Löw sieht Chelsea-Spektakel: 7:0 gegen Stoke

25. April 2010, 15:21 Uhr

Michael Ballack und der FC Chelsea bleiben Spitzenreiter in Englands Fußball-Premier-League und haben den Gewinn des vierten Meistertitels weiterhin selbst in der Hand. Beim 7:0-Kantersieg glänzte Chelseas Kalou mit einem Dreierpack.

0 Bewertungen
Premier League, Chelsea, Michael Ballack, Arsenal, Manchester United

Chelseas Salomon Kalou bejubelt seinen Treffer mit Teamkollege Drogba©

Vor Tribünengast Joachim Löw fertigten Ballack und Co. am Sonntag Stoke City mit dem deutschen Verteidiger Robert Huth mit 7:0 ab und führen zwei Spieltage vor Saisonschluss weiter mit einem Zähler Vorsprung vor Titelverteidiger Manchester United. Die «Red Devils» schlugen schon am Samstag auch ohne Torjäger Wayne Rooney Tottenham Hotspur mit 3:1 und setzten das enge Kopf-an-Kopf-Rennen mit den "Blues" fort. Mit einem glänzend aufgelegten DFB-Kapitän, der etwas defensiver als gewöhnlich spielen musste, ließ Chelsea im Stadion an der Stamford Bridge von der ersten Minute keine Zweifel an ihren Ambitionen. Salomon Kalou, dem ein "Dreierpack" gelang (24./31./68.), und Frank Lampard, der zweimal erfolgreich war (44./Foulelfmeter/81.), sicherten schon im ersten Durchgang den Sieg. Daniel Sturridge (87.) und Florent Malouda (89.) sorgten für Chelseas höchsten Sieg der Saison, der für ein sicheres Polster in der Tordifferenz gegenüber ManU sorgte.

Liverpool zerlegt Burnley
Der FC Liverpool, Chelseas nächster Gegner, schickte derweil den Premier-League-Neuling FC Burnley mit einem 4:0 zurück in die Zweitklassigkeit. Manchesters Rooney fehlte gegen die Spurs wegen einer im Donnerstagstraining erlittenen Leistenverletzung, doch auch seine in München zugezogene Knöchelblessur scheint noch nicht ausgeheilt. Das Boulevardblatt "News of the World" schrieb daher von einer Doppelverletzung und sorgte sich um die WM-Teilnahme des 24 Jahre alten Torjägers - ebenso wie um die des einmal mehr fehlenden Innenverteidigers und England-Kapitäns Rio Ferdinand.

"Schwer zu sagen, wann er wieder fit ist", erklärte Ferguson zu Rooney. "Um ehrlich zu sein, wird es wohl zwei bis drei Wochen dauern. Wir werden versuchen, ihn wieder hinzubekommen, und er ist natürlich wild darauf, wieder zu spielen." Auch ohne Rooney - mit 34 Pflichtspiel-Treffern Englands bester Torschütze - war Manchester nach mäßiger erster Halbzeit überlegen. Dabei war Tottenham mit der Empfehlung von Siegen gegen den FC Arsenal und Chelsea ins Stadion Old Trafford angereist. Doch gegen United, das den vierten Titel in Serie und damit die historische 19. Meisterschaft ansteuert, fehlte den Spurs der inspirierende Funke. Mittelfeld-Routinier Ryan Giggs mit zwei cool verwandelten Foulelfmetern (58./86.) und Nani mit einem schönen Lupfer (81.) entschieden das Spiel für den Meister. Ledley King gelang der zwischenzeitliche Ausgleich (70.).

"Citizens" ohne Stammtorhüter Shay Given
"Nani war früher der ’Cristiano Ronaldo light’, aber nun sieht er wie ein Original aus", lobte die "Sunday Times" den Portugiesen, während der "Sunday Telegraph" eine Hymne auf den 36 Jahre alten Giggs anstimmte: "Anderswo mögen die Nerven blankliegen, aber er blieb völlig unbeeindruckt." Auch Ferguson hob die Abgeklärtheit seiner Elf hervor: "Wir haben keinerlei Nervosität gezeigt. Die Erfahrung hilft uns." Der Dritte Arsenal und der Fünfte Manchester City trennten sich 0:0, womit das ManU-Lokalrivale im Kampf um die Champions-League-Qualifikation hinter Tottenham blieb. Für den Rest der Saison müssen die "Citizens" zudem auf Stammtorhüter Shay Given verzichten, der sich in Arsenals Emirates-Stadion eine schwere Schulterverletzung zuzog. Der Verein, der in den vergangen eineinhalb Jahren umgerechnet fast eine halbe Milliarde Euro investierte, ist nun auf seine Nummer vier, den in der Premier League ungeprüften Gunnar Nielson von der Färöer-Inseln angewiesen.

DPA/ins
 
 
MEHR ZUM THEMA
KOMMENTARE (3 von 3)
 
h.o.n.k. (26.04.2010, 17:42 Uhr)
Vom Fan zum Gegner
Ja, ich war anfangs ein Löw-Fan. Habe nichts gelernt aus der Beckenbauer-Vogts-Geschichte. Jetzt sehe ich nur noch arrogante Selbstherrlichkeit, und wenn er im Interview "Wir" sagt, redet er wahrscheinlich im Pluralis majestatis.
Styx2007 (26.04.2010, 10:10 Uhr)
Na, Urlaub auf der Insel gemacht???
hat der feine Herr Löw Urlaub auf der Insel gemacht??? Anstatt seinen Ar... mal nach Schalke oder leverkusen zu hieven, um mal wirklich gute Spieler zu beobachten, reist der feine Herr nach England und guckt sich lieber Ballack an, der bei Löw eh - wie viele andere Kriecher - gesetzt ist. Was soll mann von Weißhemd Löw eigentlich noch halten??? Hoffentlich fliegt Deustchland möglichst schnell bei der WM raus, damit diese absolute Fehlbesetzung endlich verschwindet und Bierhoff gleich mitnimmt!
vegefranz (25.04.2010, 20:53 Uhr)
sehr wahrscheinlich wird der Trainerlehrling Löw jetzt den Grobmotoriker Huth mit zur WM nehmen

international bewährte Kräfte wie Frings müssen dagegen zu Hause bleiben

einzige Hoffnung:

der Trainerlehrling wird noch vor der WM rausgeworfen. Sieht aber nicht danach aus. das wird man erst tun, wenn es zu spät ist, i.e. nach der WM
Sport-Liveticker
Fußball-Bundesliga - live Fußball-Bundesliga - <i>live</i> Die Jagd nach der Schale Zum Liveticker
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (18/2014)
Die vegane Versuchung