte der Bezirksleiter der IG Metall in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen, Klaus Mehrens, in Frankfurt. "Das ist ein generelles Problem bei Opel: Es wird ständig reinregiert."

GM will am Donnerstag Eckpunkte für das Sparpaket bei seinen europäischen Töchtern vorlegen. Medienberichten zu Folge sind 10.000 bis 12.000 Stellen gefährdet, davon bis zu 7.000 bei Opel. Der Opel-Betriebsrat verhandelt bereits seit längerem mit dem Management über einen "Zukunftsvertrag" für die deutschen Standorte. Außerdem steht zur Diskussion, ob die künftige Mittelklasse (Opel Vectra, Saab 9-3) im Stammwerk Rüsselsheim oder bei Saab im schwedischen Trollhättan gebaut wird.

Deutsch-schwedische Freundschaft

"Durch ein gemeinsames Vorgehen der beiden Standorte versuchen wir zu erreichen, dass es nicht zu einer Kampfsituation kommt", sagte Mehrens. Eine deutsche Gewerkschaftsdelegation werde daher in der kommenden Woche nach Schweden reisen. Mehrens warnte die GM-Manager davor, auf unterschiedliche Interessen der Beschäftigten an den einzelnen Standorten zu setzen. Die Arbeitnehmervertreter stimmten sich untereinander ab. "Wir sind durchaus auch in der Lage, europäische Aktionen durchzuführen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln."

Der IG-Metall-Bezirksleiter sprach sich dafür aus, die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten nicht allein an den Lohnkosten festzumachen, sondern auch Faktoren wie Flexibilität, Qualität und Image miteinzubeziehen. "Es ist wichtig für Opel, als deutsches Unternehmen wahrgenommen zu werden", meinte Mehrens. Die Gewerkschaft ist nicht direkt in die Verhandlungen bei dem Autohersteller eingebunden, da bisher keine tariflichen Regelungen zur Diskussion standen. (AP, Reuters)

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(