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Ernst oder Satire?: US-Shop verkauft Lego-Klon mit Bausatz für Trumps Mauer zu Mexiko

In einem US-Webshop kann neben einer breiten Palette an Trump-Gimmicks auch einen Spielzeug-Bausatz für die Mauer zu Mexiko bestellt werden. Das Lego-Plagiat wirkt auf den ersten Blick wie Satire, ist aber ernst gemeint. 

Trump Lego

Dieses offensichtlich von einem Lego-Bausatz inspirierte Spielset vertreibt ein Shop in den USA 

Donald Trump steht mit einem rotem "Make America Great Again"-Basecap auf dem Kopf an der Grenze zu Mexiko und schreit. Das Gesicht des Präsidenten wirkt angespannt, die Augen schauen grimmig. Hinter ihm türmt sich eine hohe Wand auf. Es ist die Mauer zu Mexiko, sein größtes Wahlversprechen an seine Unterstützer. Ein Blick in die Zukunft? Nein, die oben beschriebene Szene ist auf einem Karton mit Kinderspielzeug abgebildet. Mit den "MAGA"-Bausteinen - in Form und Anmutung quasi ein konservatives Lego-Plagiat - kann bald jeder Amerikaner schon mal zu Hause mit dem Mauerbau anfangen. "MAGA" steht als Akronym für Trumps Losung "Make America Great Again".

Das Set kann online vorbestellt werden und ist laut Shop ab dem 23. November lieferbar. Es kostet rund 30 Dollar und wird ab einem Alter von fünf Jahren empfohlen. "Ein Mob aus 10.000 mittelamerikanischen Migranten marschiert durch Mexiko in Richtung El Paso in Texas", heißt es in der Produktbeschreibung. Und weiter: "Die Mauer muss gebaut werden". "Ein tolles  Weihnachtsgeschenk für Ihre Kinder und Enkel", schließt die Beschreibung.

Große Palette für Trump-Fans und andere Patrioten

Der Shop "Keep And Bear", der das Set vertreibt, wurde nach eigenen Angaben vor rund zwei Jahren gegründet. Ursprünglich diente die Seite als Plattform für den gleichnamigen Dokumentarfilm, der sich mit dem vieldiskutierten zweiten Verfassungszusatz beschäftigt. "To keep and bear a gun" bedeutet sinngemäß eine Waffe zu haben und sie auch (öffentlich) zu tragen. "Ein erfrischender Blick auf die Reise einer Familie hin zum Waffenbesitz", lautet ein positiver Kommentar bei Amazon Prime. Kritische User nennen den Film "einen Liebesbrief an die Schusswaffe" oder schlicht "NRA-Propaganda".

Mittlerweile hält der Shop eine große Merch-Palette für Patrioten, Konservative und Trump-Fans vor. "Alle Produkte unterstützen und feiern Gott und das Land", heißt es auf der Seite. Es ist auf den ersten Blick schwer zu erfassen, ob das alles wirklich ernst gemeint oder gut gemachte Satire ist. 

Hillary Clinton in Sträflingskleidung ist auch erhältlich

Das Angebot umfasst unter anderem Klamotten, DVDs, Bibeln und eben auch Spielzeug. Die Trump-Figur ist im Shop übrigens auch einzeln zu haben. Das Set enthält neben dem Mini-Präsidenten eine MAGA-Kappe, Trumps Haarschopf (Der Besitzer kann selbst entscheiden, was das präsidiale Haupt krönt) und ein Dekret, das die Figur in Händen halten kann. 

Auch Trumps alte Rivalin Hillary Clinton ist in im Miniformat erhältlich – in Sträflingskleidung und gemeinsam mit dem "Joker" aus Batman. Außerdem gibt es noch Figuren von Chuck Norris, einem Kreuzritter und William Wallace aus "Braveheart".

Shirts kommen mit dreifacher patriotischer Absicherung

Es gibt im Shops auch T-Shirts, die zeigen, wie ein gezeichneter Präsident auf ein CNN-Logo pinkelt und Poster, auf denen Donald Trump im Neoprenanzug wörtlich die "Red Wave" reitet. Sämtliche Shirts im Shop kommen übrigens laut Website mit einer dreifachen "American Made"-Absicherung: "Unsere Shirts werden in Amerika hergestellt und in Amerika auf einem in Amerika hergestellten Drucker bedruckt". Letzteres sogar von einem Veteranen, wie die Betreiber stolz schreiben. 

Auf dem "Build the Wall"-Set ist hinter der Mauer auf der Packung ein Mexikaner abgebildet, mit Sombrero, Poncho und Rassel. Über ihm hängen bunte Girlanden, er hat ein Lächeln im Gesicht. Worüber er sich freut, ist unklar – vielleicht schlicht darüber, dass der schreiende Mann mit der roten Mütze auf der anderen Seite der Mauer steht.

Quellen: "KeepAndBear", "Amazon Prime"

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.