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Ein Mädchen vom Land wird bei der US-Armee zur feixenden Menschenschinderin. Alle Welt ist entsetzt über Lynndie England. Nur in ihrem Heimatort zweifeln die Leute noch an ihrer Schuld.
Die US-Soldatin Lynndie England war 21 Jahre alt, als ihr die Folterbilder aus dem irakischen Gefängnis Abu Ghraib zu trauriger Berühmheit verhalfen. Dem stern hat sie ein langes Interview gewährt - und dabei Einblicke in die Versuche einer jungen Frau gegeben, mit einem Makel weiterzuleben.
Lynndie England hat dem Skandal um die Folterpraktiken im irakischen Gefängnis Abu Ghraib ein Gesicht gegeben. Im stern-Interview berichtet die damalige US-Soldatin von den Folterpraktiken, der angeblichen Mitwisserschaft der Geheimdienste und der Politik - und ihrem Leben danach.
Die "Washington Post" hat neue schockierende Folterfotos veröffentlicht. Immer dabei: die 21-jährige Obergefreite Lynndie England. Ihr droht nun eine Anklage wegen Grausamkeit, Misshandlung und Vernachlässigung der Dienstpflichten.
Die US-Soldatin Lynndie England ist zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Militärgericht in Texas entschied außerdem, dass die 22-Jährige unehrenhaft aus der Armee entlassen wird.
Die Verteidigung der US-Soldatin Lynndie England hat beantragt, US-Vizepräsident Dick Cheney und Pentagon-Chef Donald Rumsfeld als Zeugen im Zusammenhang mit den Misshandlungen in Abu Ghoreib vorzuladen.
Drei Wochen nach ihrem geplatzten Verfahren musste Lynndie England erneut vor der Militärjustiz erscheinen. In einem zweiten Anlauf soll nun der wegen Gefangenenmisshandlung angeklagten US-Soldatin der Prozess gemacht werden.
Die Folter-Frau von Abu Ghraib: Lynndie England
Die US-Soldatin Lynndie England, 25, die durch die Bilder aus dem irakischen Foltergefängnis Abu Ghraib auf traurige Weise weltberühmt geworden war, hat sich erstmals seit ihrer Haft-Entlassung im März 2007 ausführlich über die Vorgänge und den Gefangenen-Missbrauch dort geäußert.
Mit ihrem Schuldeingeständnis wollte Lynndie England den Folterprozess beschleunigen. Nun aber stoppte der Richter die Verhandlung, weil er ihren Äußerungen nicht glaubt. Sie hätte auf "nicht schuldig" plädieren sollen, so der Richter.
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Lynndie Rana England war als Specialist (E-4) Angehörige der 372. Militärpolizeigruppe der US Army und wurde im Zusammenhang mit dem Abu-Ghuraib-Folterskandal während des Irak-Kriegs bekannt. England wuchs als Tochter eines Bahnarbeiters in Fort Ashby in West Virginia in einfachen Verhältnissen auf. Dort lebt sie gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem drei Jahre alten Sohn Carter Allan, dessen Vater Charles Graner ist, in einer Wohnwagensiedlung.
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