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21. Dezember 2007, 14:04 Uhr

Prozess gegen Arche-de-Zoé-Mitarbeiter

In der Hauptstadt des Tschad hat der Prozess gegen sechs Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoé begonnen. Die vier Männer und zwei Frauen sollen die Entführung von mehr als 100 Kindern geplant haben

Arche-de-Zoé-Chef Eric Breteau (li.) und zwei Mitarbeiterinnen werden in N'Dschamena zum Gericht gebracht© Pascal Guyot/AFP

Sechs wegen Kindesentführung angeklagte Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoé müssen sich seit Freitag im Tschad vor Gericht verantworten. Am Vormittag begann vor dem Strafgerichtshof in der Hauptstadt N'Djamena der Prozess gegen die vier Männer und zwei Frauen. Die Franzosen waren im Oktober in dem zentralafrikanischen Land festgenommen worden. Sie hatten versucht, 103 angebliche Waisenkinder aus der sudanesischen Krisenregion Darfur auszufliegen und bei französischen und belgischen Pflegefamilien unterzubringen.

20 Jahre Zwangsarbeit

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef und des Internationalen Roten Kreuzes haben die meisten der Kinder eine Familie und stammen aus tschadischen Dörfern. Mehrere Eltern werfen den Mitarbeitern von Arche de Zoé ("Zoés Arche") Täuschung vor. Ihnen sei versprochen worden, ihre Kinder könnten in der Provinzstadt Abéché zur Schule gehen.

Der französische Außenstaatssekretär Jean-Marie Bockel sagte dem französischen TV-Sender LCI, die Regierung in Paris führe mit den tschadischen Behörden "ständige Gespräche auf höchster Ebene". Sollten die Angeklagten verurteilt werden, würden "sehr schnell" Schritte für ihre Heimkehr nach Frankreich eingeleitet. Bei einer Verurteilung drohen den Franzosen bis zu 20 Jahre Zwangsarbeit. Medienberichten zufolge dürfte Tschads Präsident Idriss Déby dennoch eine Begnadigung aussprechen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
scully78 (23.12.2007, 12:48 Uhr)
Geschaefte
Da sieht man es mal wieder das halt ueberall mit dem Leid der Menschen Geschaefte gemacht werden...
Wird gnadenlos ausgenutzt das es den Menschen so schlecht geht etc...
und ein Sch... Herr Sarkozy unterstuetzt sowas noch..
Spocks_Kommentar (22.12.2007, 11:52 Uhr)
20 Jahre Zwangsarbeit in Afrika sind genau richtig!
Was man weiß:
Arche-de-Zoé wollte 10.000 Kinder aus Afrika nach Frankreich bringen, angeblich als humanitäre Hilfe.
Die "Gasteltern" wurden zunächst mit Adoption geködert, dann sollte es nur noch eine Gastunterbringung sein.
Für jedes Kind wollte Arche-de-Zoé von den neuen Eltern einen "Kostenbeitrag" von 2.400 Euro.
Gesamtumsatz: 24 Millionen Euro.
Dafür wurden Kinder, die Eltern haben, mit falschen Verbänden und Kunstblut zu Bürgerkriegsopfern stilisiert.
Solche Organisationen gibt es viele: Angebliche humanitär und viele viele religiöse und bei leibe nicht nur bei Sekten, auch innerhalb der großen Kirchen. Namen wie Colonia Dignadad (zu meiner Schulzeit empfahl der katholische Religionslehrer in Bayern, in diesen Gottesstaat umzusiedeln, ohne den Eltern etwas zu sagen!)oder Engelwerk dürfen hier ruhig genannt werden.
Es ist an der Zeit, nicht mehr in die Knie zu gehen, wenn ein Ganove "humanitär" oder "religiös" sagt und es so zu nennen, was es ist: Menschenhandel.
Und es als das zu bestrafen was ist, als Menschenhandel. Das hat nichts damit zu tun, daß auch die Familie nicht immer das non plus ultra für Kinder ist.
Wenn stimmt, was man weiß, sind 20 Jahre Zwangsarbeit, abzuleisten unter den Bedingungen des Strafvollzuges in Afrika gerade und genau richtig. Dann würden sich Menschen überlegen, in wessen Dienste sie sich stellen. Ob es wahr ist, muß ein Gericht klären und warum nicht vor Ort.
Aber ich fürchte, Sarko wirds schon verschlimmbessern, die Täter rausholen und die wirklichen Opfer von Dahfur in ihrer Not zurücklassen.
schmock (21.12.2007, 15:43 Uhr)
Sarko wird's schon richten...
und diese Menschenhaendler werden in einigen Tagen wieder in Frankreich sein. Gegen Bares versteht sich und als kleines Trostplaster bekommt dann jeder dieser angeblich 'Erleuchteten'eine CD von Carla Bruni und jeweils eine CD von all ihren vergangenen Lovern wie, Mick Jagger, Eric Clapton und Johnny Hallyday als Weihnachtsgeschenk.
Na dann ist ja alles Friede, Freude, Eierkuchen! Vraiment ?
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