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Porno-Piraten kapern den Feminismus-Hashtag #ausnahmslos

Unter #ausnahmslos sollte über Sexismus getwittert werden, aber nun wird der Hashtag unter Busen-Bildern und Sex-Witzen begraben. Aber die Feministinnen schlagen schon zurück.

Ouch, normalerweise freut man sich immer, wenn Aktivisten einen kapern oder die Facebook Seite einer etablierten Institution überschwemmen. Hauptsache, das Ganze hat so ein "David gegen Goliath"-Feeling. Außerdem freuen sich User jedes Mal, dass das Internet noch nicht der vollkommen kontrollierte Raum ist, in dem Wirtschaft und Regierung allein den Ton angeben.

Was aber, wenn andere die Piraten-Methode nutzen und nun ihrerseits einen Aktivisten-Hashtag kapern? So ist es dem Hashtag #ausnahmslos – ergangen. Eingerichtet wurde er um über gegen Frauen zu twittern, doch seit einigen Tagen wird er mit Erotik-Bildchen und sexistischen Witzen geflutet. Und auf einmal fragt man sich unwillkürlich: Ja, dürfen die denn das?

Hindern kann man natürlich niemanden, ein Hashtag ist kein Privatbesitz. Und die meisten Poster sind clever genug von Beleidigungen abzusehen. Nach Recherchen von Buzzfeed wurde die krude Aktion auf der Seite Pr0gram ausgeheckt, dorther stammt auch der Begriff #falschesgrau, der als zweiter Hashtag auf jedem Porno-Post auftaucht. An den Verabredungen erkennt man schnell, dass keine Newbies am Werke sind. So wird geraten, auf echte Porno-Bilder zu verzichten, um die Community-Guideline von Twitter nicht zu verletzen. Niemand benutzt einen echten Klarnamen-Account, es scheint sich ausnahmslos um getarnte Accounts zu handeln, die man keiner Person zuordnen kann.

Das Ergebnis ist jedenfalls irritierend. Wer den Hashtag #ausnahmslos aufruft, bekommt regelmäßig Nacktbilder mit Atzen-Humor geliefert. Aber natürlich schlagen die Userinnen von #ausnahmslos zurück, etwa mit Bildern von den "Micropimmeln" (Viel Wolle - kleine Made") der Hashtag-Piraten. Schockierende Bilder, die wir leider nicht zeigen können, die man aber hier auf Twitter findet.

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