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22. November 2008, 16:14 Uhr
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Härter, lauter, Christian Bale

Nach Batman und James Bond ist nun der Terminator für die Generalüberholung dran. Passenderweise leiht "Dark Knight"-Star Christian Bale dem Maschinenfeind John Connor sein Gesicht. stern.de traf Regisseur McG und blickte in die Zukunft. Von Sophie Albers

Terminator, Erlösung, Christian Bale, McG, T600, T800, John Connor, Sarah Connor

Hollywood ruft Christian Bale (li.), wenn es um neue Helden geht© Sony Pictures

Wahrscheinlich ist es körpereigenes Koks, das McG so aufdrehen lässt. Der Mann aus Michigan ist zu laut, zu groß, zu schrill, zu sehr da. Aber das muss er auch, schließlich ist er in Berlin, um den vierten "Terminator" anzukündigen, der im kommenden Mai in die Kinos kommt. Sechs Minuten Film hat der Regisseur mit den hellgrauen Augen und der Figur eines Marines seinem Publikum aus Film-, PR- und Pressevertretern mitgebracht. Zum Teil fast unbearbeitet, roh, mit zwischengeschnittenen Animationen. Dafür so laut und dynamisch, dass es die Eingeweide mitreißt, wenn die letzten Menschen gegen die Maschinen in einen nahezu aussichtslosen Krieg ziehen.

"Terminator: Die Erlösung" spielt im Jahr 2018, nach dem Jüngsten Tag. Zu dieser Zeit war Arnold Schwarzeneggers T-800 aus den ersten drei Filmen noch nicht mal erfunden. Die Welt liegt nach dem Atomkrieg in Schutt und Asche. Die Maschinen versuchen, die wenigen Menschen auszurotten, die übriggeblieben sind. Sie fangen sie ein für medizinische Experimente, die der Verbesserung der eigenen "Spezies" dienen. Die Menschen wehren sich, es regt sich Widerstand. Und dann kommt John Connor, Sohn von Sarah.

Zehn neue Terminatoren

"Wir haben zehn neue Terminatoren erfunden", erzählt McG, der einen strammen Anzug mit Krawatte zu seinen kurzen blondierten Haaren trägt. "Es dreht sich alles um den großen Krieg in der Zukunft. Wir erzählen, wie John Connor überhaupt zum Helden wurde." McGs Blick ist intensiv, wirft Anker, während man mit ihm spricht. Der Mann lebt derzeit für nichts anderes als diesen Film. Nach den "Drei Engel für Charlie"-Leinwandversionen und zahlreichen Musik- und Bandvideo-Erfahrungen könnte es sein erster richtig ernstzunehmender Wurf werden. "Terminator" atmet schließlich Filmgeschichte.

Terminator, Erlösung, Christian Bale, McG, T600, T800, John Connor, Sarah Connor

Vor dem "Terminator" hat McG Musikvideos und die Leinwandversionen von "Drei Engel für Charlie" gedreht© Phil McCarten/ REUTERS

Deshalb spricht McG auch immer wieder von der Verantwortung gegenüber den Fans, dem Respekt vor den Schöpfern des Anfangs. Natürlich habe er den Regisseur der ersten beiden Filme, James Cameron, getroffen und auch Arnold Schwarzenegger. Stan Winston, der bereits Original-Terminator entwarf, war auch diesmal fürs Design verantwortlich. Allerdings starb diese Hollywood-Größe der zweiten Reihe gerade mal 62-jährig in der Mitte des Drehs. Das Team habe in seinem Sinne weitergemacht, so McG.

Doch sagt er auch: "Christian [Bale] und ich wollen die Marke neu erfinden. So wie es schon mit Batman und James Bond passiert ist." An Bale klammert sich der Regisseur fast genauso fest wie an sein Wasserglas. Der "größte, begabteste, wichtigste" Schauspieler seiner Generation scheint genauso viel Einfluss auf den in der Postproduktion befindlichen Film zu haben wie der Regisseur selbst. Er ruft ihn sogar an, bevor die sechs Minuten anlaufen und spricht ihm ganz aufgeregt auf die Mailbox, lässt das Publikum johlen. An den sechs Minuten fehlen noch ein paar Sekunden, da ruft McG schon ins Dunkel: "Und wie fanden Sie's?" "Laut", sagt einer. "Großartig", der nächste.

Die Zukunft ist jetzt

Es ist tatsächlich Bale, dessen überwältigende Präsenz vermuten lässt, dass die zwei Stunden zehn, die nächstes Jahr ins Kino kommen sollen, tatsächlich die "Glaubwürdigkeit wiederherstellen" und "der Idee neues Leben einhauchen", wie der Regisseur das nennt. Die Bilder sind neu, härter, dreckiger, schneller. Eben so wie bei Chris Nolans "Batman" und Marc Forsters "Bond". Nolans Bruder Jonathan hat nach dem neuen "Batman" auch für McGs neuen "Terminator" das Drehbuch geschrieben.

Neben dem "unglaublichen" Talent von Bale betont der Filmemacher auch immer wieder die Spezialeffekte, bei denen sein Team sich selbst übertroffen habe: "Wir haben fast alles wirklich gebaut. Christian hat sich eine Hand gebrochen, als er auf einen Terminator eingeschlagen hat." McG macht eine Kunstpause: "Heute wird man in vielen Filmen das Gefühl der Falschheit nicht los. ich will, dass es sich echt anfühlt." Schließlich sei diese Geschichte vom Krieg zwischen Menschen und Maschinen heute relevanter denn je. "Als Sci-Fi anfing, war unser heutiges Leben Zukunftsvision - Mobiltelefone, künstliche Kniegelenke, künstliche Intelligenz. Die Zukunft ist jetzt. Und darüber sollten wir uns Gedanken machen."

Dann hellt sich McGs jugendliches Gesicht auf, und er wird wieder zum Filmfan: "Als ich letzte Nacht im Hotel den Fernseher angemacht habe, raten Sie mal, was da lief? Der erste 'Terminator'. Unglaublich, oder?!" Sicherlich hat er Christian Bale angerufen, um ihm das gleich zu erzählen.

Von Sophie Albers
KOMMENTARE (5 von 5)
 
flyingfree (22.11.2008, 18:11 Uhr)
@Inteliewengzbestie
Bevor du über Bildungsfilme redest, versuch doch mal deinen nick richtig zu schreiben. Bis auf bestie stimmt da nichts.
Und jetzt viel Spaß im Kino, und pass schön auf.
monsterschaf (22.11.2008, 13:26 Uhr)
he moment mal
Lehrfilm für ... Linksradikale? Der Herr / die Dame ist also ...
Aha.
monsterschaf (22.11.2008, 13:15 Uhr)
ach menno!
Jetz muß ich doch glatt meinen in Eigenentwicklung geklöppelten T 879 wieder einstampfen.
Dabei ist er so gut wie fertig: Kameraauge, Metallskelett und steierischer Akzent funktionieren prächtig. Der kann sogar Laserstrahlen pissen und Atomsprengköpfe kacken.
Aber um das Gemüt des Erstredners nicht zu erschüttern stell ich ihn gleich raus auf die Straße und tacker ihm ein entsprechendes Schild an die Schrottfresse.
davehaasters (22.11.2008, 13:10 Uhr)
...
und das Traumschiff!
MK80 (22.11.2008, 12:31 Uhr)
genau!!!
ab jetzt nur noch immenhof!!!
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