Suche auf Hochtouren: Spezialisten forschen in der Berliner Charité nach der Infektionsquelle der Darmkeime. Offenbar hatten sich schon vor Monaten Säuglinge mit den Keimen infiziert.
Das Video im Wortlaut: Suche nach dem Erreger. Auf Hochtouren suchen Spezialisten in der Berliner Charité nach der Infektionsquelle. Mehr...
Im Berliner Klinikum haben sich offenbar schon vor Monaten Säuglinge mit den Darmkeimen infiziert. O-Ton: Petra Gastmeier, Leiterin Institut für Hygiene und Umweltmedizin „Der erste Patient ist Anfang Juli erkrankt. Bei diesem Patient verhält es sich so, dass die Mutter ein sogenanntes Amnioninfektionssyndrom hatte, das heißt, die Mutter hat diese Erreger mitgebracht und während der Geburt ist es zu einer Übertragung auf das Kind gekommen. Das ist sozusagen keine Krankenhaus-, sondern eine mitgebrachte Infektion gewesen.“ Bis Mitte Oktober sei es in der Klinik zu keinen weiteren Infektionen gekommen. Dann starb ein Neugeborenes an den Serratienkeimen. Zudem wurden offenbar gleich mehrere Babys infiziert. Derzeit prüft die Klinik, ob die Keime durch mangelnde Desinfektionsmaßnahmen eingeschleppt wurden. Die Frühgeborenen-Station an der Berliner Charité bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Schließen
Es sind vor allem Informationspannen, die Deutschlands größtem Universitätsklinikum vorgeworfen werden. Von den Darmkeimen auf Frühchen-Stationen und einem toten Baby erfuhr die Öffentlichkeit spät.
Obduktionsergebnis Frühchen in Berlin starb nicht an DarmkeimenDie Obduktion hat Klarheit gebracht: Das herzkranke Baby, das im Deutschen Herzzentrum in Berlin operiert worden war, starb nicht durch die Serratia-Keime, mit denen es sich infiziert hatte.