Der Irankrieg treibt Inflationsrate in Deutschland nach oben. Die USA prüfen wohl, wie der Iran auf eine Siegeserklärung von Trump reagieren könnte. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Phil Göbel
Außenminister Wadephul fordert sofortige Öffnung der Straße von Hormus
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus und einen Verzicht des Iran auf Atomwaffen verlangt.
„Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel“, erklärte Wadephul im Onlinedienst X. Der Iran müsse „vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben“, wie es auch US-Außenminister Marco Rubio fordere, betonte Wadephul.
„Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel“, erklärte Wadephul im Onlinedienst X. Der Iran müsse „vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben“, wie es auch US-Außenminister Marco Rubio fordere, betonte Wadephul.
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Phil Göbel
Beunruhigende Nachrichten aus dem Libanon: Das israelische Militär forderte am frühen Morgen die Bewohner im Süden des Landes auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer in offenes Gelände zurückziehen. Das Militär erklärt, es führe Einsätze gegen die Hisbollah durch, nachdem diese gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen habe. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern oder -Einrichtungen aufhalte, könnte daher in Gefahr sein.
Zeitgleich berichten mehrere israelische Medien von mutmaßlichen Plünderungen durch israelische Soldaten. Die Zeitung „Jediot Achronot“ zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere Fälle von Plünderungen im Libanon erlebt.
Zeitgleich berichten mehrere israelische Medien von mutmaßlichen Plünderungen durch israelische Soldaten. Die Zeitung „Jediot Achronot“ zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere Fälle von Plünderungen im Libanon erlebt.
„Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder“, berichtete der Soldat.
Plünderungen gelten international als Kriegsverbrechen.
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Rune Weichert
Die Vereinigten Arabischen Emirate geben nach wochenlangen Einschränkungen wegen des Irankriegs ihren Luftraum nach eigenen Angaben wieder frei. Der normale Flugbetrieb werde vollständig wieder aufgenommen, teilt die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mit, nachdem es zwei Monate nur begrenzt Sonderflüge gegeben hatte. Die Entscheidung sei nach einer umfassenden Begutachtung der Betriebs- und Sicherheitsbedingungen erfolgt, hieß es. Der Luftraum werde kontinuierlich überwacht, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die Vereinigten Arabischen Emirate mit Tourismuszielen wie Abu Dhabi und Dubai waren in der Golfregion besonders von Angriffen betroffen, mit denen der Iran auf Angriffe der USA und Israel seit dem 28. Februar reagierte. Kurz nach Beginn des Krieges wurde der Flugverkehr teilweise wieder aufgenommen, etwa um gestrandete Passagiere auszufliegen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate mit Tourismuszielen wie Abu Dhabi und Dubai waren in der Golfregion besonders von Angriffen betroffen, mit denen der Iran auf Angriffe der USA und Israel seit dem 28. Februar reagierte. Kurz nach Beginn des Krieges wurde der Flugverkehr teilweise wieder aufgenommen, etwa um gestrandete Passagiere auszufliegen.
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Phil Göbel
Der Iran hat den USA in den Verhandlungen über ein Ende des Krieges nach Angaben eines ranghohen iranischen Regierungsvertreters die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der US-Blockade vorgeschlagen.
Gespräche über das iranische Atomprogramm sollten auf später verschoben werden, sagte der Insider am Samstag. US-Präsident Donald Trump hat den Vorschlag bislang zurückgewiesen. Er sei mit dem jüngsten Angebot Irans „nicht zufrieden“, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus.
Gespräche über das iranische Atomprogramm sollten auf später verschoben werden, sagte der Insider am Samstag. US-Präsident Donald Trump hat den Vorschlag bislang zurückgewiesen. Er sei mit dem jüngsten Angebot Irans „nicht zufrieden“, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus.
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Phil Göbel
Iranischer Militär: Erneuter Konflikt mit USA „wahrscheinlich“ – Außenminister will verhandeln
Ein ranghoher iranischer Militärvertreter hält einen erneuten Konflikt mit den USA für „wahrscheinlich“. Es gebe Anzeichen dafür, dass die USA „sich nicht an Versprechen oder Vereinbarungen halten“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Fars am Samstag Mohammed Dschafar Assadi vom zentralen Militärkommando Chamat al-Anbija.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi zeigt sich für ein Ende des Irankriegs verhandlungsbereit, insofern die USA Bedingungen erfüllen. Sein Land sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen, falls sich „die übertriebenen Forderungen, die bedrohliche Rhetorik und die provokativen Handlungen der amerikanischen Seite“ änderten, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Außenminister.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi zeigt sich für ein Ende des Irankriegs verhandlungsbereit, insofern die USA Bedingungen erfüllen. Sein Land sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen, falls sich „die übertriebenen Forderungen, die bedrohliche Rhetorik und die provokativen Handlungen der amerikanischen Seite“ änderten, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Außenminister.
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Phil Göbel
Trotz Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz dauern die gegenseitigen Angriffe an.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mit, bei israelischen Angriffen auf Orte im Südlibanon seien zwölf Menschen ums Leben gekommen und 25 weitere verletzt worden. Eines der Opfer sei ein Kind. Die israelische Armee äußerte sich zu den Vorfällen zunächst nicht.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mit, bei israelischen Angriffen auf Orte im Südlibanon seien zwölf Menschen ums Leben gekommen und 25 weitere verletzt worden. Eines der Opfer sei ein Kind. Die israelische Armee äußerte sich zu den Vorfällen zunächst nicht.
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Phil Göbel
Paukenschlag im Weißen Haus: Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth wollen 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Die deutsch-amerikanische Beziehung – insbesondere die von Trump und Kanzler Friedrich Merz kriselt momentan. Größter Streitpunkt ist der Irankrieg.
Alle Infos hier:
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Rune Weichert
Ungeachtet der Gesetzeslage wird US-Präsident Donald Trump sich die Fortsetzung des Irankriegs nicht vom Parlament genehmigen lassen. „Nie zuvor“ sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagt er vor Journalisten in Washington. „Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?“ Trump betont, dass er zugleich im Austausch mit dem Kongress stehe.
Zum Wochenende läuft theoretisch das Zeitfenster aus, in dem Trump den Krieg führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Oberbefehlshaber der USA maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen. Nach dieser Frist müsste sich Trump die Zustimmung des Kongresses einholen. Tut er dies nicht, wäre er gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Auch frühere Präsidenten wie Bill Clinton und Barack Obama hatten Schlupflöcher genutzt und das Parlament umgangen.
Zum Wochenende läuft theoretisch das Zeitfenster aus, in dem Trump den Krieg führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Oberbefehlshaber der USA maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen. Nach dieser Frist müsste sich Trump die Zustimmung des Kongresses einholen. Tut er dies nicht, wäre er gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Auch frühere Präsidenten wie Bill Clinton und Barack Obama hatten Schlupflöcher genutzt und das Parlament umgangen.
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Rune Weichert
„Entweder wegpusten oder eine Vereinbarung abschließen“, sagt US-Präsident Donald Trump auf die Frage von Reportern, welche Optionen es zum Thema Iran gäbe. Trump äußert sich, wie schon oft zuvor, binnen weniger Minuten oberflächlich zu zahlreichen Themen, darunter seine geplante Reise nach China („Treffen mit Xi wird großartig werden“), dem G7-Treffen in Frankreich („werde wahrscheinlich teilnehmen“), Kritik an Europa („nicht glücklich mit Italien und Spanien“) dem neuen irakischen Präsidenten („unterstütze ihn“), dem US-Unternehmen Anthropic („hatten gutes Treffen“), US-Raketenbeständen („bin nicht besorgt“), der US-Fluggesellschaft Spirit Airlines („wenn wir helfen können, helfen wir“), Folgen des Irankriegs („wenn der Krieg endet, wird Kraftstoff billiger werden“) und der angekündigten Erhöhung der US-Zölle für Autos aus der EU („zwingt Unternehmen, Produktion in die USA zu verlagern“).
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Rune Weichert
Trump: Unzufrieden mit jüngstem Vorschlag des Iran
US-Präsident Donald Trump zeigt sich unzufrieden mit einem neuen Vorschlag des Iran zur Beilegung des Konflikts. Die Verhandlungen fänden telefonisch statt, sagt Trump vor Journalisten. Die laufenden Gespräche kämen jedoch nicht voran. Er sei sich nicht sicher, ob es zu einer Einigung kommen werde.
Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass Teheran einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Verhandlungen mit den USA vorgelegt habe. Der Vorschlag sei an den Vermittler Pakistan übermittelt worden. Details wurden nicht genannt.
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Felix Haas
Iran: Neue Vorschläge zur Beendigung des Kriegs
Nach stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat Teheran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben. Die Agentur bezog sich dabei auf eigene Berichte. Irans staatlicher Fernsehsender Irib vermeldete, Außenminister Abbas Araghtschi habe in mehreren Telefonaten seine Amtskollegen in der Region über „neue Initiativen im Zusammenhang mit der Beendigung des Krieges“ informiert. Eine Bestätigung aus Pakistan zur Übergabe des neuen Vorschlags lag zunächst nicht vor. Auch über Inhalte der neuen Initiative wurde nichts bekannt.
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Felix Haas
Donald Trump attackiert weiter europäische Nato-Verbündete: Vor dem Hintergrund des Streits um das Vorgehen der USA im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump nach Deutschland auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen gedroht. "Das werde ich wahrscheinlich tun, warum sollte ich es auch nicht tun?", sagte Trump am Donnerstag im Oval Office auf eine Journalistenfrage nach einem möglichen Truppenabzug aus den beiden Ländern. "Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich", fügte er hinzu.
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Thomas Krause
In Teheran ist iranischen Medien zufolge am Abend die Luftabwehr aktiviert worden. In einigen Teilen der iranischen Hauptstadt seien „Geräusche von aktivierten Luftabwehrsystemen“ zu hören gewesen. Es sei aber „noch unklar, ob diese Geräusche mit einem Verteidigungstest zusammenhängen oder der Abwehr möglicher 'Aufklärungsdrohnen' am Himmel über Teheran dienen“, berichten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump äußert sich erneut abfällig über Bundeskanzler Friedrich Merz. Merz mache einen schrecklichen Job („terrible job“), sagt Trump. Trump sagt zudem „möglicherweise“ auf die Frage, ob er erwäge, US-Soldaten aus Italien und Spanien abzuziehen. Zuvor hatte er geschrieben, die USA prüften einen Abzug von Soldaten aus Deutschland.
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Thomas Krause
Hegseth: Irankrieg braucht Zustimmung des Kongresses erst in Wochen
Die US-Regierung darf nach Ansicht von Verteidigungsminister Pete Hegseth den Krieg gegen den Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. „Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt“, sagte er vor einem Ausschuss des Senats.
Der demokratische Senator Tim Kaine hatte Hegseth damit konfrontiert, dass in den kommenden Tagen eine Frist abläuft, in der ein Präsident ohne Einwilligung des Parlaments Krieg führen darf. Auf die Frage, ob Donald Trump um eine Verlängerung von 30 Tagen bitten werde, ging Hegseth nicht ein.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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