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2. Mai 2008, 13:17 Uhr

Dalai Lama schickt Gesandte nach Peking

Vertreter des Dalai Lama sind nach Angaben der tibetischen Exilregierung nach Peking unterwegs. Dort wollen sie mit der chinesischen Regierung zu Gesprächen zusammentreffen. Peking versucht so, den durch den Tibetkonflikt erlittenen Imageschaden zu begrenzen.

Nun indirekt im Gespräch mit Peking: Der Dalai Lama im Dezember 2007 in Rom© DPA

Die Vertreter würden am Samstag in China eintreffen, teilte die Exil-Regierung am Freitag im indischen Neu-Delhi mit. Es werde sich um kurze und informelle Gespräche handeln. Im Mittelpunkt stehe die aktuelle Krise in Tibet, hieß es weiter. Die Gesandten übermittelten die tiefe Sorge des Dalai Lamas über die Reaktion der chinesischen Regierung auf die Ereignisse und unterbreiteten Vorschläge über eine Befriedung der Himalaya-Region, hieß es.

Bisherige Versuche erfolglos

Unter internationalem Druck hat die Volksrepublik wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern des Dalai Lamas angekündigt. Bisherige Versuche blieben ohne Ergebnis. China wirft den Tibetern Separatismus vor. Der Dalai Lama verlangt mehr Autonomie für die Region. Bei den jüngsten Protesten in Tibet wurden nach Angaben der Exil-Regierung mehr als 130 Menschen getötet. Die chinesischen Sicherheitskräfte nahmen zudem mehr als tausend Menschen fest.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
LaoLu (04.05.2008, 13:31 Uhr)
Friedensgespräche werden sabotiert?
Wer macht denn sowas!
Aber Moment mal - habe ich da was verpasst? Befindet sich China jetzt im Krieg?
Ich hatte bisher nur mitbekommen, daß die Exiltibeter die nahenden Olympischen Spiele in Beijing und besonders das olympische Feuer zum Aufwärmen ihres Süppchens nutzt...
na_bitte_geht_doch (04.05.2008, 04:37 Uhr)
Chinesen sabotieren Friedensgespräche
oder wie sonst sollte man dieses Verhalten bezeichnen ? Auf der dem Westen zugerichteten Seite auf schön seht-ihr-nicht-wir-kommunizieren-doch-mit-den-Tibetern machen und ansonsten den altbewährten Verbalrundumschlag gegen dieselben Tibeter fortführen. Und wenn es dem Profit und der Olympiade dient wird so wohl noch erfolglos bis Ende September weiter-schein-verhandelt bis dann der Damm bricht.
Der Westen sollte gerade jetzt überprüfbare Etappenziele einfordern. Warum nicht die beidseitige Lösung des Konfliktes vor Beginn der Olympiade als Ziel ausgeben – oder als alternative den kompletten Olympia-Boykott ?
Es sollte doch in den verbleibenden ca 90 Tagen zu schaffen sein ( erscheint geradezu als Kleinigkeit bei dem Tempo, daß die Chinesen sonst z.B. beim kopieren fremder produkte etc. so an den den Tag legen)
Vielleicht würde dies die Chinesen zu einem Umdenken und vor allem lösungsorientiertem und kooperativerem Verhalten bewegen.
Es ist aber wohl zu viel verlangt von der Betonkopf-Clique der RotenKapitalFaschisten die immer noch offiziell von 19 getöteten Menschen spricht.
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