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Aston Martin Cygnet: Luxuswagen im Miniformat

Aston Martin baut James-Bond-Autos, reinrassige Sportler und edle Luxuswagen. Jetzt bringen die Briten einen Kleinstwagen auf den Markt. Für etwa 30.000 Euro bietet der Cygnet zwar keinen Achtzylinder-Fahrspaß, aber nobles Ambiente.

Anfangs war der Cygnet (übersetzt: "kleiner Schwan") nur als schmückendes Beiwerk beim Kauf eines Aston Martin One-77 gedacht. Doch die Rückmeldungen auf ein Citymobil des britischen Nobelherstellers waren so positiv, dass der Cygnet ab 2011 auch einzeln in Serie geht und im Teich Jagd macht auf andere Nachwuchsschwäne wie Toyota iQ, Smart Fortwo, Mini Cooper und Audi A1. Wer einen 1,6 Millionen Euro teuren One-77 bestellt, kann sich nach Aussagen von Jeff Scott immer noch aussuchen, ob er als Dreingabe einen Cygnet dazu bekommen möchte. Die Markteinführung des britischen Einkaufshelfers ist für das kommende Frühjahr geplant. Gebaut wird der 2+2sitzige Cygnet auf technischer Basis des Toyota iQ im Aston-Martin-Werk Gaydon in der britischen Grafschaft Warwickshire. "Es ist Zeit umzudenken. Aston Martin ist ehrlich und wir gehen keine Kompromisse ein", unterstreicht Dr. Ulrich Bez, seit zehn Jahren Chef bei Aston Martin, "unsere Kunden brauchen einen Kleinwagen für Stadtfahrten, der ihre Anforderungen optimal erfüllt. Sie wollen auf kreative Weise eine Nummer kleiner gehen, ohne in Bezug auf Kunstfertigkeit und Persönlichkeit Kompromisse eingehen zu müssen."

Rettung für den Flottenverbrauch

Aston Martin schlägt mit dem drei Meter langen Cygnet zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn im Vergleich zu den leistungsstarken Boliden vom Typ DB9, DBS, Vantage und Rapide drückt der Cygnet den Flottenverbrauch in der Modellpalette beträchtlich nach unten. Zudem werden neue Kunden an die britische Marke herangeführt. "Der Cygnet ist klein, aber luxuriös. Er ist ein Aston Martin, der für den Stadtverkehr maßgeschneidert ist", erläutert Marek Reichman, Designdirektor bei Aston Martin. Dank einer nahezu unbegrenzten Auswahl an Materialien, Oberflächenstrukturen und Farben bei der Ausstattung soll jedes Modell in Handarbeit erstellt ein absolutes Einzelstück sein. Das hat seinen Preis. Während der Toyota iQ für 11.000 bis 17.000 Euro zu bekommen ist, dürfte der Einstieg in die Mikrowelt von Aston Martin bei rund 30.000 Euro beginnen. "Luxus hängt nicht von Größe ab", so Marek Reichman.

Japanische Erbmasse

Die Unterschiede zwischen Toyota iQ und dem Aston Martin Cygnet sind offensichtlich. So gab es für den kleinen Schwan nicht nur das obligatorische Aston-Logo und einen modifizierten Kühlergrill, sondern eine komplett geänderte Front im Aston-Martin-Stil, eine konturierte Motorhaube mit Luftaustrittsdüsen, Kiemen an den vorderen Kotflügeln sowie eine geänderte Heckansicht mit eigenständigen Leuchten in LED-Technik. "Der Cygnet soll unsere Sportwagen dahingehend ergänzen, dass er in der Stadt einen höheren Grad an Bewegungsfreiheit bietet", ergänzt Bez, "der Cygnet ist ein ganz besonderes Auto, ein hochwertiges, aber kompaktes Paket mit Herz, Seele und Persönlichkeit."

Interieur aus der Luxusklasse

Im Innenraum sind die Unterschiede zwischen Cygnet und iQ noch auffälliger. So gibt es Sitze, Armaturen und Verkleidungen in edlem Leder. Farben und Materialien stammen von den größeren Aston-Martin-Modellen. Für Sicherheit und Komfort sorgen unter anderem neun Airbags, ESP, ABS, Klimaautomatik, Sitzheizung und ein Bildschirmnavigationssystem. Während der Toyota iQ mit zwei Benzin- und einem Dieselmotor zu bekommen ist, wird im britischen Zwilling nur die Toyota-Topmotorisierung für Vortrieb sorgen. Das Vierzylinder 1,3 Litern Hubraum leistet Dank variabler Ventilsteuerung 72 KW / 98 PS und ein maximales Drehmoment von 125 Nm. Das soll für eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h reichen. Der an sich leistungsverwöhnte Aston-Kunde hat dabei die Wahl zwischen einem manuellen Sechsgang-Getriebe mit Start-Stopp-Automatik und einem stufenlosen CVT-Getriebe. Der Normverbrauch des rund eine Tonne schweren Fronttrieblers liegt bei 4,9 Litern Super auf 100 Kilometern.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.