13. August 2012, 10:05 Uhr

Obama attackiert Romneys neuen Vize

US-Präsident Barack Obama hat Mitt Romneys Vize Paul Ryan kritisiert und seine eigenen Unterstützer auf einen harten Wahlkampf eingestimmt. Dies werde kein Rennen wie beim Sprinter Usain Bolt.

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US-Präsident Barack Obama in Chicago: "Wir werden durch das Zielband rennen müssen"©

Im US-Präsidentschaftswahlkampf hat Amtsinhaber Barack Obama den ersten Angriff gegen den frisch gekürten Vize-Kandidaten der Republikaner gestartet. Sein Herausforderer Mitt Romney habe sich mit Paul Ryan den ideologischen Anführer der Republikaner im Kongress ausgewählt, sagte Obama am Sonntag in Chicago. Ryan sei ein anständiger Mann, der die Vision Romneys deutlich zum Ausdruck bringe. "Aber dies ist eine Vision, mit der ich grundsätzlich nicht einverstanden bin", fügte Obama hinzu.

Der 42-Jährige Ryan hat sich als Sparpolitiker im Repräsentantenhaus einen Namen gemacht, der Sozialleistungen für alte und arme Menschen kürzen will. Obamas Wahlkampfteam kündigte umgehend nach Ryans Nominierung an, dies bis zu der Wahl am 6. November immer wieder anzusprechen. Der in Umfragen zurückliegende Romney hatte den erzkonservativen Haushaltsexperten am Samstag zu seinem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten auserkoren. Romney will die hohe Staatsverschuldung der USA zum herausragenden Thema im Wahlkampf machen.

Obama stimmte unterdessen seine Unterstützer bei einem Spendendinner in Chicago auf einen harten Wahlkampf ein. "Dies wird kein Rennen wie bei Usain Bolt, bei dem wir 40 Meter vorneweg sind und auf den letzten drei Metern vor der Ziellinie schon zu joggen anfangen können", sagte Obama mit Blick auf den jamaikanischen Sprint-Star, der bei den beiden letzten Olympischen Spielen die 100 und 200 Meter Läufe gewann.

Der Demokrat warnte vor einem harten Rennen gegen seinen republikanischen Herausforderer, zeigte sich aber zuversichtlich, dass er die Wahl gewinnen könne. "Wir werden durch das Zielband rennen müssen. Doch wir sind wirklich gut aufgestellt, nicht nur zu gewinnen, sondern auch Amerika weiter voranzubringen", sagte Obama vor dem Dinner mit rund hundert betuchten Unterstützern in seinem Wohnhaus in Chicago.

fro/DPA/AFP
 
 
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