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25 Jahre Navigationssystem: Routenführer

Einsteigen, Navigationsgerät einschalten, Straße eingeben und los geht es ohne Umwege ans Ziel. Zu einer Straßenkarte oder einem Atlas greift heute niemand mehr. Das sah vor 25 Jahren ganz anders aus. Da präsentierte Bosch mit dem Travel Pilot das erste europäische Navigationssystem.

Der pixelige Kleinbildschirm, die kaum vorhandene Bedienfreundlichkeit und große Kartenlücken - als Bosch im Jahre 1989 mit dem Travel Pilot IDS das erste Navigationssystem herausbrachte, begann ein neues Zeitalter - und kaum jemand merkte den Quantensprung. Auf einem wenig ansehnlichen 4,5-Zoll-Monitor ließ sich Dank ungewöhnlich aufwendiger Technik die aktuelle Position auf dem Straßennetz anzeigen, während per Pfeil die Routenführung abzulesen war. Problem: Stadt, Land und Autobahnnetz waren mäßig kartographiert und die Navigationslücken ebenso ärgerlich wie träge Routenberechnungen. Das erste europäische Navigationssystem auf europäischen Straßen berechnete den Aufenthaltsort innerhalb des auf einer CD noch dünn digitalisierten Straßennetzes anhand von eigens installierten Radsensoren. Ein elektronischer Kompass wies die Richtung.

Erst drei Jahre später gab es den nächsten wichtigen Schritt in die Zukunft, denn das Navigationssystem wurde um den GPS-Empfang - Global Positioning System - erweitert. Einst war GPS allein für den militärischen Einsatz kreiert worden. Doch so konnte die eigene Fahrzeugposition zunächst auch im eigenen Fahrzeug auf zehn Meter genau bestimmt werden. Bei den Privatkunden gab es nach der elektronischen Routenführung zunächst keinen nennenswerten Bedarf. So wurden die Navigationssysteme ausschließlich in Probanden und gewerblichen Autos verbaut. Einer der ersten Großkunden: die Feuerwerk von Los Angeles, die mit dem von Bosch entwickelten System deutlich schneller den Weg an die Brandherde fand.

Der nächste Entwicklungsschritt ließ den Bildschirm ein paar Jahre später präziser werden, die Berechnung wurde schneller und die Routenführung mit einer Sprachausgabe ergänzt. Dank einer einfacheren Symbolik und besseren Kartenmaterials ging es in der zweiten Hälfte der 90er Jahre zunehmend schneller als komfortabler ans Ziel. Erstmals verfügbar: Reisetipps, Restaurants und Parkplätze. 1998 zogen auch die ersten TMC-Verkehrsmeldungen Einzug in die Navigationssysteme. Wohin dieser Weg führte, zeigen die aktuellen Navigationsgeräte, die längst zum Standard in modernen Autos geworden sind. Längst sind diese mit Soundsystem, Bordcomputer und Radio verquickt, mit Apps ergänzt und ins Auto fest integriert. So gibt es mittlerweile nicht nur die schnellste und kürzeste Route, sondern auch den sparsamste Weg ans Ziel mit entsprechender Wettervorhersage. Die Zukunft hat begonnen - vor einem viertel Jahrhundert.

Press-Inform / pressinform
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