Zum Beispiel: Ergotamin (Ergo Kranit Migräne )
Ergotamine wurden früher aus dem Mutterkorn gewonnen, einem schwarzen, länglich-körnigen Pilz, der Getreide, besonders gerne Roggen befällt - daher sein Name. Ergotamine waren das Mittel der Wahl zur Behandlung schwerer Migräneattacken. Ergotamine verstärken die Wirkung des Botenstoffes Serotonin; wie sie das im Einzelnen tun, ist noch nicht bekannt.
Vermutlich beeinflussen sie die Nervenentzündung an den Gehirngefäßen. Heutzutage haben neuere Migränemedikamente, die Triptane, die Ergotamine verdrängt. Triptane wirken besser und haben weniger Nebenwirkungen. Migränepatienten, die bisher mit ihrem Ergotaminpräparat zufrieden waren, müssen das Mittel aber nicht wechseln. Denn die Einstellung mit einem neuen Migränemittel ist sehr aufwendig.
In der modernen Migränetherapie spielen diese Wirkstoffe keine Rolle mehr. Sie kommen nur kurzfristig bei der Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen zum Einsatz.
Sie müssen Ergotamine sehr früh zu Beginn einer Migräneattacke einnehmen. Später wirken sie nicht mehr. Es ist wichtig, die gesamte Dosis auf einmal zu nehmen. Sie dürfen sie nicht auf mehrere Portionen am Tag verteilen.
Ergotamine können tückische Nebenwirkungen haben: