. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. Dezember 2009, 06:59 Uhr

Länder wollen Bachelor-Studiengänge entschärfen

Die seit Monaten anhaltenden Studentenproteste zeigen offenbar Wirkung. Die Bundesländer wollen die Bedingungen für die umstrittenen Bachelor- und Master-Studiengänge verbessern. Ein Treffen der Kultusminister wird von neuen Demonstrationen begleitet.

Studienreform, Bachelor, Bologna-Prozess, Studentenproteste

Die Studienbedingungen an den Hochschulen sind den Studierenden ein Dorn im Auge© Thomas Frey/DPA

Seit Monaten machen Deutschlands Studenten ihrem Unmut über die Studienbedingungen an Deutschlands Hochschulen mit Demonstrationen oder Besetzungen Luft. Auch an diesem Donnerstag wird es in Bonn am Rande der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Großdemo geplant, an der auch Schüler und Lehrer teilnehmen werden. Erwartet werden mehrere tausend Teilnehmer. Im Zentrum der Kritik steht dabei die Bologna-Studienreform, in deren Rahmen die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt wurden. Und die Proteste scheinen Wirkung zu zeigen.

Denn die Bundesländer wollen nun bei den umstrittenen Bachelor- und Master-Studiengänge nachbessern. So soll die Prüfungsbelastung verringert und die Regelstudienzeit flexibel gehandhabt werden, wie aus einem Eckpunktepapier der Kultusministerkonferenz hervorgeht. Bei der Zusammenkunft der Kultusminister ist auch ein Treffen mit dem Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) geplant.

Höchstens 39 Stunden Arbeitsbelastung

Die Kultusminister verweisen in ihrem Papier ausdrücklich darauf, dass ein Bachelor-Studium zwischen sechs und acht Semestern sowie ein darauf aufbauendes Master-Studium zwischen zwei und vier Semestern dauern kann. Die Gesamt-Regelstudienzeit soll aber in der Regel nicht mehr als zehn Semester betragen, also fünf Jahre. Die Studiengänge sollen nach den Vorstellungen der Minister zudem so gestaltet werden, dass Zeit für Aufenthalte an anderen Hochschulen vorhanden ist.

Die Prüfungsbelastungen sollen nach dem Willen der Kultusminister reduziert werden. Der Prüfungsumfang sei auf das "notwendige Maß" zu beschränken, heißt es in der Vorlage. Die Minister geben als Richtschnur für die Studenten zudem vor, dass die Arbeitsbelastung im Schnitt bei 32 bis 39 Stunden pro Woche liegen soll.

AFP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
raptor-xl (10.12.2009, 16:06 Uhr)
@manta
und noch etwas: sollten sie wirklich probleme mit mathe haben, so liegt das nicht an der uni. sondern wohl vielmehr an den fehlenden vorkenntnissen, welche sie aus der schule mitgebracht haben.

dafür kann weder die uni was, noch die gesellschaft. es lag eher am niveau ihrer schule, der lehrer oder der klasse. keine ahnung, was da blockiert hat. aber wenn sie nun merken, dass sie probleme haben, dann wissen sie auch, dass ihre hochschulreife nicht dem kriterium einer münchener uni entsprach...

da hilft nun kein jammern. durchbeissen oder raus da.


ps: und wenn sie glauben, dass man fürs leben studiert und nicht fürs geld, dann gehören sie zu den etwas 5% der studierenden, die später in die forschung wollen. die anderen nehmen gerne die guten jobs. keine sorge, dass kommt noch...
raptor-xl (10.12.2009, 16:01 Uhr)
@manta
wessen geistes kind sie sind, ist deutlich am namen zu sehen... ein echter opelaner!

100.000dm gehalt ist relativ schnell erreicht gewesen. wir haben bwl studiert. einer ging zu unilever (iglo tiefkühlprodukte), ein anderer zu dittmeyer (damals valensina säfte), ein anderer in einen verlag (personalreferent) und so weiter...

in führungspositionen verhandelt man sein gehalt in jahressumme, plus auto, plus boni. dazu natürlich in brutto!
also ergeben sich bei 100.000 dm ein monatseinkommen von ca. 8350dm. was heute in etwa in euro 4175 macht.

und nun frage ich, wo das problem ist...

es leigt eher in ihrer unkenntnis, der glaubte, man verdient vielleicht 100.000dm im monat???!!! damit haben sie sich allerhöchstens blamiert und gleichzeitig gezeigt, dass sie andere gehalts- äh, bei ihnen dann lohnstufen denken.
manta (10.12.2009, 13:03 Uhr)
@raptor-xl
muahaha...
"ereiferten, wer wohl als erster die 100.000dm-gehaltsgrenze schaffen wird..."

Das zeigt schon welch geistes Kind wir hier vor uns haben...was für ein schwachfug...
Bitte lass uns wissen was du studiert hast, das muss ich jetzt wissen

Gruß aus der Ludwigs Maximillians Uni hier in München aus der Physik Fakultät. Das Studium ist brutal und zeigt einem den Mittelfinger, aber es ist machbar. Der Schritt von Schulmathematik auf Uni-mathe ist abartig, trotz Mathe LK. Und dass das Abi jeder schafft ist ebenfalls Humbug, ich hatte zwar keine Probleme, aber verglichen mit dem Abi meiner Eltern (beide Akademiker) war das eine ganze Ecke härter. Stochastik und Analysis waren um einiges einfacher, und in Englisch wusste hatte man von stylistic Devices nie was gehört. etc...(Goethe Gymnasium Regensburg '74)
Achja, und studiert wird nicht weil ich danach möglichst viel Geld verdienen will, sondern weil ich mich einfach weiter bilden möchte und mich mein Fach fasziniert. Von Geld und Job später redet hier keiner, wieso auch. Ich bin froh dass mir meine ELtern das so weit finanzieren dass ich nebenher nicht arbeiten muss, dann wäre es nämlich wirklich arg schwer...
raptor-xl (10.12.2009, 11:22 Uhr)
abwrackprämie?
na super. ein richtiges diplom schafften schon wenige, daher schnell mal den bachelor her. die light-variante ist auch noch zu schwer? aber immer doch. wird auch abgewrackt.

nach dem abi für alle (schafft man ja auch mit gravierenden rechtschreibproblemen und fehlenden mathekenntnissen), kommt nun der studienabschluss für alle.
die frage bleibt, als was arbeiten die denn später? als taxifahrer geht nicht. das segment besetzen ja schon die gescheiterten germanistikstudenten...

wenn ich das alles lese, was denen alles zu viel ist, dann frage ich mich, wie wir das früher geschafft haben. es muss ja grausam gewesen sein! nur erinnere ich mich an meine studienzeit als eine phase mit viel freizeit, konzerten, schach-cafés, lerngruppen und natürlich ausgeprägtem lerndrang. denn wir wollten ja was werden. ereiferten, wer wohl als erster die 100.000dm-gehaltsgrenze schaffen wird...

viel theorie, viel trockener stoff, aber alles für ein ziel. und schön war es trotzdem! sehr schön sogar!!! trotz der überfüllten hörsäale und den mangel an fachkräften...
simbadische (10.12.2009, 11:12 Uhr)
Learning by Doing ? Bitte hier nicht !
Wie wäre es eigentlich, wenn unsere Politiker sich erstmal mit -anerkannten ! - Experten hinsetzen würden und ihre geplanten Reformen durchsprächen. Dann die erforderlichen Änderungen vornähmen. Anschließend die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen würden um als LETZTES die Reformen in Kraft zu setzen.
Zuviel verlangt ? Als Mutter von vier Reform-geschädigten Schülern, bzw Studenten finde ich, das ist das wenigste, was man von höchstbezahlten Ministern und ihren Sachbearbeitern erwarten kann !
Unrere Älteste wurde 1994 in NRW eingeschult, die Jüngste 2003. Inzwischen haben wir so viele Reformen zum Schlechteren erlebt, dass ich es aus dem Stand besser machen könnte als alle Bildungsminister zusammen....
Dazu müßte ich nicht mal auf die Erkenntnisse aus meinem Lehramtsstudium in den frühen 1980ern zurückgreifen !
johnniedeamonic (10.12.2009, 10:23 Uhr)
Jubel jubel
jetzt wird der Bachelor also ganz abgeschafft, das wird ganz besonders den 5 Generationen Studenten gefallen die diesen Abschluss gemacht haben der nach diesem Beschluss faktisch entwertet nun nichts mehr Wert ist.....kann schon verstehen das mitlerweile viele Studenten auch "wärend" dem Studium ins Ausland wechseln, ist ja nichtmehr zum Aushalten in diesem Irrenhaus...
tobix (10.12.2009, 09:45 Uhr)
Flexible Regelstudienzeit Schwachsinn
Ein Bachelor mit 8 Semestern ist die Reinkarnation des Diploms, aber mit niedrigerem formalen Abschluss. Das hilft den Studenten nicht.

Die Unis sollten begreifen, dass ein Bachelor kleiner als das Diplom ist. Und dass man für die akademische Reife eines Diploms eben den Master machen muss. Ansonsten stressen sie entweder nur unnötig die Studenten oder verlängern die Regelstudienzeit.

Und wie soll man die verschiedenen Kombinationen vergleichen können? 6+2, 6+4, 8+2, 8+4 ... Regelstudienzeit Bachelor+Master zwischen 8 und 12 Semestern.
MEHR ZUM ARTIKEL
Bologna-Reform Alle haben versagt

Die Proteste der Studenten gegen die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master halten an. Hochschulpolitiker und Professoren machen sich gegenseitig für die verkorkste Reform verantwortlich. Wer trägt wirklich die Schuld? mehr...

Universitäten Studentenprotest zeigt Wirkung

Erfolge für die demonstrierenden Studenten: Neben der Erhöhung des Bafögs soll es auch erste Reformen bei den Bachelor-Studiengängen geben. Zudem kommt Unterstützung von der Wirtschaft. mehr...

Bildungsstreik Heißer Herbst an Deutschlands Unis

Die Wut über Studiengebühren und eine vermurkste Bachelor-Reform treibt sie auf die Straße: 50.000 Studenten und Schüler protestierten bundesweit gegen das Bildungssystem. Und ihr Streik zeigt Wirkung. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe