stern.de für unterwegs
. .
Kosmos und Astronomie
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

 
19. Oktober 2009, 17:45 Uhr

Astronomen entdecken 32 ferne Welten

Astronomen haben außerhalb unseres Sonnensystems praktisch auf einen Schlag 32 neue Himmelskörper entdeckt. Bei den meisten handelt es sich um höchst unbewohnbare Welten.

Zoom
exoplanet, astronomie

Die künstlerische Darstellung zeigt einen der neuen Exoplaneten, der in einem Dreisternensystem den Stern Gliese 667 begleitet© ESO

Mit 32 jenseits unseres Sonnensystems neu entdeckten Planeten erhöht sich die Zahl der bekannten Exoplaneten auf rund 400, teilten Forscher der Europäischen Südsternwarte (ESO) auf einer Konferenz in der nordportugiesischen Stadt Porto mit. Obwohl es sich bei den bislang entdeckten Exoplaneten um größtenteils massereiche, heiße oder kalte, höchst unbewohnbare Welten handelt, wollen die ESO-Forscher in Zukunft "die Suche nach erdähnlichen Planeten forcieren".

Die 32 neu entdeckten Planeten gehörten zu rund 30 verschiedenen Planetensystemen, hieß es. Diese Entdeckungen seien vom Suchgerät namens "Harps" (High Accuracy Radial Velocity Planet Searcher) ermöglicht worden, berichteten die Wissenschaftler. In den vergangenen fünf Jahren habe der 2003 auf einem 3,6-Meter-ESO-Teleskop in La Silla in Chile installierte Spektrograph mehr als 75 Exo-Planeten aufgespürt. Die Stellung von Harps als weltweit führender "Planetenjäger" festige sich mit den neuen Entdeckungen, versicherte das Team um den weltbekannten Michel Mayor vom Observatorium in Genf, dessen Team Harps entwickelte.

Harps führte den Angaben zufolge aufgrund seiner Präzision vor allem zu einem sprunghaften Anstieg der Zahl entdeckter relativ kleiner Planeten. Insgesamt seien heute 28 Planeten bekannt, die eine Masse von weniger als dem 20-fachen der Erde hätten. Allein 24 dieser sogenannten "Supererden" oder "Neptun-ähnlichen Planeten" seien von Harps entdeckt worden.

Unter den am Montag vorgestellten Neuentdeckungen befinden sich laut ESO etwa zehn "Supererden". Wie es bereits bei früher entdeckten "Supererden" der Fall war, sind auch die neu entdeckten Planeten Teil eines Multiplaneten-Systems mit bis zu fünf Sterntrabanten pro System.

"Harps ist ein einzigartiges, extrem präzises Instrument, das ideal für die Entdeckung außerirdischer Planeten ist", sagte Stephane Udry vom Observatorium in Genf. Man habe jetzt das erste Fünf-Jahres- Programm abgeschlossen. Die Ergebnisse hätten "die Erwartungen weit übertroffen", stellte Udry fest.

Harps ermöglicht nach Angaben seiner Entwickler zehnmal genauere Messungen als Suchinstrumente vorheriger Generationen. Es ist so messgenau, dass es die Geschwindigkeitsänderungen eines Fußgängers (bis zu 3,5 Kilometer pro Stunde) in einem Radius von bis zu 160 Lichtjahren ermitteln könnte.

Bei der Suche nach neuen Planeten misst der Spektrograph die Änderung der sogenannten Radialgeschwindigkeit von Sternen, die von deren Trabanten verursacht wird. Er zerlegt das Sternenlicht in seine Wellenlängen und misst dabei zugleich, inwieweit sich ein Stern auf die Erde zu- oder von ihr fortbewegt. Dadurch können die Forscher auf Größe und Bahndaten der Sternenbegleiter schließen. Seit dem Bau von Harps können auch relativ kleine "Supererden", die nur die 2- bis 4- fache Masse der Erde aufweisen, aufgespürt werden.

DPA
KOMMENTARE (8 von 8)
 
ganzbaf (21.10.2009, 08:00 Uhr)
Ja,sicher...

und hätte Columbus auf die Kirche gehört, gäbe es heute noch einen amerikanischen Kontinent mit nichtausgerotteter Urbevölkerung.

Es schafft es ja heute kaum noch einer nochmal zum Mond. Aber von bemannten Marsmissione oder fremden Galaxien träumen ;-S

Wie gesagt, alles so unmöglich wie das ewige Leben. Von dem träumen ja auch einige schon seit dem Mittelalter. Wird ebenfalls nie was draus werden.
Lou123 (20.10.2009, 14:45 Uhr)
@ganzbaf
"Mit Schlafschiffen für Millionen (oder meinetwegen auch nur hunderten) von Menschen (der Rest geht drauf und guckt fröhlich zu ;-), die mit Nichts Jahrzehnte- oder (wahrscheinlicher) Jahrhunderte lang irgendwo hin in´s Blaue steuern und nicht mal genau wissen, was sie auf ihrer Ersatzerde an Bedingungen genau vorfinden."
.
Das hört sich ganz so an, wie etwas, was die Kirche zu Kolumbus Plan gesagt haben könnte...
ganzbaf (20.10.2009, 10:54 Uhr)
Die einzig sinnvolle Aufgabe...

für "Raumfahrt" kann nur die Asteroidenabwehr sein.
ganzbaf (20.10.2009, 10:49 Uhr)
@Bertel

Mit Schlafschiffen für Millionen (oder meinetwegen auch nur hunderten) von Menschen (der Rest geht drauf und guckt fröhlich zu ;-), die mit Nichts Jahrzehnte- oder (wahrscheinlicher) Jahrhunderte lang irgendwo hin in´s Blaue steuern und nicht mal genau wissen, was sie auf ihrer Ersatzerde an Bedingungen genau vorfinden.

Träum weiter ;-)


@Freaker...
Kannst froh sein, wenn es noch mal einer zum Mond schafft...;-D
DasBertl (20.10.2009, 10:35 Uhr)
@ganzbaf
Naja mit Schlafschiffen halt. Ab in Stase mit uns und los geht die Reise. Aber will die Menschheit länger als die Dinosauerier überleben, muss sie wohl oder übel irgendwann den Weg nach "draussen" antreten. Die Erde ist ja jetzt fast schon überfüllt und der Mars noch lange nicht bewohnbar. Und irgendwann geht ja auch unser Sonnensystem flöten. Gut, das is noch 15 Milliarden Jahre (außer wir machen uns gut im entwickeln neuer Bomben) hin, aber bis dahin ist auch längst kein Planet hier noch bewohnbar. Und es ist eben auch ein Traum der Menschheit: zu entdecken, dass wir nicht alleine sind im Universum.
Freaker (20.10.2009, 09:56 Uhr)
Bin ich froh...
das es nicht nur so menschen auf der welt gibt wie unsere zwei pessimisten hier.
allesklar (19.10.2009, 22:42 Uhr)
Boh eh - wirklich
ich bin glatt beeindruckt. und warum sind diese Planeten und Haribo ( harbs ) wichtig) Vielleicht weil jemand etwas sucht was unwichtig ist... sucht in unserem Sonnensystem - und hoert auf zu spekulieren... Es koennte ja dort leben geben.. Wen interessierst?
ganzbaf (19.10.2009, 19:25 Uhr)
Auf dem Teppich bleiben

Was soll diese "Zweit-Erdensuche"?
"Gliese 581" z.B. ist 20,4 Lichtjahre von unserer Erde entfernt.
Jeder theoretisch bewohnbare Planet ist für uns so unerreichbar, wie das ewige Leben. Selbst WENN wir einest Tages annähernd Lichtgeschwindigkeit erreichen könnten. Wovon wir mehr als meilenweit entfernt sind.
MEHR ZUM ARTIKEL
Astronomie Der Planet, der nicht existieren sollte

Astronomen haben einen besonders ungewöhnlichen Himmelskörper entdeckt: einen "Selbstmordplaneten". Er löst Plasmastürme auf seiner Sonne aus, wodurch er eines Tages verglühen wird. mehr...

Astronomie Koloss aus Staub kreist um extrem hellen Stern

Amerikanische Astronomen haben rund 410 Lichtjahre von der Erde entfernt eine große Staubscheibe entdeckt, die einen extrem hellen Stern umkreist. Übertragen auf unser Sonnensystem würde sie vom innersten Planeten Merkur bis fast zum Jupiter reichen. mehr...

Die Erde Wie gut kennen Sie unseren Heimatplaneten?

Vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstand unsere Erde aus einer Staub- und Gaswolke und umkreist seitdem unentwegt die Sonne. Aber wie entstehen die Jahreszeiten? Und woraus besteht die Atmosphäre? Testen Sie, wie gut Sie unseren Heimatplaneten kennen! mehr...

 
stern.de in Social Networks
 
Mobil
 
Widgets
 
 
Adobe Flash Player