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Auf den Straßen von Moskau: Das Recht des Reicheren

Moskau gehört zu den spektakulärsten Städten der Welt. Im Straßenverkehr regiert allein die Macht. Groß gegen Klein - Alt gegen Neu - Reich gegen Arm.

Von Stefan Grundhoff

Donnerstagabend, es ist 20 nach zehn und der Verkehr läuft ungewöhnlich ruhig. Normalerweise quetschen sich die Autos auch um diese Uhrzeit noch Stoßstange an Stoßstange im Schritttempo durch die Stadt. Gerade läuft es. Doch trotz dreispuriger Straße winkt die Polizei nach und nach alle Autos an den Rand. Keine muckt, keiner mault. Sogar ein Rettungswagen im Einsatz muss warten. Nach zwei Minuten ist die große Ausfallstraße verlassen und leer - bis eine blinkende Armada heranrauscht. Zwei silberne Mercedes E-Klasse mit Blaulicht - danach eine kleine Lücke und ein Ring von fünf schwarzen G-Modellen in Schwerstpanzerung. Sie umringen eine dunkle Mercedes S-Klasse mit der russischen Standarte auf dem rechten Kotflügel. Aha - Russlands Präsident Putin fährt nach Hause in Richtung Rubljowka.

Ein Mann um die 40 grummelt und meckert. "Putin, Putin" brabbelt er und schüttelt den Kopf. Der Rest bleibt russisches Kauderwelsch. Kurz danach geben die Polizisten die Straßen wieder frei. Es kann weitergehen. Ein ähnliches Bild gibt es Tag für Tag Hunderte Male auf Moskaus Straßen. An jeder - wirklich jeder - Kreuzung in der Innenstadt stehen mehrere Polizisten. Nur dafür da, den Weg freizumachen, wenn Politiker, wichtige Wirtschaftsbosse und Funktionäre freie Fahrt wünschen. Der Rest der Verkehrsteilnehmer stellt sich hinten an - und zwar tagsüber ziemlich weit hinten. Für Entfernungen von fünf bis zehn Kilometern muss man schon einmal mehr als eine Stunde Zeit kalkulieren - die Strecke von den beiden relevanten Moskauer Flughäfen in die Innenstadt kann zwischen einer dreiviertel Stunde und mehr als drei Stunden variieren.

Tempo 120 in der Innenstadt

Mit den Fahrspuren nimmt es in Moskau selbst und auf der Ringautobahn keiner so genau. Das gilt auch für das Tempolimit. Die ansonsten nach wie vor überaus obrigkeitsbewussten Russen leben hier scheinbar ihren Freiheitsdrang aus. Tempo 120 in der Innenstadt sind keine Seltenheit. Auf der Autobahn fahren die dunklen Kolonnen aus gepanzerten Luxuslimousinen umrahmt von düsteren Geländewagen mit noch düster dreinblickendem Sicherheitspersonal sowieso was geht. Und auch die unüberschaubare Masse aus dreckigen Wolgas, neuen Toyotas, alten Opel Vectras und den zahllosen Lastenwagen bahnt sich ganz nach Belieben seinen Weg.

Vehement wird mittlerweile bestritten, dass die den Verkehrsfluss fördernden Blaulichtanlagen von halb-offizieller Seite für rund 10.000 US-Dollar zu bekommen seien. Wer daran zweifelt, sollte sich jedoch einmal an die Prachtmeile Rubljowka stellen und die vorbeifahrenden Flotten an dunklen Blau- und Rotlichtfahrzeugen zählen. So viele wichtige Persönlichkeiten gibt auch der opulente Moskauer Staatsapparat nicht her. Im Einsatz ist man scheinbar immer, selbst auf dem Weg zum Nobel-Einkaufzentrum Barvikha Luxury Village im Westen der Stadt. So wird ohne jede Scham wild über Standspuren, auf dem Mittelstreifen oder im Gegenverkehr gefahren. In keiner Stadt der Welt gilt das Recht des Reicheren derart eindrucksvoll wie in Moskau. Wer meinte, dass es in London verheerend, in New York nervig und in Paris katastrophal sei, war noch nicht in der russischen Hauptstadt.

Mobilfunknetz, sei Dank!

Selbst die Taxifahrer, in vielen Metropolen die einzig funktionierenden Routenfinder für die beste Zeit-Weg-Kombination, zucken an der Mockba meist nur mit den Schultern. Da man zumeist einen Festpreis ausgemacht hat, kann man sich dann nur noch auf abgewetzten Sitzen zurücklehnen und auf die nächsten Meter nach vorn hoffen. Zumindest das gut ausgebaute Mobilfunknetz verkürzt die Wartezeit beträchtlich.

Wer sicher und schnell von A nach B kommen will, hat daher nur eine Möglichkeit: die Metro. Die Moskauer U-Bahn ist eine der weltweit ältesten und abgesehen vom überschaubaren Komfort eine der besten. Die Züge auf den unzähligen Linien kommen zumeist im Minutentakt. Hier läuft niemand, um eine Bahn zu kriegen. Der nächste Wagen leuchtet bei der Abfahrt der vorherigen meist schon aus dem Tunnel heraus. Mehr als neun Millionen Moskauer lassen ihr Auto daher stehen und fahren Tag für Tag mit der Metro. Bleibt bei kaum mehr als zehn Millionen Einwohnern nur die Frage, wer die Straßen ein paar Etagen höher so verstopft.

Parallellinie nur für wichtige Funktionäre

Aber ein paar Geheimnisse muss es in Moskau auch im dritten Jahrtausend noch geben. So wie die geheime Metro, die als Parallellinie nur wichtigen Funktionären zur Verfügung steht. Scheinbar lassen selbst die Blaulicht-Persönlichkeiten die gepanzerten Refugien dann und wann einmal stehen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(