Debakel der Dallas Mavericks zum Saisonauftakt

26. Dezember 2012, 15:09 Uhr

So hatte sich Dirk Nowitzki sein Comeback nicht vorgestellt: Im ersten Saisonspiel nach der Knie-OP ging der deutsche Basketball-Superstar mit den Dallas Mavericks unter.

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Das erste Saisonspiel lief für die Dallas Mavericks und damit auch für Dirk Nowitzki alles andere als erfolgreich©

Den Heiligabend verbrachte Dirk Nowitzki in der Trainingshalle. Zusammen mit seinen Mitspielern schuftete Deutschlands Basketball-Superstar zunächst auf dem Parkett, danach stand ein Videostudium auf dem Programm. "Das ist in den USA ein ganz normaler Tag, warum sollten wir nicht trainieren?", fragte Dallas' Trainer Rick Carlisle scheinbar gelassen. Doch der Mavs-Coach hatte auch am Montag noch einen dicken Hals, nachdem sein Team am Tag zuvor beim Texas-Rivalen San Antonio Spurs mit 91:129 unter die Räder gekommen war und damit das Überraschungs-Comeback von Nowitzki zu einem Fiasko hatte werden lassen.

"Es gibt noch sehr viel zu tun", lautete Nowitzkis ernüchterndes Fazit nach seinem ersten Einsatz seit dem Vorbereitungsspiel bei ALBA Berlin am 6. Oktober. "Dass wir defensiv Probleme haben, ist offensichtlich. Zudem haben wir seit dem Weggang von Jason Kidd ganz eindeutig an basketballerischer Intelligenz verloren", meinte der Würzburger. Spielmacher Kidd war zu den New York Knicks gewechselt.

Der Basketballstar musste neun Wochen aussetzen

Nowitzki hatte sich am 19. Oktober einer Arthroskopie am rechten Knie unterzogen und seitdem seiner Rückkehr entgegengefiebert. "Es war nicht einfach, so lange zuzuschauen", gestand Nowitzki, der statt der geplanten sechs mehr als neun Wochen hatte pausieren müssen. Eigentlich war sein Saisondebüt sogar erst für die Zeit nach Weihnachten vorgesehen, doch dann ging plötzlich alles ganz schnell.

"Ich habe mich im Training gut gefühlt, und dann haben wir spontan entschieden, dass ich gegen die Spurs spiele", berichtete Nowitzki über seine unerwartete Rückkehr, die selbst für Insider überraschend kam. Doch die erhoffte Initialzündung für sein strauchelndes Team blieb aus. "Es war gut, ihn wieder auf dem Feld zu sehen, aber es hat nicht gereicht", sagte Shawn Marion.

Nowitzki kam Mitte des ersten Viertels in die Partie und stand insgesamt 20 Minuten auf dem Parkett. Er traf drei seiner vier Würfe für acht Punkte und schnappte sich sechs Rebounds. "Ich habe mich ganz gut gefühlt, und das macht mir Mut. Ich dachte mir, desto früher ich wieder spiele, desto schneller komme ich wieder in meinen Rhythmus."

Nowitzki muss seinen Rhythmus wieder finden

Den muss Nowitzki in der Tat bald finden, denn in der aktuellen Verfassung sind die Mavs weit davon entfernt, ein Playoff-Team zu sein. Zu allem Überfluss verabschiedete sich vor Weihnachten auch noch Point Guard Derek Fisher, der erst kurz zuvor verpflichtet worden war, um dem Spiel der Texaner endlich Konturen zu geben. Aus familiären Gründen löste der Routinier seinen Vertrag wieder auf.

Umso wichtiger ist es, dass Nowitzki nach der ersten langen Verletzungspause seiner Karriere bald in Schwung kommt. Doch der 34-Jährige warnte davor, zu schnell zu viel von ihm zu erwarten. "Es wird sicher ein oder zwei Wochen dauern, bis ich meine Beine richtig fühle und in Form komme", sagte Nowitzki. "Es gibt viel zu tun."

Am Heiligabend steht Training auf dem Spielplan

Den Anfang machten Nowitzki und Co. im Training am Heiligabend. Coach Carlisle gab sich danach kämpferisch. Die Playoffs bleiben "definitiv unser Ziel", sagte er trotz der derzeit schwierigen Lage. "Ich glaube weiter fest an meine Jungs und die Tatsache, dass wir besser spielen können und werden", meinte Carlisle und wurde sogar fast übermütig: "Wir bauen wieder ein Meisterteam auf."

Aktuell steuern die Miami Heat in der NBA auf den nächsten Titel zu. Am ersten Weihnachtsfeiertag entschied der Champion die Neuauflage der Finalserie der vergangenen Saison gegen die Oklahoma City Thunder mit 103:97 für sich. Team der Stunde bleiben die Los Angeles Clippers, die beim 112:100 gegen die Denver Nuggets ihren 14. Sieg in Serie feierten.

Lars Reinefeld, DPA
 
 
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