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29. September 2007, 13:44 Uhr

Karsai will mit Taliban verhandeln

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat sich zu persönlichen Friedensgesprächen mit Taliban-Führer Mullah Omar bereit erklärt. Karsai kann sich sogar einen Ministerposten für die Taliban vorstellen.

Afghanistans Präsident Hamid Karsai© DPA

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat sich am Samstag zu persönlichen Friedensgesprächen mit Taliban-Führer Mullah Omar bereit erklärt. Außerdem stellte er den radikalislamischen Extremisten Posten in der Regierung in Aussicht, um ihren Aufstand zu beenden. Auch mit Milizführer Gulbuddin Hekmatjar wolle er sprechen, sagte Karsai: "Wenn ich ihre Adresse habe, brauchen sie nicht zu mir kommen, ich werde persönlich dorthin gehen und mich bei ihnen melden", erklärte Karsai.

Der Präsident hat die Taliban in den vergangenen Wochen wiederholt zu Verhandlungen aufgefordert. "Warum zerstören Sie das Land", fragte er am Samstag an die Adresse Omars und Hekmatjars. Bei einem der blutigsten Anschläge seit dem Sturz der Taliban hatte ein Selbstmordattentäter zuvor 30 Menschen mit in den Tod gerissen, 30 weitere wurden verletzt. Zu der Bluttat in der Hauptstadt Kabul bekannten sich die Taliban.

AP
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Holger566 (30.09.2007, 08:25 Uhr)
Unsere Soldaten sind umsonst in Afghanistan
Das muss man endlich einsehen. Dieser Krieg ist für die NATO verloren. Das weiss Karsei. Als die Sowjetunion ihre Armee aus dem Land abgezogen haben, dauerte es ca. 2 Jahre und da wurden der Präsident und die Regierungsmitglieder, welche von der UdSSR unterstützt wurden von diesen Kräften (ausser Taliban) aufgehängt.
Nur die Afghanen selbst können ihre Probleme lösen. Die USA haben ihre Aufgabe schon 2001 erfüllt, als sie die Al Quaida und die Taliban dort zerschlugen. Aber statt des zivilen Wiederaufbaus wurde weiter gegen den "Terror" dort gekämpft.
Das Ergebnis sieht man.
Ich kann mich den vorherigen Kommentatoren nicht anschließen.
JosefG (30.09.2007, 08:23 Uhr)
Die Zeit nach dem "Cut and Run"
In fünf Monaten beginnt der Abzug der US-Soldaten. Dann fällt das Kartenhaus aus Urlaubssperre, Dienstverlängerung, gnadenloser "Gesundschreibung" von Reha-Patienten und was man sich sonst noch an Schweinereien für den "surge" ausgedacht hat endgültig in sich zusammen.
Das weiss man auch in Kabul und auch sonst überall in Afghanistan. Und in Pakistan erst recht.
rottweiler1860 (30.09.2007, 00:18 Uhr)
An Inkompetenz nicht zu überbieten...
... ist dieser Karsai. Abgesehen davon, dass er als Staatspräsident keinerlei Kompetenzen verfügt, offenbart er sich jetzt auch noch den Taliban und vor allem den heroinsüchtigen, egoistischen und schwerkriminellen Hekmatyar. Eine Frechheit dieser "Staatsführer"! Hat die junge Geschichte von Afghanistan nicht etwa gezeigt, dass ein Verhandeln mit diesen Verbrechern nur mehr Schaden anrichtet? Sein dummer Vorschlag der Kriegsverbrechen-Amnesie war schon der Hohn für die westliche Welt, aber das was er jetzt von sich abgelassen hat ist an Dummheit und Unfähigkeit nicht zu übertreffen.
Doc_D (29.09.2007, 19:00 Uhr)
Ekelhaft
Dafür sind unsere Soldaten da unten und riskieren ihr Leben, dass mit diesen menschenverachtenden Schlächtern verhandelt wird?
na_bitte_geht_doch (29.09.2007, 14:07 Uhr)
nice try
es ist aber kaum anzunehmen, dass die frueheren Machthaber sich mit einem Teil der Macht zu Frieden geben werden. Denen geht es um das Ganze.
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