Diese Methode basiert auf der klassischen Akupunktur aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, kombiniert dieses Verfahren aber mit moderner Elektronik. Ein spezielles Gerät soll an bestimmten Akupunkturpunkten die energetische Spannung und mögliche Abweichungen messen können, was Rückschlüsse auf eine "energetische Störung" zulassen sollen. Auch soll es möglich sein, auf diese Weise Zusammenhänge aufzuspüren, die vordergründig nicht erkennbar sind. So könne eine Infektion, die Jahre zurückliegt, etwas mit den heutigen Beschwerden zu tun haben.
Experten zufolge wurde diese Methode bereits in den 70er Jahren untersucht - Dr. Voll selbst war anwesend. Das Ergebnis war ernüchternd: Bei einem Medikamententest machte es keinen Unterschied, ob eine Substanz in den Messkreislauf eingeführt wurde oder nicht. Daher wurden keine elektrischen Veränderungen gemessen. Andere Untersuchungsergebnisse müssen demnach zufällig oder durch Störungen entstanden sein.
Bei der Eigenblutbehandlung bekommt der Patient sein eigenes, zuvor entnommenes Blut injiziert. Dabei entstehen zwar Entzündungen, die eine antientzündliche Wirkung haben können. Allerdings fehlt es hierbei an kontrollierten Studien, um die Wirksamkeit der Methode bei allergischen Erkrankungen einschätzen zu können. Eine einzige Studie berichtet von einer leichten Besserung bei Neurodermitis - wobei die Hauterscheinung jedoch gleich blieb.
Diese Methode geht auf den Allgemeinmediziner Dr. Horst Kief aus Ludwigshafen zurück, der Immunologie mit Naturheilkunde kombinierte. Bei der Autohomologen Immuntherapie geht es darum, körpereigene Substanzen zu gewinnen, die dem Immunsystem helfen sollen, erkrankte Zellen zu beseitigen. Dafür nimmt der Arzt dem Patienten Blut und Urin ab und vermehrt immunwirksame Stoffe gezielt, bevor er sie wieder in den Körper gibt, über Spritzen, Tropfen oder das Inhalieren. Vor allem bei Allergien kommt die Methode zum Einsatz.
Auch wenn Patienten nach eigenen Angaben Linderung oder Heilung erfahren haben sollen, gibt es nach Ansicht von Experten keine kontrollierte Studie, welche die Wirksamkeit der Studie belegt hätte. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung zählt die Autohomologe Immuntherapie nach Kief zu den nicht anerkannten Methoden.