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Antriebstechnik: Verbrennen ist nicht genug

Was rollt in den nächsten Jahren auf uns zu? Setzt sich die Hybridwelle durch? Haben Benzinmotoren noch eine Chance? Dieselt man 2015 durch die Lande? Oder muss die zusätzliche Energie aus dem Auspuff kommen?

Jedes Frühjahr treffen sich auf dem SAE-Kongress in Detroit die Größen der Motorenentwicklung. Jeder Hersteller, jeder Entwickler hat seine Sicht der Dinge. Doch wer genau hinschaut, der kann durchaus eine dünne, gemeinsame Hauptlinie entdecken.

USA ohne Impulse

So ist zum Beispiel eines klar: Die USA sind abgehängt. Amerikas Ingenieure sind schon in den vergangenen Jahren kaum als Innovationsträger aufgetreten - und das wird sich wohl auch in den nächsten Jahren kaum ändern. Die Technik von morgen wird in Asien und Europa vorangetrieben. Hybrid ist dabei ein, aber eben nicht das alleinige Thema. "Die Kraftstoffe werden in den nächsten Jahren deutlich teurer werden", erwartet Klaus Borgmann, bei BMW zuständig für die Antriebstechnik: "Darauf müssen wir uns mit intelligenten Konzepten einstellen. Man darf dabei nur nicht vergessen, dass ein Auto eine sehr emotionale Sache ist. Viele Leute wollen eben nicht mit Bus oder Bahn unterwegs sein, sondern setzen auf Individualität."

Mehr Gewicht frisst Ersparnis auf

Jeff Alson arbeitet seit Jahren beim Office for Transportation and Air Quality in den USA. "Es ist für die ganze Branche ein großes Problem, dass die Autos in den vergangenen Jahrzehnten deutlich schwerer geworden sind und viel mehr Leistung haben. So sind die Einsparmöglichkeiten beschränkt", sagt er. Die USA-Behörde geht in für die nächsten Jahre von Einsparpotenzialen in Höhe von 30 Prozent bei Kraftstoff und 20 Prozent bei Abgasen aus. "Auch in den USA gibt es mittlerweile eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit für den Klimawandel. Das spürt man." Auch für Alson steht fest, dass der Ölpreis auf längere Sicht nicht sinken wird: "Im Jahre 2020 werden wir gerade auch in den Vereinigten Staaten mehr Hybrid, aber auch deutlich mehr Dieselfahrzeuge bewegen. Die Bedeutung von Äthanolantrieben wird aller Voraussicht nach ebenfalls wachsen."

Toyota behauptet Führung

Toyota gilt als weltweit führender Hybridkonzern. Das wird sich nach Meinung von Dave Hermancence vom Toyota Technical Center auch nicht ändern: "Hybrid ist eine Technologie, die Auswirkungen auf alle Autos haben wird. Diese Technologie passt auf Erdgas, Diesel- oder Benzinantrieb - egal welcher Größe." Toyota-Untersuchungen haben ergeben, dass man mit einem hybridgetriebenen Mittelklasseauto im Stadtverkehr zwischen 65 und 160 Prozent sparsamer und effizienter unterwegs sein kann als mit einem reinen Benzinantrieb.

Mehr Volumen für Hybrid

Toyota will zukünftig dafür sorgen, dass mehr Volumenmodelle mit Hybridantrieb ausgestattet werden, um die Akzeptanz bei den Kunden zu steigern. "Besonders von einem Modell wie dem Toyota Camry versprechen wir uns sehr viel. Er ist eines der meistverkauften Autos in den USA", sagt Hermancence: "Das bringt mehr Hybrid-Mainstream als ein Prius." Nach Ansicht des mächtigen Toyota-Konzerns bleibt der Benzinantrieb auf lange Jahre jedoch weiterhin weltweit führend. "Diesel wird jedoch bei den SUV weiter an Bedeutung gewinnen."

Das Emissions-Problem

Der gleichen Ansicht ist man auch bei BMW. "Weltweit wird es in den nächsten Jahren fraglos mehr Dieselfahrzeuge geben. Jedoch muss man abwarten, wie sich die Emissionsdiskussion entwickelt", erläutert BMW-Entwickler Klaus Borgmann: "Wir haben mittlerweile eine Grenze erreicht, wo wir mit normalem Kostenaufwand kaum noch etwas machen können. Die Emissionen der modernen Autos können kaum noch gesenkt werden." Einiges ist immerhin noch mit hoch technisierten Verbrennungsmotoren wie einer variablen Ventilsteuerung zu machen. Hybridtechnik ist ein zusätzliches System, das seinen Markt haben wird. Auch Klaus Borgmann ist sich der Wichtigkeit von Hybridantrieben bewusst: "Wir bei BMW setzen auf Micro- oder Mild-Hybrid-Systeme, die Fahrspaß und Energieeffizienz gleichermaßen steigern." Nur so sei eine Akzeptanz beim Kunden zu erwarten.

Energie-Rückführung

Vieles wird sich in den nächsten Jahren nicht nur bei den Herstellern tun. Behördensprecher Jeff Alson: "Autofirmen und Zulieferer müssen deutlich enger zusammenarbeiten. Sonst sind wichtige Entwicklungen nicht mehr zu leisten." Eine solche technische Errungenschaft könnte zum Beispiel die Energierückgewinnung von Autoabgasen sein. BMW etwa arbeitet, wie einige andere Hersteller, seit einiger Zeit schon an einem System, dass die Energie der heißen Auspuffabgase wieder dem Motor zuführt.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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