Ein Elektro-Bike ist ein Rad vom Tuner. Zusätzlich zu den Waden treibt ein Motor das Rad voran. Wie funktioniert das Ganze und wer braucht eigentlich ein Zweirad mit Hilfsmotor? Fünf Beispiele für den Einsatz.
E-Bikes, offiziell auch Pedelecs genannt, werden von verschiedenen namhaften Fahrradfirmen angeboten. Sie sind inzwischen technisch ausgereift, aber immer noch relativ teuer. Ein billiges Elektrorad beginnt bei etwa 1000 Euro, man sollte aber eher mehr als 1500 Euro einplanen. Markenräder ohne Stromantrieb gibt es allerdings auch nicht zu Discountpreisen. E-Bikes besitzen eine aufladbare Batterie, einen Akku, und einen Elektromotor als Hybridantrieb. Das Rad fährt immer mit Muskelkraft und mit Strom. Ein kleiner Sensor berechnet die Trittfrequenz und gibt den Befehl an den Motor, Zusatzkraft einzusetzen. Über ein kleines Display am Lenker kann man dann die 0,5, 1, oder 1,5 fache Menge der eigenen Museklkraft zusetzen lassen. Der Antrieb setzt nur ein, wenn man tritt. Einfach raufsetzen und Gas geben, funktioniert also nicht.
Inzwischen konnten sich die elektrischen Räder, in der Startphase häufig als "Reha-Fahrzeuge" diffamiert, auf dem Markt durchsetzen. Zunächst wurden vor allem typische Rentnerräder mit besonders tiefem Einstieg angeboten. Heute sind Design und die Formen jünger und moderner geworden. Die Bikes kommen wahlweise in gebürstetem Stahl oder bunt wie ein Mädchenzimmer in die Läden. Auch die Formen variieren vom City-Bike mit tiefem Einstieg bis hin zum sportlichen Mountainbike. Man sieht den Rädern inzwischen an, dass sie als E-Bike konstruiert wurden. Frühere Modelle sahen dagegen häufig nach "Umrüstsatz" aus. Grundsätzlich sind sie durch den Akku aber doch als Elektromodell zu identifizieren.
Mit bis zu 25 Kilo ist das Gewicht sehr hoch. Der Transport über Treppen in einen Abstellraum gelingt daher nicht mühelos. Wer vor allem seinen Urlaub mit dem Rad unternehmen will, muss auf die Reichweite achten. Für tägliche Touren reicht sie vollkommen aus, aber mit einer Akkuladung kann man nicht zehn Stunden mit voller Kraftunterstützung dahinbrausen.
Für schnelle Fahrer sind E-Bikes in der Klasse eines so genannten Leichtkraftrads interessant. Sie fahren bis zu 40 km/schnell, bekommen ein Nummernschild und müssen versichert werden. Fahren lässt sich der flinke Flitzer mit einem Mofaführerschein bzw. Klasse drei bis 1965. Radwege sind allerdings tabu, das schnelle E-Bike darf nur auf der Straße benutzt werden. Rechtlich gesehen darf es daher niemals im Park oder auf Wanderwegen benutzt werden. Die Akkus der E-Bikes können 500- bis 800-mal aufgeladen werden. Ein neuer Akku kostet ca. ein Viertel vom Neupreis.
Für wen ist ein Elektrorad ein interessante Wahl? stern.de zeigt die Möglichkeiten des Fahrrads mit Extrapower.