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23. Januar 2009, 14:22 Uhr

Student köpft Kommilitonin mit Küchenmesser

Grausige Bluttat auf einem Campus in den USA: In Virginia hat ein Student einer Kommilitonin mit einem Küchenmesser den Kopf abgeschnitten. Da die Tat in einem Restaurant geschah, wurden andere Gäste zu Augenzeugen. Die beiden Studenten sollen sich gekannt, aber nicht gestritten haben.

virginia, virginia tech

Ein Student hat der 22-jährige Xin Yang aus China mit einem Küchenmesser den Kopf abgeschnitten© Virginia Tech/AP

Fast zwei Jahre nach dem Massaker an der technischen Universität von Virginia hat dort ein Student einer Kommilitonin mit einem Küchenmesser den Kopf abgeschnitten. Nach Medienberichten vom Freitag stammten der 25-jährige Täter Haiyang Zhu und sein 22 Jahre altes Opfer Xin Yang aus China und kannten sich - wie gut, blieb zunächst unklar. Auch über das Motiv herrschte Stunden nach der Attacke noch Rätselraten.

Die beiden Studenten hatten am Mittwochabend in einem Schnellrestaurant auf dem Campus in Blacksburg Kaffee getrunken, als der Landwirtschaftsstudent die junge Frau plötzlich angriff, teilte Uni-Polizeichef Wendell Flinchum am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten mit. Demnach hackte er mit dem Messer so massiv auf sie ein, dass sie enthauptet wurde. Sieben Augenzeugen, die sich im selben Raum aufhielten, sagten, dass sich die beiden vor der Tat nicht gestritten hätten.

Zhu studierte bereits seit Herbst an der Uni, Yang war erst vor zwei Wochen aus China gekommen. Dem Polizeichef zufolge hatte sie Zhu bei der Universitätsverwaltung als Kontaktadresse bei Notfällen angegeben. Der 25-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft und muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Wie es hieß, war er bei seiner Festnahme kurz nach der Attacke mit Blut beschmiert - und sagte kein Wort.

Die Virginia Tech hatte im April 2007 traurige Berühmtheit erlangt: Damals lief ein psychisch kranker Student Amok. Er erschoss 32 Studenten und Lehrkräfte, anschließend tötete er sich selbst. Mindestens 30 weitere Studenten und Lehrkräfte erlitten schwere Verletzungen.

DPA
 
 
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