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Ups: Britin stellt BMW auf bezahltem Parkplatz ab - und hat danach 800 km mehr auf dem Tacho

Parkt man auf einem Valet-Parkplatz, erwartet man eigentlich, dass der Wagen dort sicher ist. Eine Britin musste nun feststellen, dass ihr BMW ohne sie auf Spritztour gegangen war. Verraten hatte sich der Fahrer gleich durch mehrere Fehler.

Wer am Flughafen parkt, wähnt seinen Wagen dort eigentlich sicher

Wer am Flughafen parkt, wähnt seinen Wagen dort eigentlich sicher

Getty Images

Bei einem Valet-Dienst zu arbeiten, ist sicher kein Zuckerschlecken. Bei den bezahlten Parkdiensten darf man zwar den ganzen Tag Luxusschlitten bewegen, allerdings nur auf kürzesten Strecken. Und dann ist da noch das Wissen, dass man sich von den geringen Gehältern wohl nie selbst einen der Wagen leisten kann. Für einen Fahrer in England war die Verlockung nun wohl schlicht zu groß.

Anders lässt sich kaum erklären, was Zoe Parr aus Manchester passierte. Sie gab ihren BMW 123d M Sport beim Valet-Dienst Asda am örtlichen Flughafen ab, um von dort in die Flitterwochen zu starten. Als sie zwei Wochen später aus Jamaica zurückkehrte, traf sie dann fast der Schlag. Der Wagen hatte nicht nur knapp 800 Kilometer mehr auf dem Zähler - sondern hatte während ihres Urlaubs auch noch einen Strafzettel kassiert.

Krümel und Strafzettel

"Als dieser Mann kam, um ihn mir zu übergeben, ging alles sehr schnell. Er ließ mir den Schlüssel in die Hand fallen und rannte praktisch davon", erzählt die 42-Jährige der "Daily Mail". Sobald sie im Wagen saß, verstand sie warum. "Ich bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Der Sitz war voller Krümel, die Tankleuchte strahlte rot. So wusste ich sofort, dass er gefahren worden war."

469 Meilen sollen zudem auf dem Kilometerzähler hinzugekommen sein. Der endgültige Beweis wartete dann Zuhause: ein Strafzettel wegen eines Parkvergehens. 70 Pfund sollte sie für überlanges Parken auf einem Supermarkt-Parkplatz zahlen - in der Zeit ihrer Flitterwochen. Auf dem beigelegten Bild war ein Mann am Steuer zu sehen.

Wer saß am Steuer?

Wer das ist, versucht sie seitdem verzweifelt herauszufinden. "Immer wenn ich die Firma anrief, war jemand anders dran, der sich zurückmelden wollte. Doch das passierte nie." Sieben Mal soll sie es versucht haben. Zwischendurch landeten immerhin kommentarlos 70 Pfund auf ihrem Konto, vermutlich als Entschädigung für das Ticket. Die Verantwortung und die Tankfüllung wollte die Firma aber nicht übernehmen.

Die eingeschaltete Polizei gab Parr nach einigen Wochen nur achselzuckend zu verstehen, dass sie nicht weiter ermitteln könnten - weil der Fahrer nicht herauszubekommen sei. Die Britin ist verständlicherweise frustriert. "Ich bin durch die Hölle gegangen, um herauszufinden, wer den Wagen gefahren ist. Das hat unsere Hochzeitsreise im Nachhinein total verdorben."

Tatsächlich scheint Parr noch gut weggekommen zu sein. Es wohl nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter der Firma Spritztouren mit den Wagen unternehmen - mit teils deutlich dramatischeren Folgen. Nach Angaben der "Mail" hing etwa eine junge Familie stundenlang fest, weil einer der Fahrer den Wagen gegen einen Baum gesetzt hatte. Auf den Kosten für das Abschleppen ließ die Firma sie dann auch noch sitzen.

Quelle: "Daily Mail" 

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