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15. Mai 2009, 08:22 Uhr

Googles Daten steckten im Stau

Millionen Menschen auf der ganzen Welt hatten mit einer Störung bei Google zu kämpfen. Rund 14 Prozent der User konnten die Websuche, die E-Mail-Konten und andere Angebote des Unternehmens nicht wie gewohnt nutzen. Die Erklärung für die Panne: Die Daten steckten in einer Umleitung fest.

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Googles Daten mussten über Asien reisen© Boris Rössler/DPA

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat eine technische Panne die Internet-Suche von Google behindert. Millionen von Nutzern, darunter auch solche in Deutschland und Frankreich, konnten etwa eine Stunde lang nicht auf den Dienst zugreifen. Betroffen waren etwa 14 Prozent aller Google-Nutzer. Als Grund für die Störung nannte das kalifornische Unternehmen ein technisches Problem, das dazu führte, dass ein zu großer Teil des Datenverkehrs über Computer in Asien geführt wurde. Die Störung habe am Donnerstag um 16.48 Uhr (MESZ) begonnen und etwa eine Stunde gedauert, schrieb Google-Manager Urs Hoelzle im Firmenblog. Das Unternehmen bemühe sich darum, die Ursachen zu beheben, um eine Wiederholung zu verhindern.

Hoelzle benutzte eine Analogie zum Flugverkehr, um das Problem zu erklären. Seinen Blogeintrag überschrieb er mit: "Hier spricht Ihr Pilot ...". Im Blogeintrag hieß es weiterhin: "Stellen Sie sich vor, Sie fliegen von New York nach San Francisco, aber Ihr Flugzeug wird über einen Flughafen in Asien geleitet. Und ein Haufen anderer Flugzeuge wurde ebenfalls über die Route geschickt. Sie gerieten in einen Stau und Ihre Reise dauerte viel länger, als Sie erwartet hatten." Ein Systemfehler habe Google genötigt, so Hoelzle, einen Teil der Anfragen durch Asien zu leiten, was zu einem Stau geführt habe. Bei 14 Prozent der Nutzer seien die Google-Angebote langsam gewesen oder ganz ausgefallen.

Bereits am 31. Januar gab es eine Panne bei der Internet-Suche mit Google. Knapp eine Stunde lang wurde damals jede Homepage unter den Generalverdacht einer möglichen Infektion mit schädlicher Software gestellt: "Diese Website könnte ihren Computer beschädigen". Ein Mausklick auf einen beliebigen Treffer führte nur auf eine Seite mit einer Warnung und einen Hinweis auf die Webseite StopBadware.org. Das Unternehmen führte dies auf einen menschlichen Irrtum zurück. Ursache war ein Fehler beim regelmäßigen Update der Listen von potenziell gefährlichen Websites. Weil Google von mehreren hundert Millionen Menschen genutzt wird, kann bereits eine kleinere Störung gewaltige Auswirkungen haben. Davon sind unter Umständen auch andere Websites betroffen, welche Dienste von Google integriert haben.

san/AP
 
 
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