Eindeutig belegt ist die Wirkung eines pflanzlichen Wirkstoffes beim allergischen Schnupfen: Eine aktuelle klinische Studie wies nach, dass Tabletten mit dem Pflanzenextrakt der Pestwurzpflanze bei Pollenallergikern genauso gut wirken wie ein Antihistaminikum.
Die wissenschaftliche Medizin greift seit Jahrhunderten auf natürliche Heilmittel zurück. Pflanzliche Stoffe sind aus der Behandlung von Atemwegsinfekten nicht wegzudenken (vor allem schleimlösende und hustenreizlindernde Mittel). Auch viele Asthmamedikamente sind pflanzlichen Ursprungs wie zum Beispiel Süßholzwurzel-, Efeu-, und Wollblumen-Präparate. Sie ersetzen jedoch nicht die herkömmlichen Medikamente. Auch bei Neurodermitis spielen Mittel pflanzlichen Ursprungs eine große Rolle, eine klare Trennlinie zwischen Phytotherapie und klassischen Hautmedikamenten aus der Dermatologie ist nicht möglich. So sind alle Hautmedikamente mit Gerbstoffen pflanzlichen Ursprungs (schwarzer Tee, Eichenrinde). Auch Öle, die den Gehalt an wichtigen essentiellen Fettsäuren in der Haut erhöhen sollen, kommen aus der Natur (Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl, Johanniskrautöl oder Borretschsamenöl).