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Dieselmotor: Mit dem Turbo kam der Durchbruch

Alles, was fährt, schwimmt oder fliegt, kann mit einem Dieselmotor angetrieben werden: Von der Lokomotive bis zum Panzer, vom Rennwagen bis zum Motorrad - überall ist der Dieselmotor zu finden.

Von Axel F. Busse

Niemand wird behaupten, dass Nicolaus August Otto oder Felix Wankel untalentierte Ingenieure waren. Was Popularität und die Verbreitung ihrer Erfindungen angeht, sind sie aber von einem Tüftler deutlich überflügelt worden: Rudolf Diesel. Von der Lokomotive bis zum Panzer, vom Rennwagen bis zum Motorrad - überall ist der Dieselmotor zu finden.

Der erste Lauf eines Dieselmotors erfolgte 1897. Schon 1903 wurden die nach Diesels Prinzip arbeitenden Motoren als Antrieb für Schiffe entdeckt. Als Pkw-Antrieb führte das Aggregat lange ein Schattendasein. Es galt zwar als unverwüstlich, aber auch als lahm. Und das typische "Nageln" während des Verbrennungsvorganges war vielen Autofahrern lästig.

Der erste Turbodieselmotor

Erst als 1988 in einem Fiat Croma TD der erste Turbodieselmotor in Großserie angeboten wird, setzt eine rasante Entwicklung ein. Die mittels Verdichter in den Brennraum gepresste Luft führt zu einer Leistungsexplosion bei den Dieselmotoren, gleichzeitig nutzen sie den Kraftstoff effizienter als Ottomotoren. Durch den Einbau verschiedener Filter und der Beimischung von Additiven zum dem Heizöl ähnlichen Kraftstoff bekommen die Hersteller nach und nach auch die zunächst größeren Schadstoffemissionen des Dieselmotors in den Griff.

Im Jahr 2006 holt Audi zum ersten Mal den Gesamtsieg bei einem international beachteten Rennereignis: Der Prototyp R10 TDI gewinnt das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Für dieses Jahr ist das erste Motorrad mit einem Turbodieselmotor angekündigt. Die Daimler AG arbeitet an der Zusammenführung von Diesel- und Otto-Technik. Der "Diesotto" soll nach dem Selbstzünderprinzip den Benzinmotor so sparsam wie den Diesel machen. Erste Prototypen wurden bereits der Fachwelt vorgestellt.

Zwei Richtungen

Der Wunsch nach Leistungssteigerung für den Dieselmotor mittels Turbolader hat im Laufe der Entwicklung in zwei unterschiedliche Richtungen geführt. Eine Eigenheit der Ladertechnik ist, dass erst einmal genug Abgas vorhanden sein muss, um für den Antrieb der Turbine nutzbar zu sein. Für den Fahrer machte sich dieses so genannte Turboloch als Verzögerung im Antritt spürbar.

Eine Möglichkeit der Abhilfe stellt eine Turbine mit verstellbaren Schaufeln dar. Ein veränderlicher Winkel der Schaufeln zum Abgasstrom soll auch aus kleinen Abgasmengen Antrieb für den Verdichter ziehen können. Die andere Möglichkeit ist die Verwendung von zwei Turboladern, einem großen und einem kleinen. Ist die Abgasmenge gering, treibt sie nur den kleinen Lader an. Dreht der Motor unter höherer Last, schaltet sich der zweite Lader hinzu. So ist es heute möglich, aus einem V8-Dieselmotor für einen Pkw mehr als 300 PS zu schöpfen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.