26. September 2012, 16:43 Uhr

Wieder mehr Asylbewerber

Kriege und Krisen in der Welt sorgen für mehr Asylbewerber in Deutschland. Deutlich mehr Menschen als im Vorjahr suchen hier Zuflucht.

Asylbewerber, Deutschland, Asylanträge

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Nach einem jahrelangen Rückgang lassen die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten die Zahl der Asylbewerber steigen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekanntgab, erhielten zum Jahresende 2011 knapp 144.000 Menschen "Regelleistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs" nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Damit lag die Zahl der Empfänger um 10,3 Prozent höher als im Vorjahr. Es ist der zweite Anstieg in Folge.

Die Zahl liegt weit unter dem bisherigen Höchststand im Jahr 1996, als fast eine halbe Million Menschen in Deutschland von Asyl leben mussten. Den größten Zuwachs gab es bei Leistungsbeziehern aus Pakistan (plus 82 Prozent), gefolgt von Afghanistan (plus 46,5 Prozent), Syrien (plus 23 Prozent) und dem Iran (plus 23 Prozent).

Weniger als 50.000 Anträge

Insgesamt hat Deutschland 2011 rund 908 Millionen Euro für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgegeben, 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hatten laut Bundesinnenministerium 45.741 Menschen in der Bundesrepublik einen neuen Asylantrag gestellt. Das waren elf Prozent mehr als 2010.

Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz muss der Staat für Unterkunft, Hausrat, Ernährung, Kleidung und Körperpflegebedarf sorgen. Seit 1993 wurden unverändert 224 Euro im Monat gezahlt. Diese Summe erklärte das Bundesverfassungsgericht im Sommer für zu niedrig. Seither gilt eine Übergangsregelung.

 
 
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