Gegen Bakterien helfen Antibiotika: Diese Medikamente töten die Mikroben. Allerdings sind Antibiotika keine Allzweckwaffe. Je häufiger sie eingenommen werden, desto nutzloser werden sie.

Bakterienkiller: Gegen jede Mikrobenklasse hilft eine andere Sorte Antibiotikum© Colourbox.com
Antibiotika zerstören Bakterien. Diese Kleinstlebewesen können den Zahn, die Mundhöhle, das Zahnfleisch und die Zahnwurzeln infizieren. Um eine Entzündung zu behandeln, verschreibt der Arzt Antibiotika.
Nicht jedes Mittel wirkt gleich gut gegen ein Bakterium. Welches Medikament welchen Übeltäter stoppen kann, sollte Ihr Zahnarzt wissen. Zu den bekanntesten Antibiotika gehört das Penicillin. Es tötet unter anderem Streptokokken und Fusobakterien. Die Antibiotika-Klasse der Lincosamide wirkt besonders gut gegen Staphylokokken. Die Medikamente aus der Gruppe der Nitroimidazole zerstören vor allem so genannte anaerobe Bazillen - Mikroben, die ohne Luft auskommen und die gerne in den tiefen Zahnfleischtaschen nisten.
Wie alle Medikamente haben auch Antibiotika Nebenwirkungen. Mit welchen Nebenwirkungen Sie rechnen müssen, kann je nach Art des Mittels unterschiedlich sein. Penicillin kann allergische Reaktionen auslösen. Außerdem sind Magen-Darm-Beschwerden möglich. Nitroimidazole stören Magen und Darm ebenfalls: Übelkeit und Erbrechen sind die Folgen. Zudem sollten Sie Nitroimidazole nicht nehmen, wenn Sie schwanger sind oder gerade stillen.
Lincosamide dienen als Ersatz, wenn Sie auf Penicillin allergisch reagieren. Allerdings haben auch diese Substanzen Nebenwirkungen: Probleme im Magen-Darm-Trakt sowie allergische Reaktionen. Sie sollten Lincosamide nicht nehmen, wenn Ihr Darm chronisch entzündet ist, wie zum Beispiel bei Colitis oder Morbus Crohn.