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12. Januar 2010, 19:35 Uhr

China testet erfolgreich Raketenabwehrsystem

Premiere für die Volksrepublik: China hat ein eigenes Raketensystem getestet. Der Versuch, der nur wenige Tage nach Bekanntwerden eines Waffengeschäfts zwischen Taiwan und den USA erfolgte, diene der Verteidigung und sei gegen kein Land gerichtet, so das Außenministerium in Peking.

China, testet, Raketenabwehrsystem

China fühlt sich bedroht und rüstet immer weiter auf© David Gray/Reuters

China hat nach eigenen Angaben erfolgreich ein neues Raketenabwehrsystem getestet. Eine vom Boden abgeschossene Rakete sei in der Luft abgefangen worden, der Test sei "rein defensiver Natur" gewesen und habe sein Ziel erreicht, teilte Außenamtssprecherin Jiang Yu am Dienstag mit. Die englischsprachige chinesische Tageszeitung "Global Times" sprach von einer Premiere für die Volksrepublik.

Das Blatt berichtete unter Berufung auf den Rüstungsexperten Yang Chengjun, mit dem Test beginne China eine "neue Phase in der Technologie zum Abfangen von Raketen". Bisher verfügen nur sehr wenige Staaten über eine solche Technologie. China benötige "verbesserte Fähigkeiten und mehr Mittel zur militärischen Verteidigung", weil die Sicherheit des Landes zunehmend bedroht sei.

Der Test erfolgte nur eine Woche nach der Ankündigung der USA, dass das Pentagon den Verkauf eines verbesserten Patriot-Raketenabwehrsystems über den Rüstungskonzern Lockheed Martin an Taiwan gebilligt habe. Mit den Patriot-Raketen könnten Experten zufolge chinesische Kurz- und Mittelstreckenraketen abgeschossen werden. Laut einer von der "Global Times" gestarteten Online-Umfrage befürworteten 98,8 Prozent der Teilnehmer die Weiterentwicklung des chinesischen Raketenabwehrsystems.

China protestierte am Wochenende heftig gegen das Rüstungsgeschäft und behielt sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die nicht näher benannt wurden. Peking hatte die USA bereits früher wiederholt aufgefordert, sämtliche Waffenlieferungen an Taiwan einzustellen. Die Volksrepublik China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel seit der Revolution von 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an. Taiwan lehnt das strikt ab.

Laut dem Jahresbericht 2008 des Internationalen Friedensforschungsinstituts SIPRI rückte China im Vorjahr im Vergleich der Militärausgaben weltweit erstmals auf den zweiten Platz hinter den unangefochten an der Spitze liegenden USA. Peking erklärt, dass der Großteil seiner Militärausgaben der Verbesserung der Lebensbedingungen der 2,3 Millionen Männer und Frauen diene, die in der Volksbefreiungsarmee, der zahlenmäßig stärksten Armee der Welt, ihren Dienst tun. 2007 hatte China bei einem Raketentest gezielt einen eigenen Satelliten abgeschossen und damit die USA verärgert.

AFP
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Administrator (13.01.2010, 14:43 Uhr)
Liebe User,
wir schließen die Debatte an dieser Stelle.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins
Oluja (13.01.2010, 13:45 Uhr)
auweia, diesmal haben sie sogar überwiegend recht, vergessen aber leider eines, ihr wunsch entspricht leider nicht der realität, weil einerseits die usa 670 milliarden für rüstung ausgeben, die chiensen "nur" rd. 55 millirden, nichteinmal ein zehntel.
die usa taiwan absichtlich aufrüsten um china zu beschäftigen und dort zu binden und um cinesische resourcen somit für aufrüstung fliessen zu lassen.

aber im gegensatz zu dne usa und europa hat china keine wirtschaftskrise, deren wirtschaft wächst gerade um 9%, während unsere und die der usa um 5% gefallen ist.

darum wird die durch shculdne getragene weltmacht (usa) auch bald abgelöst werdnen, dnen ewig wird man diesme land nicht mehr kredite geben wollen, bei dem wachsenden shculdenstand und das rating der usa mit AAA ist ein absurder witz, müsste eher BBB- betragen.
auwei (13.01.2010, 12:30 Uhr)
@Oluja
Erst denken, dann schreiben - immer eine gute Sache. Und ich denke, die Zeit des Kalten Krieges sollte vorbei sein. Die Chancen dazu stehen heute besser als noch unter der Bush-Kamarilla. Übrigens: Falls Sie es vergessen haben sollten - wir haben eine Weltwirtschaftskrise, Probleme mit dem Klimawandel usw. Wenn kleine Kläffer wie Achmadinedschad die USA als Ausrede für ihr eigenes schmutziges Spielchen missbrauchen, ist das eine Sache. Wenn Chinesen und Taiwanesen ihre Kohle für alberne Abwehrsysteme (die NIX mit Terrorismusabwehr zu tun haben) hinauswerfen, eine andere. Wie gesagt: Die Zeit der Stellvertreterkriege (oder Drohkulissen) sollte endgültig passe sein - wers nicht kapiert hat, verschwendet unser aller Zeit (gilt natürlich genauso für alle Kalten Krieger der USA, zu denen ich Obama ganz klar NICHT zähle).
Oluja (13.01.2010, 12:02 Uhr)
@ auwei (13.01.2010, 11:00 Uhr)
Irgendwie...

nun, mein guter auweia, ihr nickname passt sehr gut in diesme fall, denn würden sie denn anstatt der chinesen lieber nur in der nase bohren und däumchen drehen, während die usa wlttweit, auch gegenüber china, immer agressiver auftreten und den erzfeind der chinesen, taiwan, bis an die zähne mit milliardenschweren waffensystemen beliefern?.

besser zuerst denken dann schreiben oder?.
auwei (13.01.2010, 11:00 Uhr)
Irgendwie
wirkt dieses Muskelspiel ein wenig wie aus der Zeit gefallen - haben die Guten da unten wirklich keine anderen Probleme?
Administrator (13.01.2010, 08:40 Uhr)
Liebe User,
wir haben die Diskussion an dieser Stelle löschen müssen, da einige der abgegebenen Postings gegen unsere Regeln verstoßen haben. Dabei haben wir auch alle sich darauf beziehenden Beiträge entfernt.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins
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