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Polizei bestätigt Übergriffe in Münchner Bahn durch Asylbewerber

Eine Gruppe abgelehnter Asylbewerber ist randalierend durch die U-Bahn in München gezogen, hat Frauen belästigt und ältere Fahrgäste attackiert. Ein Zeuge filmte das Geschehen und veröffentlichte das Video im Netz.

Szenen aus dem Video, das einen Übergiff auf einen älteren Fahrgast in einer Münchner U-Bahn zeigt

Szenen aus dem Video, das einen Übergiff auf einen älteren Fahrgast in einer Münchner U-Bahn zeigt

In den sozialen Netzwerken sorgt ein Video für Aufsehen, das einen Übergriff von Flüchtlingen auf einen älteren Herrn in der Münchner U-Bahn zeigt. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie eine Gruppe junger Männer einen Fahrgast angreift. Einer von ihnen springt auf den Sitz und nimmt das Opfer in den Schwitzkasten. "Es reicht", rufen die andere Passagiere immer wieder dazwischen. Die jungen Männer gestikulieren herrisch und johlen etwas in einer fremden Sprache. "Ihr habt euch zu benehmen. Wie alle anderen hier", sagt schließlich der Mann, der das Geschehen mit seinem Handy festhält. Am Bildrand taucht kurz das Gesicht einer jungen Frau auf, die sich zu der Rauferei umdreht. Dann bricht die Aufnahme ab.

Der Vorfall hat sich am vergangenen Samstag ereignet. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte der Filmer, Tom Roth, die Aufnahmen. In wütenden Worten beschrieb er das Geschehen, das sich vor den Geschehnissen abgespielt hat, welche die 31 Sekunden lange Sequenz zeigt. Seiner Darstellung zufolge hat der ältere Herr versucht, eine Frau zu verteidigen, die von den Flüchtlingen belästigt worden sein soll.

"Wieso antwortest du mir nicht auf Deutsch?"

"Ich stieg am Sendlinger Tor in die U-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Ich setzte mich in einen Viersitzer, gegenüber von einer jungen Dame. Im Vierer hinter ihr saßen zwei Asylanten. Der eine davon, ein junger Mann, vermutlich arabischer Herkunft, belästigte sie anscheinend. Ich merkte es sofort, als ich ihren Gesichtsausdruck sah. Er sagte 'Wieso antwortest du mir nicht auf Deutsch?' und sie erwiderte 'Because you asked me in English'. Ich denke er hatte seine Hand an ihrem Rücken", schrieb Roth.

"Als die Bahn los fuhr, schlug der Asylant mit voller Wucht gegen die Scheibe. Er war wohl wütend, dass sich die Frau nicht auf ihn eingelassen hatte. Mehrere ältere Herren riefen, dass er aufhören soll", heißt es in dem Post weiter.

Polizei identifiziert die Täter

Da Straftaten, unter anderem Körperverletzungsdelikte, im Raum stehen, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen, wie ein Sprecher dem stern bestätigte. "Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan, die sich schon längere Zeit in Deutschland aufhalten", so der Sprecher. Die Männer sind 19, 20 und 23 Jahre alt.

Den Erkenntnissen der Polizei zufolge sollen die Männer schon bevor es zu dem auf Video festgehaltenen Zwischenfall gekommen ist, in einem anderen Waggon Fahrgäste aggressiv belästigt haben. "Eine Person der Gruppierung saß einer älteren Dame und ihrem anwesenden Ehemann in einem U-Bahnwaggon gegenüber. Ohne ersichtlichen Grund spuckte der Mann aus der Gruppe plötzlich der Münchnerin vor die Füße. Als sich die Frau mit Gehstock und mit ihrem Mann einen anderen Sitzplatz suchen wollte, fasste die Person an ihr Gesäß und versuchte ihr noch ein Bein zu stellen", heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Die Frau habe am nächsten Tag Anzeige erstattet.

Polizei bestätigt Darstellung des Filmers aus München

Nach dem Vorfall seien die Asylbewerber in einen anderen Waggon umgestiegen, wo sie erneut eine Frau belästigten. Einer der Männer habe ihr ins Haar gegriffen. "Nachdem die junge Frau ihm zu verstehen gab, dass sie keinen Kontakt wünscht, schlug er gegen eine Seitenscheibe des U-Bahnwaggons", heißt es weiter. Die Polizei bestätigt im Weiteren weitestgehend den Bericht des Filmers Roth. Mehrere Gäste hätten versucht, die jungen Männer zur Mäßigung zu ermahnen. "Darüber war eine weitere Person aus der Gruppe erbost, sprang über eine Sitzbank und ging auf einen Fahrgast los. Er griff nach dem Mann und versuchte ihn zu schlagen bzw. zu würgen", so die Polizei. Nur aufgrund couragierten Eingreifens von Fahrgästen habe die angespannte Situation entschärft werden können.

Mir reicht es jetzt endgültig mit gewalttätigen Asylanten/Asylbewerbern! Vor meinen Augen wurde zuerst eine junge Frau...

Posted by Tom Roth on Samstag, 30. Januar 2016

Nachdem die mutmaßlichen Täter ausgestiegen seien, hätten sich die jungen Männer weiterhin "äußerst aggressiv" verhalten. "Durch lautes Schreien und Pöbeleien wurden weitere Fahrgäste aufgeschreckt und alarmierten eine Streife der U-Bahnwache, die sich zeitgleich in einem anderen Waggon befand", heißt es weiter in der Mitteilung der Polizei. Die U-Bahnwache konnte demnach die Personen in dem besagten Waggon antreffen. "Die Aufforderungen an die Personen, das Schreien und Pöbeln einzustellen und ihre Fahrkarten überprüfen zu lassen, wurden ignoriert". Darauf sei die Gruppe aufgefordert worden, die U-Bahn zu verlassen. Dies hätte mit Zwang durchgesetzt werden müssen, da sie sich dagegen vehement wehrten. Zur Unterstützung der U-Bahnwache mussten offenbar drei Polizeistreifen hinzugezogen werden.

Urheber des Videos meldete sich eigeninitiativ bei der Polizei

Der Urheber des Videos hat inzwischen auf Facebook eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Unter anderem entgegnet er den Vorwürfen, er habe keinen Kontakt mit der Polizei aufgenommen: "Einer der anderen Zeugen sagte, er werde die Polizei ebenfalls anrufen. Er stieg mit den Tätern am Hauptbahnhof aus. Da ich weiter fuhr und im U-Bahn-Tunnel keinen Empfang hatte, rief ich nicht an. Hauptgrund war allerdings, dass ich nicht beschreiben konnte, wohin sie gingen, und weil ich mich darauf verlassen habe, dass der andere Zeuge die Polizei kontaktieren wird, der äußerte dies zu tun. Er stieg mit den Tätern aus und konnte somit genau deren Lage beschreiben", schrieb er.

Weiter wirft er der Polizei vor, falsche Informationen verbreitet zu haben. Entgegen der polizeilichen Darstellung, er habe auf Anfragen nicht reagiert, habe er bereits am Sonntag versucht die Polizei über den Vorfall zu informieren. Die Polizei Neuhausen habe ihm aber bloß empfohlen, die Polizei am Hauptbahnhof München aufzusuchen. "Am Montagabend übergab ich das Videomaterial an den Beamten und schilderte die Tat ausführlich. Außerdem erklärte ich die gesamten Hintergründe. Deshalb kann ich nicht verstehen, weshalb diese Fehlinformation verbreitet wurde, dass ich die Polizei nicht kontaktiert habe. Ich habe die Polizei München kontaktiert, bevor ich kontaktiert wurde", so Roth.

Die Polizei hat inzwischen diese Darstellung bestätigt. Der Zeuge habe sich eigeninitiativ bei der Münchner Polizei gemeldet.

ivi
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