Beschwerden bei einem allergischen Schnupfen lassen sich mit salzhaltigen Lösungen (Sole) lindern, etwa mit einer Nasendusche. Dabei werden die Gänge der Nasenhöhle mit Wasser und einem speziellen Salz gespült, sodass Schmutzpartikel und Pollen hinausgespült werden. Außerdem wird die Schleimhaut der Nase in ihrer Struktur und Funktion wieder normalisiert, was einen vorbeugenden Effekt haben kann.
Die Akupunktur gehört zur traditionellen chinesischen Medizin (TCM). In Europa werden die Nadeln vorwiegend in der Schmerztherapie eingesetzt. Beim allergischen Schnupfen kann die Akupunktur akute Schnupfensymptome lindern und langfristig die Empfindlichkeit der Nasenschleimhaut herabsetzen.
Zahlreiche Studien belegen, dass die Akupunktur auch asthmakranken Patienten helfen kann, auch wenn der Effekt eher schwach ist. Die meisten Untersuchungen beschreiben eine mittelstarke Erweiterung der Bronchien bei leichtem Asthma und ein subjektiv besseres Empfinden. Einige Untersuchungen wiesen auch nach, dass sich die Blutwerte bestimmter Abwehrzellen nach der Behandlung besserten. Daher ist die Behandlung von Allergien mit Akupunktur in die Liste der Weltgesundheitsorganisation mit aufgenommen worden. In Deutschland übernehmen die Krankenkassen bisher die Kosten für Akupunktur nur bei chronischen Rücken- und Kniegelenkschmerzen. Bei Kindern sollte eher die schmerzlosere Laserakupunktur angewendet werden oder andere Techniken, wie zum Beispiel das Aufkleben von Kügelchen auf die Akupunkturpunkte.