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27. Rallye Dakar: Die Wüsten-Lady holt auf

Jutta Kleinschmidt kommt bei der Rallye Dakar immer besser in Fahrt. Auf der mit 381 km bislang längsten Entscheidung kämpfte sich die Kölnerin auf den vierten Platz vor. Mit seinem zweiten Etappensieg übernahm der Nissan-Pilot Colin McRae wieder die Führung.

Auf der mit 381 km bislang längsten Entscheidung der 27. Dakar fuhr die gebürtige Kölnerin auf der 5. Etappe im VW Race-Touareg die drittbeste Tageszeit und kämpfte sich um einen Rang auf den vierten Platz vor. Mit seinem zweiten Etappensieg übernahm der Schotte Colin McRae wieder die Führung und liegt nun 5:28 Minuten vor seinem südafrikanischen Nissan-Teamkollegen Giniel de Villiers. Kleinschmidt liegt 6:04 Minuten hinter McRae. Die letztjährige Dakar-Fünfte Andrea Mayer (Hiemenhofen) verlor im Mitsubishi Pick-Up Zeit und zwei Plätze. Sie notierte in Smara den 19. Rang mit 36:15 Minuten Rückstand.

"Das war für uns eine gute Zeit", meinte die 42 Jahre alte Wahl- Monegassin Jutta Kleinschmidt zufrieden. "Wir fingen uns nach 90 Kilometer einen schleichenden Plattfuß ein, konnten aber mit unseren Reifen noch die 300 Kilometer bis ins Ziel fahren", sagte sie.

Robby Gordon hatte Probleme auf der Wüstenpiste

Der harte Dakar-Alltag holte den amerikanischen Wüsten-Rookie Robby Gordon ein. Der bisherige Überraschungs-Spitzenreiter fiel im VW Race-Touareg mit einem Rückstand von nun 9:01 Minuten auf Rang sieben zurück. Dahinter reihte sich die zweite VW-Neuverpflichtung, der vierfache finnische Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen, ein. "Ich war heute etwas vorsichtig, weil ich bei dieser steinigen Piste nicht wusste, was ich den Reifen zumuten konnte. Wir sind aber zufrieden", kommentierte Gordon trotz seines Platzverlustes.

"Ich suche immer noch meinen Rhythmus. Zudem haben wir nicht die Leistung wie die Pajero. Ich warte auf die ganz langen Prüfungen", sagt Andrea Mayer. Zu dem Zeitpunkt hatte Dakar-Debütantin Ellen Lohr (Mönchengladbach), am Vortag auf Platz 36, im privaten Buggy das Etappenziel noch nicht erreicht.

Bei den Motorrädern, bei denen es am Montag wegen dichten Nebels keine sportliche Entscheidung gab, haben die favorisierten KTM- Piloten am Dienstag erwartungsgemäß die Spitze übernommen. Führender ist nun der Spanier Marc Coma mit 43 Sekunden Vorsprung vor dem australischen Tagessieger Andy Caldecott. Mit 2:45 Minuten Rückstand fiel der französische Vorjahres-Zweite Cyril Despres auf Platz drei. Siebter mit 9:34 Minuten Rückstand ist der bisher führende Franzose David Fretigné (Yamaha). Auf der ersten langen Motorrad-Prüfung gab es viele Stürze. Der spanische KTM-Pilot Jordi Duran und sein Markenkollege Janis Vinters (Lettland) mussten verletzt aufgeben.

Von Toni Hoffmann/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.