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17. Juni 2008, 15:30 Uhr

Handy-Strahlung löst keinen Krebs aus

Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt Entwarnung: Das Krebsrisiko von Erwachsenen steigt durch den Mobilfunk nicht, so das Fazit einer aktuellen Studie. Trotzdem fordern einige Experten ein Handy-Verbot für Kinder.

Handynutzer können aufatmen: Mobiltelefonieren macht nicht krank

Ob Handy-Telefonate der Gesundheit schaden, wird seit Jahren untersucht. Und das nicht ohne Grund, immer wieder tauchen fragwürdige Strudien auf, die vermelden, dass Handystrahlung schädlich sein soll. So fürchten sich mittlerweile ein Viertel aller Bundesbürger vor den Folgen der täglichen Bestrahlung. Jetzt hat das Bundesamt für Strahlenschutz eine neue Studie veröffentlicht. Fazit: Das Krebsrisiko von Erwachsenen steigt durch den Mobilfunk nicht. Die Forscher fanden auch keine Hinweise, dass Handys Kopfschmerzen auslösen. Mögliche Gefahren für Kinder oder Langzeitrisiken können die Wissenschaftler jedoch noch nicht auszuschließen.

In 54 Einzeluntersuchungen prüften Wissenschaftler seit 2002 mögliche Gefahren durch die Strahlung von Handys und schnurlosen Telefonen. "Es gibt eine Menge an Sorgen", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Die Hinweise auf mögliche Risiken unterhalb der geltenden Grenzwerte konnten jedoch weder durch Handys noch durch schnurlose DECT-Telefone oder deren Basisstationen in der Nähe des Bettes bestätigt werden. Im Einzelfall wurden Veränderungen der Genaktivität beobachtet. Das stelle die Gesamtbeurteilung aber nicht infrage, hieß es.

Risiken für Kinder nicht hinreichend untersucht

Das Forschungsprogramm des BFS konnte jedoch nicht auf alle Fragen abschließende Antworten geben. Weiterhin Forschungsbedarf gibt es vor allem in Hinblick auf die Fragen möglicher Langzeitrisiken für Handynutzungszeiten von mehr als zehn Jahren. Außerdem ist weiterhin unklar, ob Kinder empfindlicher auf Handystrahlung reagieren als Erwachsene. So fordern die Wissenschaftler, darunter viele Krebsforscher: Kinder unter zwölf Jahren sollten Handys nur im Notfall benutzen und wenn nicht anders möglich, vorsichtig mit ihrem Handy umgehen.

"BUND" fordert Handy-Verbot für Kinder

Nutzer sollten möglichst nicht bei schlechtem Empfang telefonieren, da bei schwachem Signal die Strahlung zunehme. Schon beim Kauf des Geräts lasse sich auf die so genannte spezifische Absorptionsrate (SAR) achten - als besonders strahlungsarm gelte ein SAR-Wert von 0,6 Watt/Kilogramm oder niedriger. Um die Handy-Antenne als Strahlungsquelle möglichst weit vom Kopf entfernt zu halten, empfehlen Experten, beim Telefonieren Kopfhörer zu tragen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geht noch weiter: Er fordert vorsorglich ein Handy-Verbot für Kinder. Solange es keine kindgerechten Schutzstandards für die Nutzung von Mobiltelefonen gibt, sei für Kinder ein Verbot der Nutzung von Handys nötig, sagte BUND-Mobilfunkexperte Bernd Rainer Müller.

Auch die Weltgesundheitsorganisation prüft im Rahmen der "Interphone-Studie", ob es ein nachweisbares Krebsrisiko durch Mobiltelefone gibt. Mehrere bereits abgeschlossene Interphone-Teilstudien aus verschiedenen Ländern der Welt haben keine Belege für ein Gesundheits-Risiko gefunden.

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Countryjoe (18.06.2008, 14:50 Uhr)
Auftraggeber?
Wer hat denn die Studie in Auftrag gegeben? Das würde das Ergebnis erklären....
Josh67 (18.06.2008, 11:45 Uhr)
lol
Rauchen fördert Ihre Gesundheit!
Dr. Marlboro
Heiner1010 (18.06.2008, 10:36 Uhr)
Stromstrahlen!!?! uuhh!!
Es wird sich vermutlich nie ändern:
Im Umfeld von Sendemasten werden pseudorepräsentative Statistiken über die Häufung von Kopfschmerzen erstellt - Wochen bevor der Sender in Betrieb geht! Dabei sollte es im Sinne dieser Kommunikationsgegner sein, wenn die Netzbetreiber viele kleine Zellen mit geringer Sendeleistung aufbauen. Hinter jeder Studie, die das Halbwissen der Protestierenden widerlegen, wird Lobbyismus und Machenschaften vormutet.
Die Feldstärken von Radio- und Fernsehsendern sind um das 10 bis 100 fache stärker als GSM Funk - nicht nur am Sender. Selbst wenn die Behörden die Grenzwerte auf ein Zehntel des heute Zulässigen beschränken würden, müssten die deutschen Netzbetreiber nichts ändern - so gering sind die Sendeleistungen.
"Wenn man keine Ahnung hat..."
Während die Mobilfunkbetreiber geteert und gefedert werden sollen, wird der Protest telefonisch organisiert - und man presst sich das schnurlose Telefon mit eine vielfachen Sendeleistung eines Handys gegen den empfindlichen Kopf.
...und wer aus Überzeugung nur kabelgebundenen Telefone benutzt: jeder Lautsprecher - auch der im Telefonhörer - besteht aus einer Spule, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt...
uuhh!!
endbenutzer (18.06.2008, 08:25 Uhr)
Bei den vielen Lobbyisten...
...in Berlin, haben die neuesten Untersuchungsergebnisse - zumindest für mich - schon einen faden Beigeschmack, zumal an der Untersuchung auch die Netzbetreiber beteiligt waren. Wie sagte der Komiker Otto schon in den 70ern: "Rauchen ist nicht gesundheitsschädlich. Gezeichnet: Dr. Marlboro."
RosaRoth (18.06.2008, 08:15 Uhr)
Solange testen bis das Ergebis stimmt
Im Fall der Kinderkrebsrate um die AKWs gabs das gleiche Phänomen.
Es wird immer dem geglaubt, der die politische und wirtschaftliche korrekte Antwort gibt. Was würde passieren, wenn es krebserregend wäre? Würden dann alle Sendemasten abgeschaltet?
Hochfrequente Mikrowellen erzeugen nun mal Wärme und gesund kann das nicht sein. Niemand steckt freiwillig seinen Kopf in die Mikrowelle.
Von der ständigen Belastung durch die Sendemasten will ich gar nicht sprechen. Und wer HAARP kennt, der weis, dass man mit hochfrequenten Mikrowellen noch ganz andere Sachen anstellen kann.
Einfach googlen: Haarp, Tesla
MonteVerde (17.06.2008, 20:57 Uhr)
Wärmephotos beweisen Einfluss der Handy Strahlen
schon 2001 wurde in der technischen Universität Catalunja Spanien an Hand von Wärmefotos nachgewiesen wie intensiv die Strahlung von Handys ist.Und wie einfach es wäre sich davor zu schützen. Orginale habe ich vorliegen.
Seit Jahren warnen Ärzte vor Strahlung und Auswirkungen.
Heute wäre alles Umbug.
In Spanien wurden sogar Sendemasten entfernt weil es zu vermehrten Krebskranken kam.
Nun sagen Studien es ist Umbug.
Also ich schliesse mich an und denke mir meinen Teil.Die Studien sind für mich unglaubwürdig.
Für mich sind Handys gesundheitsschädigend , leider riecht man es nicht, sieht es nicht und man weisss nicht wann es eine Krankheit auslöst.
brainuser (17.06.2008, 19:04 Uhr)
Ist aber schon fragwürdig,
wenn die entsprechende Studie von Mobilfunknetz-Betreibern gesponsort wurde, oder?
sonne68 (17.06.2008, 18:43 Uhr)
Jetzt schon???
...ist ja mal "nett", dass sich die oberste Fachbehörde unseres Landes jetzt schon (fast 20 Jahre nach Einführung der ersten Handys!)Gedanken über eine eventuelle Schädlichkeit gemacht hat.....
Alle vorhergehenden Studien waren übrigens im Auftrage von Mobilfunkbetreibern und -Herstellern erstellt worden und hatten (wen wunderts) das gleiche Ergebnis.
Ob diese hier unabhängig und unbeeinflusst zu stande kam, bleibt dahingestellt.
ganzbaf (17.06.2008, 17:43 Uhr)
Ob es Krebs auslöst...

oder nicht, wird man erst in 10 bis 30 Jahren genau sagen können.
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