stern.de für unterwegs
. .
Formel-1-News
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

 
18. Oktober 2009, 22:25 Uhr

Champion aus dem Nichts

Ein Rennmärchen ist wahr geworden, als Felipe Massa die Zielflagge schwenkte. Der neue Formel-1-Weltmeister heißt Jenson Button. Wie aus dem Nichts eroberte der Brite den Titel. Die Welt hat dennoch ihre Zweifel: Ist der 29-Jährige ein würdiger Weltmeister? Ist er. Von Elmar Brümmer, Sao Paulo

Zoom
formel 1, button

Cool geblieben, zweiter Matchball souverän genutzt: Jenson Button ist neuer Formel-1-Weltmeister© Luca Bruno/AP

Platz fünf, nicht Sex, macht den vermeintlichen Playboy-Rennfahrer Jenson Button zum glücklichsten Mann der Formel 1 - denn dieser Platz im Großen Preis von Brasilien und die süße Belohnung von drei WM-Punkten reichen dem Piloten von Brawn-Mercedes, um vorzeitig 31. Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu werden.

Cool geblieben, zweiter Matchball souverän genutzt. Rubens Barrichello, dem zehn Runden vor Schluss die Luft im Reifen ausging und Außenseiter Sebastian Vettel haben das Nachsehen. Die ungewöhnliche Podiumsbesetzung mit dem Australier Mark Webber (Red Bull), dem Polen Robert Kubica (BMW) und Buttons britischem WM-Vorgänger Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) geriet lediglich zur Rahmenhandlung.

Ein Rennmärchen ist wahr geworden, als Felipe Massa die Zielflagge schwenkte. Button grölte ziemlich schräg "We are the World champions" ins Bordmikrofon. "Er verdient es, wirklich!", strahlte Teamchef Ross Brawn, "ich bin erleichtert. Es war ein so hartes Jahr." Mit einer Landung auf den Punkt genau. Findet auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der Stuttgarter Leasing-Motoren als Glücksstern an Brawn liefert: "Der Kunde ist jetzt König in der Formel 1."

Klarer Befehl an Button
Bloß nicht rechnen! Ein klarer Befehl an Jenson Button vor dem Großen Preis von Brasilien - und nach dem Qualifikations-Wirrwarr mit Startplatz 14 verspürte der Brite keinerlei Lust auf eine Titelkalkulation. Das Rennen schien gelaufen, mit seinem größten Gegenspieler Rubens Barrichello auf der Pole Position.

Denkste! Zu jeder Hochrechnung in dieser Formel-1-Saison gehört zwingend die Chaos-Theorie, und unterm Strich steht nach den 71 Runden von Interlagos der Brite mit seinem fünften Platz einen Grand Prix vor Saisonschluss als Champion fest. Rubens Barrichello nützt sein achter Rang ebenso wenig etwas wie Sebastian Vettel sein vierter.

Mit 15 Punkten Vorsprung auf den neuen Zweiten Vettel und 17 auf Barrichello Vorsprung fährt Button zur Krönung nach Abu Dhabi - uneinholbar. In der Wüste darf er auch Freundin Jessica Michibata, ein japanisch-argentinisches Unterwäschemodell, in die Arme schließen. Die hatte er, um nicht abgelenkt zu werden, nach Hause geschickt. Den Konstrukteurs-Titel für Brawn-Mercedes hat es in Südamerika als Extra bereits dazu gegeben, Vettels Red-Bull-Team bleibt der zweite Rang. Allerdings: Einen finanziellen Bonus bekommt der neue Champ nicht. Im Gegenteil, der zehnte britische Weltmeister muss um eine Gehaltserhöhung fürs nächste Jahr bangen.

Karambolage in Sao Paulo
Keine Runde dauerte der 16. WM-Lauf auf der Berg- und Talbahn in Sao Paulo, da musste das Rennen nach dem Billard-Spiel mit Rennwagen neutralisiert werden. Adrian Sutil, Jarno Trulli und Fernando Alonso spielten ebenso Karambolage wie Lewis Hamilton, Giancarlo Fisichella, Kimi Räikkönen und Mark Webber. Button rückte Zug um Zug nach vorn, ließ Vernunft und Instinkt Paarlaufen - und ging trotz aggressivem Antritt immer nur so viel Risiko ein wie nötig. Sebastian Vettel blieb im Schlepptau, aber der hatte wirklich alle Chancen in der verregneten Qualifikation verloren. Von 15 auf vier, und dabei nie die Nerven verloren zu haben, ist immerhin ein Achtungserfolg. Und die Basis für eine Revanche. In Abu Dhabi will der Heppenheimer nichts anderes als den Vize-Titel, so enttäuscht wie er über das vorzeitige Ende seiner Träume war: "Brasilien ist immer ziemlich wild. Platz vier war hier das Maximum".

Jenson Button ist ein Champion aus dem Nichts, geboren aus den Trümmern der eigenen Karriere. Die Welt hat dennoch ihre Zweifel: Ist der 29-Jährige ein würdiger Weltmeister? Ist er. Denn hätte er seine sechs Siege nicht in den ersten, sondern den letzten sieben Rennen geholt, würde er jetzt als Held und nicht bloß als "Vorsprungverwalter" gefeiert. Solche Anfeindungen prallen an dem Briten ab: "Diese Meisterschaft wird in 17 Rennen herausgefahren. Es gibt eben Situationen, in denen man kein Risiko eingehen will. Wie ein Champion zu fahren bedeutet für mich, am Ende mit mehr Punkten vor den anderen ins Ziel zu kommen."

Es stimmt, er hat in diesem Rennjahr häufig von den Fehlern anderer profitiert, aber er hat selbst auch kaum welche gemacht - und mehr Runden angeführt als seine beiden direkten Verfolger Barrichello und Vettel zusammen. Im Jahr 2004 stand er zwar häufiger auf dem Podium, wurde aber nur WM-Dritter. Dann sich doch lieber zur Nummer eins zittern. Aber diese Partie ist zu Ende. In seinem zehnten Formel-1-Jahr.

Von Elmar Brümmer, Sao Paulo
KOMMENTARE (2 von 2)
 
kindl88 (19.10.2009, 14:50 Uhr)
wer weltmeister wird...........
entscheidet das auto und mehr nicht!................ist schon irgendwie komisches das seit dem sie die regeln angezogen habe auf einmal ein Jenson Button sich mit einem Vettel um den tietel streiten! naja ist sowieso nicht mein sport!
butcher99 (19.10.2009, 12:48 Uhr)
es gab
wohl noch keinen langweiligeren F1 Weltmeister. Der wird es auch nie mehr wieder. Aber in dieser Saison ist er es nunmal geworden. Und wie man sich Freunde macht, weiss er auch genau: Freundin in Jessica Michibata, ein japanisch-argentinisches Unterwäschemodell, hatte er, um nicht abgelenkt zu werden, nach Hause geschickt.
MEHR ZUM ARTIKEL
Formel 1 Jenson Button ist Weltmeister

Die Formel 1 hat einen neuen Champion: Brawn-Pilot Jenson Button ist in Sao Paulo nach einem starken Rennen auf den fünften Platz gefahren und hat sich vorzeitig den WM-Titel gesichert. Seine schärfsten Konkurrenten, Teamkollege Rubens Barichello und Sebastian Vettel, konnten die Entscheidung nicht mehr verhindern. mehr...

Formel 1 Briatore will gegen Sperre klagen

Kein Einsehen: Der frühere Chef des Formel-1-Rennstalls Renault, Flavio Briatore, will gegen seine lebenslange Sperre klagen. Der Italiener war für den größten Skandal im Rennzirkus verantwortlich gemacht worden. mehr...

Verwandte Fragen

Sie kennen die Antwort? Beantworten Sie die Frage hier oder senden Sie selber eine Frage

 
stern.de in Social Networks
 
Mobil
 
Widgets
 
 
Adobe Flash Player