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8. November 2009, 17:40 Uhr

Die Mauer steht noch - im virtuellen Berlin

Zum 20. Jubiläum ihres Falls wurde im virtuellen Berlin der Onlinewelt Twinity die Berliner Mauer wieder aufgebaut. Zu Bildungszwecken. Anhand des nachgebildeten Abschnitts wird nicht nur gezeigt, wie es aussähe, wenn das Bauwerk heute noch stünde. Auch eine Zeitreise nach 1989 ist möglich.

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Der Todesstreifen von 1989 lässt sich einblenden© Twinity

Der 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer findet auch im Cyberspace ihr Abbild. In der virtuellen Welt "Twinity" existiert ein genaues Abbild von Berlin. Für das historische Ereignis wurde ein zwei Kilometer langes Teilstück der Mauer aus Bits und Bytes originalgetreu erschaffen.

Schöpfer der 3D-Welt "Twinity" ist die brandenburgische Firma Metaversum: "Wir bauen Städte maßstabsgetreu nach", sagt Mitgründer Mirko Caspar. Karten und dreidimensionale Modelle von Gebäuden dienen dabei als Vorlage. Seit einem Jahr steht eine Kopie von Berlin im Cyberspace, später folgte Singapur. London ist in Arbeit. Das ist der größte Unterschied zur bekannten virtuellen Welt "Second Life", die ausschließlich aus Fantasieländern besteht. Zwischen Brandenburger Tor und Reichstag sind keine fantastischen Wesen unterwegs, sondern menschlich geformte Avatare. "Bei uns geht es um die echte Identität", betont Caspar. Bislang haben sich weltweit 180.000 Nutzer registriert.

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Am virtuellen Brandenburger Tor gibt es Info-Wände© Twinity

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat hat Twinity ein virtuelles Open-Air-Mauer-Museums im Berlin von Twinity gebaut. Der zwei Kilometer lange nachgebildete Mauerabschnitt führt vom Reichstag über das Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz und bis zum Grenzübergang Checkpoint Charlie. Auf dieser Strecke gibt es sieben Punkte, die tiefer gehende Informationen zu dem jeweiligen Ort zu Verfügung stellen. Besonders interessant ist die Zeitreise, die an der Twinity-Version der Berliner Mauer möglich ist: Denn nicht nur das Bauwerk selbst ist nachgebildet worden, sondern auch auch die umliegende Gegend. Wo beispielsweise der Todesstreifen verschwinden auf Mausklick die heute dort stehenden Gebäude, und Sand, Zäune und Wachtürme kehren zurück.

Am 9. November werden die Feierlichkeiten zum Jubiläum auch in Twinitys Berlin zu sehen sein. Das Programm des Nachrichtensenders n-tv wird auf eine Videowand neben dem virtuellen Brandenburger Tor übertragen.

Wer Twinity nutzen möchte, muss eine Software herunterladen und auf einem Windows-PC installieren. Download und Nutzung sind nach einmaliger Registrierung kostenlos.

san
 
 
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