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Ratgeber Allergie

Wenn die Arbeit krank macht

Therapie

Bei der medikamentösen Behandlung des allergischen Kontaktekzems sind örtliche Kortisonpräparate als Lösungen, Schüttelmixturen, Lotionen, Salben oder wasserfreundliche (hydrophile) Cremes das Mittel der ersten Wahl. Die Auswahl eines geeigneten Präparats richtet sich nach dem Ort, der Schwere und dem Stadium des Ekzems.

Auch bei der exogen allergischen Alveolitis werden Glukokortikoide eingesetzt. Sie unterdrücken zwar die Entzündung des Lungengewebes, können den Langzeitverlauf der Erkrankung und Folgeschäden aber nicht beeinflussen. Bei chronischen Verlaufsformen könnten so genannte TNF-a-Inhibitoren eine Therapiemöglichkeit sein. Für deren Einsatz bei der exogen allergischen Alveolitis liegen jedoch noch nicht genügend Erfahrungen vor. Beim Asthma bronchiale werden je nach Ausprägung neben den Glukokortikoiden zahlreiche weitere Medikamente verschrieben, um die Symptome zu lindern. Dazu gehören Beta-2-Sympathomimetika, Parasympatholytika, Theophyllin, Mastzellstabilisatoren, Leukotrien-Antagonisten.

Besonders wichtig: Auslöser meiden

Am besten ist es, das entsprechende Allergen strikt zu meiden. Denn auch die konsequenteste Therapie bringt letztlich keine Linderung, wenn die auslösenden Substanzen weiter einwirken. Wer sich den Allergenen trotz Krankheitssymptomen weiter aussetzt, riskiert, dass sich die Erkrankung festsetzt und chronisch wird.

Betroffene sollten jedoch auch nicht beim ersten Verdacht auf eine Berufsallergie überstürzt ihren Job aufgeben, sondern die Symptome vom Facharzt sorgfältig und frühzeitig abklären und die Belastung am Arbeitsplatz detailliert analysieren lassen. Geeignete Schutzmaßnahmen können den meisten Betroffenen einen Berufswechsel ersparen. Dazu zählen unter anderem,

Besonders empfindliche Menschen sind stärker gefährdet

Da eine berufsbedingte Erkrankung die Existenz bedrohen kann, sollten sich junge Menschen schon im Vorfeld mit den gesundheitlichen Anforderungen im angestrebten Job auseinandersetzen. In einer Umfrage erklärten jedoch nur acht Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, dass asthmatische oder allergische Erkrankungen ihre Berufswahl beeinflusst hätten. Die meisten interessierten sich nicht dafür, welche Risiken der Beruf für ihre Gesundheit bergen könnte.

Da es in Deutschland auch keine spezielle Eignungsuntersuchung und keine qualifizierte medizinische Jobberatung gibt, ergreifen Jugendliche immer wieder Berufe, für die sie aufgrund ihrer Konstitution nicht geeignet sind. "Vor allem in der jüngeren Generation gibt es immer mehr Menschen mit empfindlicher Haut und Schleimhaut, die auch leichter einen Heuschnupfen bekommen", sagt Dermatologieprofessor Swen Malte John. Solche Atopiker hätten ein deutlich erhöhtes Risiko, eine beruflich bedingte Hautkrankheit zu entwickeln. Atopiker sind Menschen, in deren Familien Allergien bereits aufgetreten ist und die daher erblich vorbelastet sind. "Bei einer qualifizierten medizinischen Berufsberatung müsste den wenigen Hochempfindlichen von den stark hautbelastenden Berufen wie Friseur oder Krankenschwester abgeraten werden." Entscheidender sei aber, den vielen hautempfindlichen Menschen von Anfang an zu zeigen, wie sie sich konsequent und richtig im angestrebten Beruf schützen können. Dadurch ließe sich das Risiko für entsprechende Allergien erheblich senken.

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