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Hommage an alten Kastenwagen Citroen schickt beliebtes Modell auf "Zeitreise": Der Berlingo 2CV Fourgonnette im Vintage-Look

Der Citroen Berlingo 2CV Fourgonnette steht vor einem Gebäude
Citroen bringt den Berlingo 2CV Fourgonnette als Hommage an den legendären Kastenwagen auf den Markt
© Citroën Deutschland GmbH
Ähnlich wie die "Ente" ist auch der Citroen 2CV Fourgonnette AU ein legendäres Auto, das in den 50er-Jahren auf den Markt kam. Nun bringt der französische Autobauer in Anlehnung einen Berlingo im Vintage-Look heraus.

Citroen begibt sich in Zusammenarbeit mit dem italienischen Karosseriebauer Caselani auf "Zeitreise" und bringt einen neuen Berlingo als Hommage an den beliebten 2CV Fourgonnette AU auf den Markt. Das alte Fahrzeug aus den 1950er-Jahren, welches – ähnlich wie der 2CV, besser bekannt als die "Ente" –, runde Scheinwerfer und eine Wellblech-Karosserie hat, hält an seinen typischen Charakterzügen fest. Äußerlich weist das Sondermodell Berlingo 2CV Fourgonnette damit starke Ähnlichkeiten zu dem alten Kastenwagen auf.

Die Front wurde zwar deutlich überarbeitet, besitzt allerdings auch die markanten Scheinwerfer, die separat von der Motorhaube angebracht sind. Sie verfließen aber im Gegensatz zum alten Modell in die Fahrzeugkarosserie und stehen nicht ab. Zudem ist die Motorhaube V-förmig gewölbt und der große Kühlergrill ist ebenso wie andere Fahrzeugteile verchromt. Die Seiten, die hinteren Türen und das Dach enthalten Glasfaserkomponenten und sollen damit "eine Hommage an die unverwechselbare Wellblechverkleidung des 2CV" darstellen. Der legendäre 2CV Fourgonnette AU kam erstmals im Jahr 1951 auf den Markt und hatte bis 1987 viele Ableger. Laut Citroen wurde der Wagen fast 1,247 Millionen Mal verkauft.

Berlingo 2CV Fourgonnette soll "DNA von Citroen" in sich tragen

Der Designer David Obendorfer, der den Berlingo 2CV Fourgonnette entworfen hat, spricht von einer "spannenden Herausforderung". "[...] Denn der ursprüngliche Transporter hatte ganz andere Proportionen. Er hatte einen sehr kurzen vorderen Überhang, eine schöne lange Motorhaube und einen optisch eigenständigen Laderaum – ganz andere Merkmale als die des heutigen Berlingo [...]", heißt es in einer Pressemitteilung.

Citroën-Designchef Pierre Leclercq erklärt: "[...] In den Ateliers des Karosseriebauers Caselani wurde mit dem Design begonnen und wir haben dann Hand in Hand zusammengearbeitet. Unsere eigenen Designer haben die Arbeit genau im Auge behalten, um sicherzustellen, dass der ursprüngliche 2CV Fourgonnette nicht zu wörtlich interpretiert wird, das Ergebnis jedoch wirklich die DNA von Citroën in sich trägt."

So setzt der Berlingo 2CV Fourgonnette auf neue Technik. Er besitzt das moderne Interieur, wie auch Ladekapazitäten, Modularität, Konnektivität und Fahrverhalten des heutigen Fahrzeugmodells. Das Fahrzeug kommt auf bis zu 18 Fahrerassistenzsysteme, unter anderem mit einer Überlastanzeige, einer Rundumsicht nach hinten sowie einem Toter-Winkel-Überwachungssystem. Darüber hinaus kann die Temperatur des Fahrgastraums voreingestellt werden.

Der Berlingo erlebte seinen Marktstart im Jahr 1996 und erschien in insgesamt drei Generationen. Der Kastenwagen verkaufte sich insgesamt über 1,8 Millionen Mal. Bis Ende August hatte das Fahrzeugmodell nach Citroen-Angaben einen Marktanteil von 17 Prozent in Europa und sei damit "das zweiterfolgreichste Fahrzeug in seinem Segment" gewesen. Der  2CV Fourgonnette AU kam auf Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 40 und 50 km/h sowie eine Ladekapazität von 250 Kilogramm. Beim neuen Modell ist die Ladekapazität ums Vierfache gewachsen – auf bis zu einer Tonne. Auch sein effektives Volumen ist praktisch verdreifacht. Die Nutzlänge des Fahrzeugs lässt sich durch Verschieben des Beifahrersitzes auf bis zu 3,09 Meter verlängern. So soll der Berlingo 2CV Fourgonnette über viel Platz verfügen.

Damit wird die Typ H-Reihe von Citroen nun vervollständigt. Denn bereits 2017 entwickelte Caselani anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Kleintransporters Typ H einen Karosseriebausatz auf Basis des Jumper, der größte Transporter von Citroen. Mit der Verwendung von Glasfaserplatten an der Karosserie sollte der Vintage-Look wieder aufleben. 2020 folgte ein Umbaukit für die Kastenwagen Jumpy/SpaceTourer.

Umbau kostet etwa 10.000 Euro

Das Auto mit dem 2CV Fourgonnette-Umbaukit kann ab dem 1. Oktober bei Citroen sowie bei Caselani bestellt werden. Es ist als dieselbetriebener 1.5 BlueHDi, als benzinbetriebener 1.2 PureTech oder auch mit EAT8-Automatikgetriebe erhältlich. Außerdem soll es den Kastenwagen mit Elektromotor geben. Seine Reichweite fällt mit bis zu 275 Kilometern vergleichsweise gering aus, dafür soll die Batterie an öffentlichen Ladestationen in 30 Minuten einen Ladestand von 80 Prozent erreichen können.

Angaben zum Preis macht Citroen nicht. Neben dem Kaufpreis für einen neuen Berlingo von mindestens 26.300 Euro dürften allerdings etwa 10.000 Euro für den Umbau anfallen. Die Produktion soll Anfang 2023 starten, die Auslieferungen auf dem europäischen Markt sollen im Frühjahr des nächsten Jahres beginnen.

Quellen: Citroen

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