Belgische Oma fährt nach Zagreb statt Brüssel

15. Januar 2013, 16:50 Uhr

Eine belgische Seniorin machte einen Roadtrip der anderen Art: Durch einen GPS-Fehler verfuhr sich die Dame angeblich um mehr als 1000 Kilometer - und landete im kroatischen Zagreb statt in Brüssel. Von Christoph Fröhlich

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Statt nach Brüssel fuhr eine belgische Seniorin angeblich bis nach Zagreb©

Eigentlich wollte Sabine Moreau, eine 67-jährige Seniorin aus der belgischen Kleinstadt Erquelinnes, nur einen Freund vom Bahnhof in Brüssel abholen. Knapp 90 Kilometer ist die Landeshauptstadt von ihrem Wohnort entfernt, rund anderthalb Stunden Fahrzeit. Um ihren Besuch rechtzeitig abzuholen, setzte sich die Rentnerin in ihr Auto, startete das Navi - und begann einen unfreiwilligen Roadtrip durch halb Europa. Denn was sie nicht bemerkte: Das GPS-Signal des Navigationsgeräts war fehlerhaft, sodass die Seniorin nicht nach Norden, sondern in den Süden des Landes geschickt wurde, wie die spanische Tageszeitung "El Mundo" schreibt.

Auch nach mehreren Stunden Fahrzeit soll sie den Fehler nicht bemerkt haben, obwohl Sabine Moreau längst in Brüssel hätte ankommen müssen. Mehr noch: Die Route des Navis führte die belgische Seniorin angeblich quer durch Frankreich, Deutschland und Österreich bis ins 1300 Kilometer entfernte Zagreb. Statt ein paar Stunden soll sie mehrere Tage im Auto verbracht haben, schreibt der Techblog "Gizmodo".

Auf ihrer Odyssee durch Europa soll die alte Dame zweimal getankt und ein kurzes Nickerchen am Straßenrand gehalten haben, zwischendurch soll sie sogar einen kleinen Unfall gehabt haben. Davon unbeeindruckt setzte die alte Dame ihre Reise fort.

Fremde Zeichen

"Ich habe unterwegs alle Arten von Verkehrszeichen gesehen, zuerst französische, dann deutsche und schließlich kroatische", sagte Moreau der spanischen Zeitung "El Mundo". Stutzig wurde sie trotz der fremden Straßenschilder nicht, erklärt die Seniorin. Sie wäre viel zu abgelenkt gewesen und hätte den Fuß einfach weiter auf dem Gaspedal gehalten. "Plötzlich war ich in Zagreb und erst dann bemerkte ich, dass ich nicht mehr in Belgien war."

Nicht nur Sabine Moreau war zu diesem Zeitpunkt reichlich verwirrt, sondern auch ihr Sohn. Der konnte sich das plötzliche Verschwinden seiner Mutter nicht erklären und soll nach einem Tag bei der belgischen Polizei eine Vermisstenanzeige aufgegeben haben. Die soll kurz davor gewesen sein, eine groß angelegte Suchaktion zu starten, wie der britische "Telegraph schreibt, als sich die verwirrte Seniorin bei ihrem Sohn telefonisch aus Zagreb meldete.

1200 Kilometer Umweg

Mehr als 1000 Kilometer Umweg - ist daran wirklich das fehlerhafte Satellitensignal des Navis schuld? Die Vermutung liegt nahe, dass nicht das Technik-Gadget danebenlag, sondern die alte Dame, die 1200 Kilometer unbeirrt durch halb Europa düste. Sollte die Geschichte trotzdem wahr sein, bleibt zu hoffen, dass der Besuch nicht immer noch am Bahnsteig in Brüssel wartet.

 
 
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