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9. Dezember 2011, 09:34 Uhr

Europäische Union setzt weiter auf Atomkraft

Deutschland steigt aus der Atomkraft aus, die EU legt erst richtig los: Im bislang vertraulichen Entwurf "Energy Roadmap 2050" bezeichnete EU-Energiekommissar Günther Oettinger die Atomkraft als "wichtigen Faktor". Mögliche Szenarien sehen 40 Atomkraftwerke allein bis 2030 vor.

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Atomkraft als "wichtige Faktor"? Mit dieser Einstellung dürfte der deutsche EU-Energiekommissar Oettinger in seiner Heimat anecken© John Thys/AFP

Die EU befürwortet einem Zeitungsbericht zufolge trotz des deutschen Atomausstiegs den Neubau zahlreicher Atomkraftwerke. Im bislang vertraulichen Entwurf "Energy Roadmap 2050" bezeichne EU-Energiekommissar Günther Oettinger die Atomkraft als "wichtigen Faktor", heißt es in einem Vorabbericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Unterhändlern zufolge sehen die Details mehrerer Szenarien den Neubau von 40 Kernkraftwerken allein bis 2030 vor, wie es in dem Bericht weiter heißt.

Das Papier soll der Zeitung zufolge in der kommenden Woche in Brüssel vorgestellt werden und ein europäisches Gerüst für die nationale Energiepolitik der nächsten Jahrzehnte liefern. Die Zweifel vieler Europäer an der Kernkraft erwähne das Papier zwar, halte sie aber offenbar für überwindbar. "Eine neue Generation der Atomtechnik könnte helfen, die Abfall- und Sicherheitsbedenken zu adressieren", zitiert die Zeitung aus dem Papier. Auch eine finanzielle Förderung der Atomenergie in Mitgliedsstaaten ähnlich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für grünen Strom in Deutschland halte die Kommission Unterhändlern zufolge für möglich. Sie könnte demnach Subventionen für Neuinvestitionen in Atomkraftwerke, zum Beispiel in Großbritannien, erlauben.

jwi/Reuters
 
 
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