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Mittelklasse: BMW 3er Touring - erfolgreich nur in Alt-Europa

Außerhalb Europas interessiert sich kaum jemand für einen Mittelklassekombi, doch gerade in Deutschland, England und Italien ist der 3er BMW Touring ein echter Bestseller. Die Kombiversion ist schicker denn je und gewohnt praktisch.

BMW 3er Touring

BMW 3er Touring

Immer mehr der einstigen Kombikunden steigen nach und nach auf einen SUV um. Da macht BMW keinen Unterschied zur internationalen Konkurrenz. Doch nach wie vor stehen die Kombiversionen gerade in Europa hoch im Kurs. Das dürfte bei der neuen Generation des 4,71 Meter langen BMW 3er Touring nicht anders als bei den Modellen zuvor sein, denn bisher verkauften sich mehr als ein Drittel aller Modelle in Deutschland. In seiner Heimat verkaufte sich die Kombiversion bisher doppelt so erfolgreich wie die Limousine. Der neue sieht gut aus und besonders die markig ausgestellten Kotflügel stehen ihm noch besser zu Gesicht als dem allemal sportlichen Viertürer. Ansonsten halten sich die Überraschungen beim neuen Rucksackmodell in Grenzen, denn abgesehen vom Kombiheck, das mehr Laderaum und mehr Variabilität im Innenraum bietet, offeriert der Touring das, mit was auch ie Limousine des noch jungen 3er BMW glänzt.

Nach seiner Publikumspremiere auf der IAA Mitte Herbst kommt die sechste Generation des 3er Touring Ende September 2019 auf den Markt. Basismodell ist der 110 kW / 150 PS / 320 Nm starke BMW 318d Touring, der mindestens 39.400 Euro kostet. Größerer Beliebtheit dürfte sich wohl der 320d mit 140 kW / 190 PS / 400 Nm erfreuen, der wahlweise mit Hinterrad- und Allradantrieb (ab 42.000 / 46.400 Euro) verfügbar ist. Neben den anderen aus der Limousine bekannten Triebwerken gibt es zwei kraftvolle Sechszylinder, die viel Image und exzellente Fahrleistungen versprechen. Topdiesel ist dabei der BMW 330d Touring (53.250 Euro) mit 195 kW / 265 PS / 580 Nm und der M 340i Touring (63.250 Euro) mit 275 kW / 374 PS / 500 Nm, die beide obligatorisch an Achtgangautomatik und Allradantrieb gekoppelt sind. Gerade der Reihensechszylinderdiesel lockt nicht nur sportlichen Fahrleistungen, sondern auch einem Normverbrauch von 5,4 Litern Diesel (140 g CO2). Ab Sommer kommenden Jahres wird der Plug-In-Hybridantrieb des BMW 330e erstmals nicht nur in der Limousine, sondern auch in der Kombiversion verfügbar sein.

Mehr Platz im 3er

Durch den verlängerten Radstand und die breitere Spur gibt es beim in München produzierten BMW 3er Touring nicht nur ein verbessertes Fahrverhalten, sondern speziell auch mehr Platz im Fond, wo sich die Rückbank wie gewohnt im Verhältnis 40:20:40 umklappen lässt oder drei Kindersitze verbauen lassen. Serienmäßig bleibt die elektrische Heckklappe und die separat zu öffnende Heckscheibe; dabei ist die verglaste Luke nunmehr größer als bisher. Der Laderaum selbst schluckt nahezu unverändert 500 bis 1.510 Liter. Anti-Rutsch-Schienen sorgen wie beim größeren BMW X5 dafür, dass die Ladung im Kofferraum nicht umherfliegt, selbst wenn die Gepäckraumteilung nicht installiert ist. Praktisch: das Gepäckrollo verschwindet wenn gewünscht spurlos unter dem Laderaum. Eine Kernkompetenz soll neben dem variablen Innenraum die Fahrdynamik bleiben. So verweisen die BMW-Techniker auf ein deutlich spürbares Plus an Fahrdynamik, Agilität und mehr Präzision im Handling sowie einen optimierten Fahrkomfort. Karosseriestruktur und Fahrwerksanbindung mit erhöhter Steifigkeit. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat der neue 3er Touring leicht abgespeckt, bietet einen tieferen Fahrzeugschwerpunkt und die im Verhältnis 50:50 ausbalancierte Achslastverteilung.

Wie schon bei der Limousine gibt es nicht nur einen erweiterterten Radstand und vergrößerte Spurweitens, sondern auch eine weiterentwickelte Fahrwerkstechnik mit hubabhängigen Dämpfern und serienmäßige 17-Zöller. Auf Wunsch gibt es immerhin 20-Zoll-Räder oder so sinnvolle Details wie Sitzheizung, Navigationssystem, kabelloses Laden oder Akustikverglasung.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.