Böse-Benz statt Baby-Benz

14. Februar 2013, 18:00 Uhr

Vergesst den Gti - Mercedes holt den Hammer raus. Mit 360 PS muss sich der A 45 AMG vor nichts und niemanden verstecken.

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Mercedes, A, 45 AMG, 4161

Die erste A-KLasse von AMG wird auf die Straßen gelassen.©

AMG hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen. Bis zum 50. Geburtstag des Daimler-Sportwagenablegers in vier Jahren sollen die Verkaufszahlen auf 45.000 Fahrzeuge mehr als verdoppelt werden. Wichtiger Hebel zur Volumensteigerung ist dabei die Kompaktklasse. Auch A-Klasse und CLA werden als leistungsstarke AMG-Modelle verfügbar sein. Angetrieben werden sie von einem aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder mit Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb 4matic.

Der neu entwickelte Zweiliter-Motor ist aktuell der stärkste in Serie produzierte Vierzylindermotor. Zwei Liter Hubraum bedeuten Dank Turboaufladung 265 kW / 360 PS und 450 Nm maximales Drehmoment ab 2.250 U/min. AMG-Chef Ola Källenius: "Mit dem A 45 AMG wird Mercedes-AMG neue Kunden ansprechen und neue Märkte erschließen. Wir fügen unserem Angebot an einzigartigen High-Performance Automobilen ein äußerst attraktives Modell mit außergewöhnlichen Leistungsdaten hinzu." 0 auf Tempo 100 schafft der Allradler in 4,6 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt. Als Normverbrauch gibt Mercedes für sein AMG-Einstiegsmodell 6,9 Liter Super an. Das Triebwerk aus Kölleda ist dabei ein wahrer Hochleistungsmotor. So verfügt der Twin-Scroll-Turbolader über Benzin-Direkteinspritzung, Vollaluminium-Kurbelgehäuse, gewichtsoptimierter Kurbeltrieb mit geschmiedeter Stahlkurbelwelle und Schmiedekolben mit reibleistungsoptimierten Kolbenringen sowie Luft-Wasser-Ladeluftkühlung. Der Ladedruck des kleinsten AMG-Triebwerks liegt bei 1,8 bar.

Allradantrieb bringt die Kraft auf den Boden

Für das optimale Schalten ist im A 45 AMG ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Schaltstufen zuständig. Der Automatikhebel liegt nicht wie bei den zivilen Automatikversionen der künftigen A-Klasse am Lenkrad, sondern wie gehabt auf der Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen: "Unsere Kunden sind das so gewöhnt", sagt Källenius. Eine spezielle Abgasanlage soll Kunden und Umgebung vorgaukeln, mit mehr als vier Brennkammern unterwegs zu sein. Im Normalbetrieb wird der A 45 AMG nur über die Vorderachse angetrieben. Eine Lamellenkupplung erkennt, wenn an der Vorderachse Schlupf auftritt und bringt bis zu 50 Prozent der üppigen Motorleistung an die Hinterachse. In Sekundenbruchteilen presst eine hydraulische Pumpe das Lamellenpaket zusammen und leitet das Motormoment bedarfsgerecht an die Hinterräder weiter.

Mit dem neuen Mercedes A 45 AMG will der Markenableger aus Affalterbach deutlich jüngere Kunden als bisher gewinnen und 30- bis Mitte 40jährige locken. Der Einstiegspreis des Mercedes A 45 AMG dürfte knapp unter 50.000 Euro liegen. Audis RS3 hat einen Einstiegspreis von 49.900 Euro, für ein BMW 1er M-Coupé werden mindestens 51.500 Euro fällig. Weltpremiere für das neueste AMG-Modell ist auf dem Genfer Salon Anfang März. Im Juni kommt der kleine Kraftprotz in den Handel.

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