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Caddy Life Maxi Tramper: Kleines Geld auf großer Fahrt

Ein Camper zu bezahlbaren Preisen? So, wie damals den Bully? Das sollte man wieder im Angebot haben, dachte man sich bei VW. Der Caddy mit Schlafstatt kehrt zu den Wurzeln dder mobilen Freizeit zurück.

Von Walter Hasselbring

Kastenwagen, modern als Vans bezeichnet, sind vor allem etwas für vorsichtige Leute, die für alle Fälle gerüstet sein wollen. Beispielsweise für die Möglichkeit eine halbe Fußballmannschaft gleichzeitig befördern zu können. Man kann auch für den Umstand vorsorgen, dass man zusammen mit den Kleinen längere Zeit im Stau steht, schließlich passt auch das Kasperletheater in so ein Auto.

All das gilt auch für den neuen Caddy Life Tramper. Der basiert auf der Plattform des normalen Caddy, hat aber etwas an Bord, was man sich in jedes Auto wünscht: ein bequemes Bett!

Schließlich muss man heutzutage, was das Fortkommen anbetrifft, an fast jedem Ort und zu beinahe jeder Zeit mit längeren Verzögerungen rechnen. Wohl dem, der dann auf den nächsten Parkplatz rollen, mal eben das Bett ausklappen und den Stau einfach weg schlafen kann! Besonders hat uns die verlängerte Variante, der Maxi Tramper, begeistert.

In Nullkommanix und mit wenigen Handgriffen ist der Mini-Van in einen komfortablen Schlafwagen verwandelt. Da kommen wehmütige Gedanken an unseren alten Bully auf, mit dem wir in den 70ern große Teile Europas kennen gelernt haben. Nur ist heute alles viel einfacher und praktischer. Die Lehnen der Sitze werden nach vorn umgelegt und das 1,10 Meter mal 2 Meter große Bett - ähnlich wie eine Gartenliege - einfach aufgeklappt. Die Blümchengardinen, die Tante Frieda uns für den Bully genäht hatte, werden durch eine leicht einzuhängende Vorhangkonstruktion ersetzt, die den vorderen Teil des Wagens völlig uneinsehbar macht.

Unterm Sternenhimmel

Pfiffig sind auch die Seitentaschen, die gleichzeitig die Seitenfenster abdunkeln. An der Heckscheibe sorgt ein Rollo für eine intime Rundum - Atmosphäre. Angenehmes Licht spenden zwei Halogenspots in der Heckklappe. Ein Spannungswächter verhindert, dass die Energie plötzlich versiegt. Besonders romantisch kann die Übernachtung mit der Liebsten werden, weil ein Glashubdach mit an Bord ist und wenn dann noch die wenigen Wolken den Sternenhimmel frei geben ... Unter dem Bett kann reichlich Gepäck verstaut werden. Wer größere Sachen, wie das Buffet der Erbtante transportieren will, kann das Bett in Nullkommanix herausnehmen. Zusätzlichen Komfort bringt ein Zelt mit 2,3 x 2 metern Grundfläche, das unter der geöffneten Heckklappe eingehängt wird.

Um das "rollende Ferienhaus" nahezu perfekt zu machen, kann man noch eine passende Kühlbox sowie einen passenden Tisch und zwei Faltstühle ordern, die zusammen geklappt in Taschen unter der Liegefläche verstaut werden. Zwei große Schiebetüren erleichtern den Umbau und den Einstieg.

Das Auto kostet in der kleinsten Benziner-Version 18 415,25 Euro und in der größten Diesel Variante 26 489,40 Euro. Dazu kann man noch jede Menge Geld für Sonderausstattungen ausgeben. Den Caddy life Tramper gibt es mit acht verschiedenen Motoren, zwei Benzinern mit 1,4 Litern (59 kW) und1,6 Litern (75 kW) sowie sechs Diesel-Aggregaten von 55 kW bis 103 kW. Der Tramper Maxi wird mit den zwei Benzinern und mit vier Dieselversionen von 77 bis 103 kW verkauft. Die Preise liegen zwischen Sparfüchse sollten aber auch die EcoFuel Varianten mit Erdgas (80kW) in Erwägung ziehen. Das Gas-Modell braucht jeweils 6,0 Kilogramm (H-Gas) auf 100 Kilometern. Es ist für beide Varianten zu haben.

Auf alles vorbereitet

Die Benziner verbrauchen 7,9 bzw. 8,2 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Die Diesel begnügen sich mit 6,0 bis 6,9 Litern Treibstoff. Trotzdem: Wer weiß, ob wir uns in Zukunft überhaupt noch die tägliche Pendelei zwischen Arbeitsplatz und dem Häuschen im Grünen leisten können? Mit dem Caddy Life Tramper ist man wie ein Wanderarbeiter auf alles vorbereitet! VW: Das (Wohn-) Auto!

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.