E-Zigarette explodiert im Mund

17. Februar 2012, 12:12 Uhr

Bei der Explosion einer elektronischen Zigarette wurde ein Mann schwer verletzt. Der Amerikaner kam mit Verbrennungen an Gesicht und Mund ins Krankenhaus.

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Durch eine explodierende E-Zigarette wurde ein Raucher in den USA schwer verletzt©

Bei der Explosion einer E-Zigarette in seinem Mund ist in den USA ein 57-Jähriger schwer verletzt worden. Der Mann aus Niceville in Florida verlor bei der Detonation mehrere Zähne und ein Stück seiner Zunge, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte. Die wegen einer defekten Batterie ausgelöste Explosion habe das Opfer am Mund und im Gesicht verbrannt. Der Familienvater kam nach dem Unfall für mehrere Tage in eine Spezialklinik.

Die Detonation der Elektro-Zigarette sei so stark gewesen, dass die Batterie aus der Röhre geschossen sei und einen Schrank in dem Haus des Mannes in Brand gesetzt habe, sagte Joseph Miller, Chef der städtischen Feuerwehr. Auch ein Sitzkissen habe Feuer gefangen; ein chemischer Stoff brannte sich zudem in den Teppich. "Das Gerät war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und geschmolzen", sagte Miller.

Die elektronischen Glimmstängel sind zunehmend ein beliebter Ersatz für traditionelle Zigaretten. Die rauchlosen E-Zigaretten werden vor allem über das Internet vertrieben. Dabei verdampft eine oft nikotinhaltige Flüssigkeit, die der Raucher inhaliert. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette werden keine Substanzen verbrannt, der Nutzer nimmt keinen Teer auf.

Minderwertige Produkte auf dem Markt

Die Geräte und Flüssigkeiten, die in unterschiedlichen Mischungen auf dem Markt sind, werden vor allem im Internet, aber auch in speziellen "E-Shops" angeboten. Laut der Lobbyorganisation TVECA nutzen 2,5 Millionen Menschen in den USA die E-Zigarette. Die Technik werde zurzeit aber nicht kontrolliert, weshalb sich auch minderwertige Produkte auf dem Markt befänden, sagte der TVECA-Geschäftsführer Ray Story.

Die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchersatz sind noch kaum erforscht. Experten warnen daher immer wieder vor dem unbedarften Konsum. Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn heißt es, bei der Beurteilung der E-Zigaretten gebe es derzeit keine Grundsatzentscheidung. Die EU-Kommission plant eine Überprüfung der gesundheitlichen Folgen.

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