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25. Juni 2008, 16:28 Uhr

Atomsprengköpfe explodieren wie Popcorn

Sicherheitsmängel in amerikanischen Atomwaffenlagern sorgten kürzlich in Deutschland für Sorge. Nun warnen Experten das britische Verteidigungsministerium mit drastischen Worten vor einer fatalen Kettenreaktion von Atomsprengköpfen.

Die U-Boote der US-Marine können bis zu 24 Raketen mit Atomsprengköpfen transportieren

Manche Sprengköpfe von Atomraketen könnten sich nach Erkenntnissen des britischen Verteidigungsministeriums in einer Kettenreaktion zünden und mit möglicherweise verheerenden Folgen explodieren "wie Popcorn". Wie das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in seiner kommenden Ausgabe weiter schreibt, bietet die derzeitige Technik der Einzelsicherung der Sprengköpfe keinen ausreichenden Schutz vor ungewollten Explosionen.

Eine Atomrakete hat drei bis sechs Sprengköpfe, ein amerikanisches U-Boot könne bis zu 24 Raketen transportieren. Jeder Sprengkopf ist einzeln gesichert, damit bei einer plötzlichen Erschütterung der hochgefährliche Plutonium-Kern nicht explodieren kann.

"Popcorning" mit katastrophalen Folgen

Das Verteidigungsministerium fand nun laut "New Scientist" aber heraus, dass ein explodierender Sprengkopf möglicherweise andere mitentzünden kann - ein Effekt, den das Ministerium in neuen Richtlinien zur Sicherheit als "popcorning" bezeichnet. Die Folgen wären katastrophal: Nach dem Dokument des Ministeriums würde im schlimmsten Fall eine Strahlung freigesetzt, die Menschen noch in einem Kilometer Entfernung mit einer Dosis von 100 Sievert treffen würden. 100 Sievert entsprechen einer 16-fachen Todesdosis.

Ein Leitfaden gibt deshalb Empfehlungen für eine neue Bauweise der Raketen. So sollen die Sprengköpfe auch mehreren Erschütterungen gleichzeitig standhalten können. Zudem soll der hochexplosive Sprengstoff um den radioaktiven Plutonium-Kern umpositioniert werden, damit der Kern bei einer einfachen Erschütterung sicher sei.

Risiko wird durch Sicherheitsvorkehrungen ausgeglichen

Die US-Behörde für nukleare Sicherheit befürwortet dem Bericht zufolge eine neue Konstruktionsweise für Atomraketen, beurteilt die derzeitige Technik aber gleichzeitig als sicher. Das britische Ministerium betonte, das technische Risiko werde durch strenge Sicherheitsvorkehrungen für Transport und Lagerung ausgeglichen. Atom-Experten kritisierten in dem Bericht jedoch, dass Menschen auch Fehler machen und die Sicherheit dadurch gefährden könnten.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
MamfredBuchholz (26.06.2008, 14:30 Uhr)
@gmathol
ob die Amerikaner mit dem Begriff "Alt-Nazi" bei Ihnen richtig liegen, hängt nur von Ihrem Alter ab...
softlabhennef (26.06.2008, 12:41 Uhr)
Mitspracherecht ?
Den Fall vorausgesetzt, dass diese nur dann eingesetzt werden, wenn "feindliche" Raketen bereits im Anflug sind, dann möchte ich mal sehen, ob da noch lange herumtelefoniert wird :-) Und alles andere ist eh Wahnsinn ...
E-Mail-Protest hier:
http://www.campact.de/eil/info/5min
Sukram71 (26.06.2008, 08:35 Uhr)
Man muss aber auch sagen ...
... das der Umstand, dass in Deutschland Atomwaffen gelagert sind und die Bundeswehr im Extremfall Zugriff darauf hätte, dafür sorgt, dass Deutschland auch den Nato-Germien ist, die für die Kontrolle der Atomwaffen zuständig sind.
--
Weil in Deutschland Atomwaffen sind, hat Deutschland auch ein Mitspracherecht, ob und wann diese eingesetzt werden.
hannes_schinder (26.06.2008, 08:03 Uhr)
Weg damit...
...!!
gmathol (26.06.2008, 00:11 Uhr)
@Netconnector
Sie scheinen zu vergessen, dass es nicht die Russen waren die Deutschland angegriffen haben - eher umgekehrt.
Uebrigens sind die Russen mittlerweile abgezogen und haben niemals die Welt wie "ihre Freunde" die USA mit Atomwaffen bedroht oder gar diese wie "ihre Freunde die Amis" gegen Zivilisten wie in Hiroshima/Nagasaki eingesetzt.
Es war uebrigens "ihr Freund" Praesident Eisenhower der 1.7 Millionen deutsche Kriegsgefangene auf offenem Feld ohne Nahrung und Wasser verrecken liess. Da sind auch noch die Feuerstuerme von Dresden und Leipzig die Normal Deutsche den Amis nicht verzeihen.
Uebrigens "ihre Freunde" sehen "in uns und Ihnen" immer noch Alt-Nazis. Ich habe mehrere hundert Russen getroffen und wurde niemals mit Vorwuerfen dieser Art bedacht.
Sicherlich haben Sie schon die Koffer gepackt und ziehen in die USA um. Dort werden jeden Tag mehr Menschen durch Schusswaffengebrauch von Polizei und Privat umgebracht als in Kaempfen in Afghanistan.
gmathol (26.06.2008, 00:04 Uhr)
Demnach...
...werden sich die USA und einige NATO Verbuendete wohl demnaechst zerstoert haben.
Sollte diese Theorie stimmen!
Vor der Kueste Virginia's sind Taucher auf einen vor 20 Jahren verloren Atom-Sprengkopf gestossen, die US Navy verweigert die Bergung: zu teuer. In Amarillo Texas kam es bei Wartungen von Atom-Spreng-Koepfen zum Ausstoss von radioaktiven Gasen.
Laurence Livermoore - San Francisco/Bay Area - fuehrt jaehrlich ca. 2-300 gefaehrliche Versuche die fuer die Weiterentwicklung von Atomwaffen benoetigt werden durch.
Russland hat einen gefaehrlichen Atom-Muellhafen im Nordmeer.
Die Amis muessen endlich dazu gebracht werden, abzuziehen.
Known (25.06.2008, 23:50 Uhr)
@flyingfree
Zitat: "Es gibt kein intelligentes Leben auf der Erde." Das beinhaltet natürlich auch den Schreiber der einen wenig intelligenten Beitrag geschrieben hat.
q.e.d.
flyingfree (25.06.2008, 23:43 Uhr)
Ab dafür
Was hat dieser US-Kalter-Krieg Mist noch bei uns zu suchen. Vor wem sollen Atombomben UNS schützen wie H.Klaeden meinte? Ich will den Scheiß hier nicht haben, ich denke niemand kann das wollen.
Nun, die Merkelpartei wird Bush wie immer gehorchen und wir müssen Bushs Babies weiterhin spazieren fliegen und hoffen dass sie nicht versehentlich hochgehen. Wie ich las arbeiten dort Grundwehrdienstleistende, die sind also nicht freiwillig dort. Schon das ist ein Skandal. Wo bleibt der Aufschrei der deutschen Bevölkerung? Es ist eigentlich nicht zu glauben. Der Mensch lernt immer erst dann, wenn die Katastrophe eingetreten ist.
Es gibt kein intelligentes Leben auf der Erde.
Foxbravo (25.06.2008, 23:38 Uhr)
daneben
Na ja ,wohl etwas Übertreibung und knapp daneben ist auch daneben.
Jedenfalls es wurde mit Erfolg aufgepasst Über 50 Jahre . Es waere schön das auf den hunderten anderen Plätze, des EX-Warschauer Paktes und derweil nicht nur dort, genau so gut gewartet wird .
JarodRussell (25.06.2008, 23:31 Uhr)
Also ich würde meinen...
... dass dir die Strahlungsdosis von 100 Sievert einen Kilometer entfernt von der Explosion von 24 Atomsprengköpfen völlig egal ist.
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