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19. Juni 2007, 14:44 Uhr

200 Millionen Klima-Flüchtlinge

Greenpeace schlägt Alarm: Der Klimawandel könnte in Zukunft auch heftige soziale Verwerfungen mit sich bringen: Schon jetzt sind rund 20 Millionen Menschen wegen der Erderwärmung auf der Flucht. In 30 Jahren könnten es zehnmal so viele sein.

Dürre in Kenia: Die Politik ignoriert das Flüchtlingsproblem© Ulrike Koltermann/DPA

Der Klimawandel könnte in den nächsten 30 Jahren weltweit rund 200 Millionen Menschen zur Flucht aus der Heimat zwingen. Das ist das Ergebnis einer von der Umweltschutzorganisation Greenpeace vorgestellten Studie. Wegen der globalen Klimaerwärmung verschlechtern sich demnach die Lebensbedingungen für Millionen Menschen besonderes in den ärmsten Ländern der Welt so dramatisch, dass ihnen nichts anderes übrig bleibt, zu fliehen.

Derzeit sind laut Greenpeace bereits mehr als 20 Millionen Menschen auf der Flucht vor den Auswirkungen des Klimawandels. "Diese erschreckend große Flüchtlingsgruppe wird bisher von der nationalen und internationalen Politik der Industrieländer fast völlig verleugnet", sagte Andree Böhling, Klima-Experte von Greenpeace. "Angesichts der Schicksale von Millionen Menschen ist diese Ignoranz der Verursacher des Klimawandels ein Skandal", so Böhling weiter.

Die Studie macht laut Greenpeace deutlich, wie dringend Maßnahmen für den weltweiten Klimaschutz sind. Allerdings könnten selbst sofortige Maßnahmen das Ausmaß der Flüchtlingsströme nur noch begrenzen, nicht aber verhindern.

"Auch die Bundesregierung muss sich endlich dem Thema Klimaflüchtlinge stellen. Deutschland muss Verantwortung übernehmen und den betroffenen Staaten finanzielle Hilfe sowie den Menschen auf der Flucht Asyl zukommen lassen", forderte Böhling. Dazu gehörten unter anderen grundlegende Veränderungen im Migrationsrecht, in der Raumplanung und in der internationalen Zusammenarbeit.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
benhardt (20.06.2007, 08:50 Uhr)
Wiedergeburt
Ich wünsche dir eine schöne Wiedergeburt in der Sahelzone!
Ferdinand_Feinbein (19.06.2007, 23:55 Uhr)
so denken die meisten:
Kurz zusammengefasst: Es geht darum, dass die Sommertage am Mittelmeer im Jahre 2099 durchschnittlich 45 Grad heiss sein werden.
Nun stellt sich mir die Frage: Was geht mich das an?
Im Jahr 2099 werde ich vermutlich schon lange an einer Ueberdosis gestorben sein. Und falls ich noch lebe und in einem Rollstuhl vor mich hin vegetiere, werde ich meinen Lebensabend bestimmt nicht bei irgendwelchen Italienern oder Spaniern verbringen.
Jaja, aber unsere Kinder - was wird aus unseren Kindern?
Die Blagen sollen halt in der Schule aufpassen, so dass einer von denen unheimlich schlau wird und eine Wetterkontrollmaschine baut. Schaffen sies nicht, sollen sie halt Urlaub an der Nordsee machen.
Jetzt mal ehrlich - was interessiert mich die ferne Zukunft? Selbst wenn ich Kinder haben sollte (ich hasse Kinder!), waere es mir doch scheissegal, was mit denen passiert, wenn ich tot bin. Denn wenn ich tot bin, bin ich tot und denke an nichts mehr. Fertig. Da sind mir auch meine Nachkommen und das Wohl der Menschheit egal.
Ich lebe jetzt und will jetzt so viel CO2 produzieren, wie ich kann. Ich will meine Heizung im Sommer aufdrehen, damit meine Klamotten schneller trocknen! Und weil mir dann zu heiss ist, will ich meine Klimaanlage im Nebenraum auf Maximum stellen.
Warum soll ich was von meiner Lebensqualitaet fuer etwas aufgeben, was mir im Nachhinein eh scheissegal ist? Nur damit irgendwelche gruenen Koernerfresser besser schlafen koennen?
Ich bin fuer Kilmaerwaermung! DENN ES MACHT VERDAMMT VIEL SPASS DAS KLIMA ZU ERWAERMEN.
Amen.
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