26. April 2009, 09:18 Uhr

Piraten überfallen Kreuzfahrtschiff

Das deutsch-italienische Kreuzfahrtschiff "MS Melody" wurde auf dem Weg von Südafrika nach Genua von Piraten beschossen. Sicherheitsleute an Bord konnten die Seeräuber verjagen. Auf dem Schiff befinden sich zahlreiche deutsche Passagiere.

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Die "MS Melody" wurde auf dem Weg von Südafrika nach Genua von Piraten überfallen©

Piraten haben ein Kreuzfahrtschiff mit rund 1500 Menschen an Bord angegriffen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, konnte die "MS Melody" der deutsch-italienischen Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere S.A. der Attacke vor der somalischen Küste allerdings entkommen. Auch ein Sprecher der EU-Mission "Atalanta" bestätigte den Überfall. Nach Informationen von "Spiegel Online" sind an Bord des Kreuzfahrtschiffes zahlreiche Deutsche.

Das Schiff sei von sechs mit Kalaschnikow-Schnellfeuergewehren bewaffneten Piraten beschossen worden. Auch der Kapitän habe mit "Manövern" reagiert. Allerdings hatte das Kreuzfahrtschiff nach Erkenntnissen der EU-Mission bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord, die den Angriff zurückschlagen konnten. Über Verletzte auf dem Schiff oder unter den Angreifern lagen zunächst keine Informationen vor, so der Sprecher. Das Schiff habe seine Fahrt mittlerweile fortgesetzt.

Zuvor hatte ein Passagier aus Baden-Württemberg "Spiegel Online" am Telefon von dem Angriff berichtet. "Während einer Show an Bord sind plötzlich Schüsse gefallen", sagte er. Er habe mehrere Schüsse gehört, die offenbar außerhalb des Schiffes abgegeben worden seien. Andere Passagiere hätten zuvor ein weißes Schnellboot gesehen, das dem Kreuzfahrtschiff gefolgt sei. Die "MS Melody" war von den Seychellen gekommen und auf dem Weg von Südafrika nach Genua gewesen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
durant2008 (26.04.2009, 13:16 Uhr)
@ Juris1
Ich war zwar nie bei der Marine (zum Glueck! hihi) aber ich schaetze mal dass ein Torpedo nicht fuer die Schnellbote taugt...
Ein 50er Kaliber Maschinengewehr, oder gar einfach nur normale Sturmgewehre hingegen schon...
Wenn da mal ein 20-Mann-Team vom Schiff hinhab auf die Nussschalen das Feuer eroeffnet haben die Piraten Null Chance...
Stattet man die Sicherheitscrew noch mit ein paar Scharfschuetzengewehre aus, haben die Piraten noch weniger Chancen.
Juris1 (26.04.2009, 12:53 Uhr)
Resultat aus dem bisherigen Verhalten gegenüber Piraten ...
Es ist doch kein Wunder, dass nun auch Luxusschiffe angegriffen werden. Da braucht man kein General sein, um einzusehen, dass dies wohl früher oder später passieren wird.
Bei den bisherigen Antworten auf das Piratenproblem von Seiten der Armee auch kein Wunder.
Hier ist Durchgreifen gefragt. Warum werden nicht Piraten einfach versenkt. Ein Torpedo (günstiger im Übrigen als Lösegeld zahlen) oder eine Rakete und das Problem löst sich zukünftig von alleine. Entweder durch Abschreckung oder durch Kielholen längsseits.
Dieses ewige hin und her - Gezappel von der Deutschen Regierung - kaum zu ertragen !
muemmelfrau (26.04.2009, 11:12 Uhr)
@oberamtsrat
da muß ih leider wiedersprechen.
wir leben sehrwohl in einer bananenrepublik.
schauen sie sich nur gründlich um bei unseren politikern (bund, länder und gemeinden) und sie werden feststellen, viel mehr bananenrepublik geht nicht mehr.
botoxia (26.04.2009, 10:38 Uhr)
Rumgesprochen
Es sollte sich doch wohl schon rumgesprochen haben, dass in dieser Region kein Schiff mehr unbehelligt bleibt. Hallo, Passagiere, schaut doch in den Katalog, wo das Teil langschippert, und dann sucht ihr euch ne Route aus, wo´s keine Piraten gibt. Muss doch nicht unbedingt Afrika sein.
Oberamtsrat (26.04.2009, 10:24 Uhr)
Das wäre ja der Supergau
für Merkel und Co. Bis jetzt alles schön kleinreden, vertuschen, Piraten an andere Länder ausliefern. Sollen die
sich doch rumschlagen mit dem Gesindel. Scheckbuch und fertig.Nein, Frau Merkel, wir leben nicht in einer Bananenrepublik (noch nicht) Deutschland muss Flagge zeigen so wie die Amerikaner und Franzosen und andere. Kopf in den Sand und immer abtauchen wie ein Haubentaucher geht bald nicht mehr Frau Merkel. Die Luft wird dünner je näher der Wahltermin kommt.
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